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Literaturkreis der Ehe- und Familienberaterinnen in München

Hat Ihr Literaturkreis einen Namen oder ein sich durch alle Treffen durchziehendes Thema?

Nein, einen Namen haben wir uns bisher nicht gegeben. Wir sind Kolleginnen, die alle in der Paar- und Familienberatung arbeiten und immer wieder über Bücher diskutiert haben. Irgendwann haben wir dann unseren Chef gefragt, ob wir ab und zu einen Konferenzraum für unsere Literaturdiskussionen nutzen können (natürlich außerhalb der Arbeitszeiten.)

Wie lange gibt es Ihre Gruppe schon?

Seit 2 Jahren. (gegründet 2014)

Wie viele Mitglieder haben Sie? Wie viele Männer, wie viele Frauen? Wie alt sind Ihre Mitglieder?

Wir sind 7 Frauen zwischen 45 und 62 Jahren. Bis auf 2 Ausnahmen waren wir immer vollzählig, ich denke, es ist für alle ein wichtiger Termin.

Wie oft treffen Sie sich? Wo?

Alle 2 Monate im oben genannten (recht gemütlichen) Konferenzraum.

Gibt es Speisen oder Getränke auf Ihren Treffen? Wenn ja, was essen Sie (Snacks, warm/kalt, mehrere Gänge)? Wer bereitet das Essen vor?

Wir sprechen uns beim Termin vereinbaren ab, wer was mitbringt. Meistens Wein, Brot, Käse Obst und Antipasti.

Wer leitet die Diskussion? Werden Informationen über den Autor/die Autorin oder das Buch vorbereitet? Wenn ja, von wem?

Da sind wir gerade ein wenig am Experimentieren. Mal bereitet diejenige, die das Buch vorgeschlagen hat, eine Einführung vor. Gerade diskutieren wir über Fragen, die wir als Diskussionsgrundlage nehmen wollen, so dass ein wenig Struktur vorgegeben ist.

Welche Arten von Büchern lesen Sie?

Bisher hauptsächlich Romane. Allerdings auch schon Autobiografien. (Das kommt wahrscheinlich von unserem Beruf)

Wie wählen Sie Ihre Bücher aus? Wird bei jedem Treffen ein neues Buch ausgesucht oder bestimmen Sie die Bücher für mehrere Treffen?

Jeder, der einen Tipp hat, stellt seinen Vorschlag für ein neues Buch vor, und eins wird dann ausgesucht. Die Mehrheit entscheidet.

Gibt es Bücher, die Sie aufgrund der Diskussion in Ihrer Gruppe anderen Literaturkreisen empfehlen wollen?

„Löwen wecken“ von Ayelet Gundar-Goshen
„Die Autobiographie“ von Thomas Bernhard
„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff
„Accabadora“ von Michela Murgia
„Ein ganzes Leben“ von Robert Seethaler“

Welche Flops in der Buchauswahl hatten Sie schon?

„H wie Habicht“ von Helen Macdonald

Wie erhalten Sie Ihren Spaß?

Bisher haben wir keine Motivationsprobleme. Wenn es kommen sollte, denke ich, hilft ein Gespräch über Veränderungswünsche, warum es vielleicht langweilig geworden ist. Und Ideen sammeln, was man noch zusätzlich miteinander machen könnte (Besuch von Lesungen, Filmen). Ich weiß von anderen Lesekreisen, die sich, z.B. immer ein bestimmtes Land zur Lektüre vornehmen und sich dann auch mit der Geschichte und Politik befassen. Dazu haben wir 7 alle recht umfangreich berufstätigen Leserinnen bisher noch nicht genug Zeit investieren können, aber ein Zukunftsgedanke wäre das schon.

Welche Tipps können Sie anderen Literaturkreisen geben?

Ich persönlich finde es gut, wenn es möglich ist, auch über die Punkte aus dem eigenen Leben zu sprechen, die durch die Lektüre berührt werden. Auch ganz spontane Unmuts- oder Begeisterungsäußerungen der Kolleginnen finde ich spannend. Ich finde, gemeinsam Lesen fördert das Aushalten verschiedener Meinungen und Geschmacksrichtungen. Es ist immer wieder schön, zu sehen: „Wie verschieden wir doch sind!“

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Die besten Buchempfehlungen und Buchtipps dieses Lesekreises und der anderen Literaturkreise des Monats haben wir für Sie zusammengestellt. » zu den Buchempfehlungen und Buchtipps

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Die Vorstellungen weiterer Literaturkreise oder Lesekreise finden sie hier.

  • Unser Thema des Monats: Die besten Buchtipps der Auslandskorrespondentinnen vom Magazin Deine Korrespondentin

    Unser Thema des Monats:

    Buchtipps von Auslands-Korrespondentinnen

    Die Journalistinnen, die für das Frauenmagazin Deine Korrespondentin schreiben, sind weltweit zuhause.

    Für MeinLiteraturkreis haben einige von ihnen ihre persönlichen Buchtipps zusammengestellt – schließlich kennen sie sich in „ihrem“ Land am besten aus…

    Zusammen gekommen sind 19 Buchempfehlungen aus 6 Ländern: Frankreich, die Niederlande, Russland, Irland, Namibia und Italien.

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Lady Churchill von Marie Benedict

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Lady Churchill von Marie Benedict

    In dem biographischen Roman, der unterhaltsam und interessant geschrieben ist, lernt man die Lebensgeschichte der emanzipierten und einflussreichen, aber weitgehend unbeachteten Ehefrau von Winston Churchill, Clementine, kennen.

    Mit Hilfe eines genauen Studiums von Sachbüchern über Clementine ist es Benedict gelungen, ein fiktionales, jedoch Fakten verarbeitendes Werk zu verfassen.

    Die Autorin wurde 1973 in den USA geboren. Ihre Bücher über starke Frauen der Weltgeschichte haben Bestsellerstatus. Ihr Roman »Frau Einstein« verkaufte sich über 70.000 Mal allein in Deutschland.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Taschenbuch des Monats:

    Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Der ‚perfekte Mord‘: zwei Personen, die scheinbar in keiner Verbindung zueinander stehen, sollen für den jeweils anderen einen Mord begehen. Gleich dieser Debütroman wurde 1951 von Alfred Hitchcock verfilmt und machte Highsmith im Alter von 29 Jahren weltweit bekannt.

    Highsmith schrieb vor allem Kriminal- sowie zeitgenössische Romane. Im Mittelpunkt ihrer oft psychologischen Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände und Motive, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen ins Verbrechen treiben.

    Übrigens hätte sie in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Wir stellen Buch und Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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