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Cees Nooteboom

Cornelis Johannes Jacobus Maria (Cees) Nooteboom wurde 1933 in den Niederlanden geboren.

1955 erschien sein erster Roman (Philip en de anderen), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan (später Philip und die anderen) veröffentlicht wurde. Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller.

1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge.

Sein umfangreiches Werk, das in über 15 Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Nooteboom erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter zwei Ehrendoktorate, sowie 2009 den Prijs der Nederlandse Letteren, den wichtigsten in niederländischer Sprache.

Webseite von Cees Nooteboom: www.ceesnooteboom.com/?lang=de

Pressestimmen zu Cees Nooteboom

Nooteboom gehört zu den bedeutenden europäischen Schriftstellern unserer Zeit… Ich bin tief beeindruckt von diesem Cees Nooteboom. Dass die Holländer so einen Autoren haben.“ Marcel Reich-Ranicki

„Es gibt heutzutage kaum ein herrlicheres, spirituelleres Vergnügen als das Lesen von Nooteboom.” Neue Züricher Zeitung

„Nooteboom ist ein Romancier der großen Themen, aber er ist niemals ungeschickt dabei. Er bindet philosophische Träumereien in alltägliche Beobachtungen ein, sodass seine Ideen sich an dich heranschleichen, unerwartet auftreten, atemberaubend, wie verborgene Schätze an verlassenen Orten.“ The Washington Post

„Cees Nooteboom ist ein großer europäischer Autor. Groß ist er, weil er die Erscheinungsformen der Geschichte, die wir durchlaufen haben, begreift, und auch weil er sich neue fiktive Formen ausdenkt, in denen er sie aufzeichnen kann.“ A.S.Byatt

Video mit einem Gespräch von Cees Nooteboom und Rüdiger Safranski zum Thema Freundschaft
(Dauer: ca. 1 1/2 Stunden)

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Auszeichnungen (Auswahl)

Nooteboom hat zahlreiche niederländische und internationale Preise und Auszeichnungen erhalten.

  • 1957 Anne-Frank-Preis für Das Paradies ist nebenan
  • 1978 Jan-Campert-Preis
  • 1981 F. Bordewijkpreis für Rituale
  • 1982 Mobil Oil Pegasus Literaturpreis für Rituale
  • 1992 Constantijn-Huygens-Preis für das Gesamtwerk
  • 1993 Europäischer Literaturpreis Prix Aristeion für Die folgende Geschichte
  • 1993 Hugo-Ball-Preis für die Reiseliteratur, Essays und Gedichte
  • 2000 Internationaler Compostela-Preis für Der Umweg nach Santiago
  • 2001 Karlsmedaille für europäische Medien
  • 2003 Hansischer Goethe-Preis für das Gesamtwerk
  • 2003 Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur
  • 2004 P.C. Hooft-prijs für das Gesamtwerk
  • 2009 Prijs der Nederlandse Letteren für das Gesamtwerk
  • 2010 Gouden Uil für ´s Nachts komen de vossen
  • 2010 Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Werke

Nootebooms Werke umfassen Romane und Novellen, Gedichte, Reiseberichte und -erzählungen sowie Essays. Hier sind nur seine Romane und Novellen aufgeführt:

  • Philip en de anderen, (1955, dt. Philip und die anderen, 1958/2003, früher unter dem Titel Das Paradies ist nebenan)
  • De ridder is gestorven (1963, dt. Der Ritter ist gestorben, 1996)
  • Rituelen (1980, dt. Rituale, 1985)
  • Een lied van schijn en wezen (1981, dt. Ein Lied von Schein und Sein, 1989)
  • In Nederland (1984, dt. In den niederländischen Bergen, 1987)
  • Het volgende verhaal (1991, dt. Die folgende Geschichte)
  • Allerzielen (1998, dt. Allerseelen, 1999)
  • Paradijs Verloren (2004, dt. Paradies verloren, 2005)
  • ’s Nachts komen de vossen (2009, dt. Nachts kommen die Füchse, 2009)
  • Unser Buch des Monats: Die militante Madonna von Irene Dische

    Unser Buch des Monats:

    Die militante Madonna von Irene Dische

    Chevalier d’Éon (1728-1810) lebte in Frankreich und England. Er war Diplomat, Spion, Fechter, Soldat, Schriftsteller – und lebte viele Jahre in Frauenkleidern. Eine schillernde, historische Persönlichkeit, die Irene Dische in ihrem Roman porträtiert. Dabei hat sie einen interessanten Schreibstil gewählt, denn d’Éon spricht im Roman die Leser*innen direkt aus seiner Zeit heraus an.

    Irene Dische, 1952 in den USA geboren, lebt seit über 40 Jahren in Deutschland. Erst 1993 erschien ihr erster Roman. Sie ist vielseitig – sie hat neben mehreren Romanen Kinder- und Jugendbücher und einen Kriminalroman veröffentlicht und für mehrere Opern Texte geschrieben.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis und Verlosung eines Buchpaketes:

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wird das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen am 21. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. 2020 haben über 800 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 30 Buchtipps!

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Die Anderen von Laila Lalami

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Die Anderen von Laila Lalami

    Driss, ein Einwanderer aus Marokko, wird in einer amerikanischen Kleinstadt vor seinem Diner-Restaurant angefahren und stirbt. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Das Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte und ein Kriminalroman, sondern vor allem eine Sozialstudie, deren Themen wie Migration, Intoleranz und Heimat auch für uns Europäer aktuell sind. Dabei hat Lalami einen interessanten Schreibstil gewählt, denn sie erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.

    Laila Lalami wurde 1968 in Marokko geboren und hat in den USA promoviert. Ihr dritter Roman, The Other Americans, war erfolgreich und wurde als erster von Lalamis Romanen ins Deutsche übersetzt.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Die Parade von Dave Eggers

    Taschenbuch des Monats:

    Die Parade von Dave Eggers

    Zwei Männer werden von ihrer Firma in ein Land geschickt, um dort eine Straße fertigzustellen. Das Land erholt sich von einem Bürgerkrieg und die Straße soll den reichen Norden mit dem armen Süden verbinden.

    Die Männer könnten unterschiedlicher nicht sein – während der eine nur seinen Auftrag erledigen will, ist der andere eher an den Menschen und interessanten Erlebnissen interessiert. Doch beide Männer werden ihre jeweiligen Positionen in Frage stellen müssen, wie auch die Konsequenzen ihrer Arbeit.

    ‚Ein Hologramm für den König‘ und ‚Der Circle‘ haben Dave Eggers nicht nur weltweit bekannt, sondern seine Romane auch zur oft diskutierten Lektüre in Lesekreisen gemacht. In seinen Werken greift er oftmals aktuelle gesellschaftlich relevante Themen auf.

    Wir stellen Buch und Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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