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Das Mädchen mit dem Fingerhut

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Das Mädchen mit dem Fingerhut

Michael Köhlmeier erzählt in bewegenden Bildern eine Geschichte von Menschen ohne Herkunft.

Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.

Pressestimmen

„Auslassungstechnik hat sich besonders in jüngster Zeit als beliebtes Erzählmittel gezeigt. Von Robert Seethalers ‚Ein ganzes Leben‘ bis Bov Bjergs ‚Auerhaus‘. Lakonismus als Programm. … Doch selten ist dieser Lakonismus so konsequent aus der infantilen, der sprachlos handelnden Figur heraus entwickelt worden wie bei Köhlmeier.“ Winkels, Die Zeit Michael Köhlmeiers jüngster Roman ‚Das Mädchen mit dem Fingerhut‘ trifft den Kern dessen, was als ‚Flüchtlingskrise‘ die Debatten antreibt. Er ist das Buch der Stunde, ohne mit der vordergründigen Brisanz des Themas zu flirten. … Er verleiht seiner Geschichte archaische Wucht und zugleich die dunkle Zartheit eines Märchens.“ Melzer, Neue Zürcher Zeitung „Michael Köhlmeiers Märchenparabel betreibt ein hintergründiges Spiel mit den Ambivalenzen, die uns in Zeiten der Flüchtlingskrise alle beschäftigen und quälen. Es ist eine einfach erzählte Geschichte, man hat sie schnell gelesen, aber sie gibt lange zu denken.“ Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung „Atmosphärisch dicht beschreibt Köhlmeier in seinem Roman ein Leben am Rande der Gesellschaft. … Eine ganz leise Geschichte. … Voller Schönheit und Poesie wird hier der unbezwingbare Überlebenswille von Kindern beschrieben. Eine ganz berührende Geschichte.“ Stoltenberg, NDR Kultur „Die großen Leerstellen, die Michael Köhlmeier lässt, die Sog- und Songhaftigkeit des Textes, sind die große Stärke dieses ungewöhnlichen Romans. Er passt in unsere Zeit und formuliert sehr deutlich, was es heißt, in einer Welt vollkommen fremd zu sein.“ Kothe, NDR Kultur „Michael Köhlmeiers ‚Das Mädchen mit dem Fingerhut‘ ist ein Roman über Liebe, Verwahrlosung und das Böse. Es ist eine Parabel über die Schwierigkeit, das Gute zu wollen und es auch zu tun. Ein Text, den man nicht vergisst.“ Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur „Berührend wie Charles Dickens. … Man merkt, dass man in den Händen eines erstklassigen Erzählers ist. … Ein starker Text.“ Denis Scheck, ARD Druckfrisch

Leseprobe von ‚Das Mädchen mit dem Fingerhut‘

Über Michael Köhlmeier Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee (Österreich) geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien.

Michael Köhlmeier studierte Politikwissenschaft und Germanistik sowie Mathematik und Philosophie.

Er wurde ab Anfang der 1970er Jahre mit Hörspielen im Österreichischen Rundfunk und mit kürzeren Prosatexten als Schriftsteller. 1972 gründete er zusammen mit dem Musiker Reinhold Bilgeri das Duo Bilgeri & Köhlmeier.

Seit Anfang der 1980er Jahre ist ein umfangreiches Romanwerk entstanden, neben einer großen Zahl von kürzeren Texten und feuilletonistischen Beiträgen.

Erfolgreich waren seine vom Radiosender Ö1 ausgestrahlten freien Nacherzählungen antiker Sagenstoffe und biblischer Geschichten, die später auch in CD-Editionen und als Bücher erschienen sind.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1988: Johann-Peter-Hebel-Preis
  • 1996: Anton-Wildgans-Preis
  • 1997: Grimmelshausen-Preis für Telemach
  • 2007: Finalist beim Deutschen Buchpreis mit Abendland
  • 2007: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien
  • 2008: Bodensee-Literaturpreis, für Abendland und sein literarisches Gesamtwerk
  • 2011: Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis, für Rosie und der Urgroßvater
  • 2014: Walter-Hasenclever-Literaturpreis
  • 2014: Longlist beim Deutschen Buchpreis mit Zwei Herren am Strand
  • 2015: Preis der LiteraTour Nord
  • 2015: Düsseldorfer Literaturpreis
  • 2016: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
  • 2017: Marie-Luise-Kaschnitz-Preis

Werke Spielplatz der Helden. 1988 Abendland. 2007 Madalyn. 2010 Der Liebhaber bald nach dem Frühstück. 2012 (Gedichte) Die Abenteuer des Joel Spazierer. 2013 Zwei Herren am Strand. 2014 Das Mädchen mit dem Fingerhut. 2016 Der Tod des heiligen Antonius von Padua. 2017 (Novelle)

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    Das Sandkorn von Christoph Poschenrieder

    Ein Mann streut Sand aus Süditalien auf den Straßen von Berlin aus. In Zeiten des Kriegs ist solch ein Verhalten nicht nur seltsam, sondern verdächtig. Der Kommissar, der den Fall übernimmt, stößt unter dem Sand auf eine Geschichte von Liebe und Tabu zwischen zwei Männern und einer Frau. Ein Zeitbild von 1914, aus drei ungewöhnlichen Perspektiven.

    Das Buch wurde 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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