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Der kleine Prinz

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Persönliche Bewertung:
4,2/5 (17)

Eignung für Lesekreise:
4,8/5 (4)


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Der kleine Prinz

Unser Buch des Monats Januar 2017!

Das  Buchpaket vom Karl-Rauch Verlag mit verschiedenen Büchern und Kalendern zum kleinen Prinzen hat ein noch junger Lesekreis aus Poppenhausen / Wasserkuppe gewonnen.

Längst ein Klassiker und Millionen können aus ihm zitieren: Der Kleine Prinz lebt zusammen mit seiner Rose auf dem Planeten Asteroid B 612 und besucht die Erde. Hier lernt er neben dem Erzähler, der mit seinem Flugzeug in der Wüste notlandete, unter anderem den Fuchs kennen, der ihm das Vertraut-machen erklärt: „Du bist zeitlebens dafür verantwortlich für das, was Du Dir vertraut gemacht hast“.

Ein weltbekanntes Buch voller Weisheiten und mit vielen geläufigen Zitaten, wie „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ oder „Das Eigentliche ist unsichtbar“.

Über die Entstehung des Buches ‚Der kleine Prinz‘

Wann Saint-Exupéry erstmals die Idee zum Kleinen Prinzen fasst, ist bis heute Gegenstand vieler, teilweise spekulativer Überlegungen. So nimmt man beispielsweise das Jahr 1935 an, als der Autor mitten in der libyschen Wüste notlanden muss und erst nach fünf Tagen wieder auf Menschen trifft. Auch beginnt er etwa um diese Zeit, sich in Restaurants die Wartezeit mit Zeichnungen auf den Papiertischdecken zu vertreiben – Skizzen einer kleinen Figur, die durchaus als Vorläufer des Kleinen Prinzen betrachtet werden kann. Seine Briefe werden von nun an ebenfalls mit dieser Figur verziert, die bisweilen einfach durch den Text hindurch spaziert.

Den eigentlichen Anstoß gibt jedoch 1942 die Frau seines amerikanischen Verlegers Curtice Hitchcock, die Saint-Exupéry dazu ermuntert, es einmal mit einem Märchen für Kinder zu versuchen. „Saint-Ex“ – wie er von Freunden und Kollegen genannt wird – lebt zu dieser Zeit in New York. Nachdem er von September 1939 bis August 1940 im Kriegseinsatz gewesen ist, plant er eine Reise nach New York, aus der unerwartet ein dreijähriger Aufenthalt wird. Seine allgemeine Verfassung ist zu dieser Zeit nicht gut. Die geistig-politische Zerstrittenheit seiner Landsleute daheim plagt ihn ebenso wie das Bemühen darum, die Amerikaner für die Lage Europas im Krieg zu interessieren. Hinzu kommen gesundheitliche Beschwerden und das Fremdheitsgefühl in New York, das auch nach längerem Aufenthalt nicht weichen will.

In diesem Zustand schreibt er den Kleinen Prinzen, der bei seinem Erscheinen im April 1943 zunächst Irritation auslöst. Saint-Exupéry ist zu dieser Zeit längst kein unbekannter Autor mehr. Seine in den Jahren zuvor erschienenen Bücher Südkurier, Nachtflug, Wind, Sand und Sterne (Orig. Terre des hommes) sowie Flug nach Arras sind große Publikumserfolge und werden zum Teil mit bedeutenden Preisen bedacht. Auch seine journalistischen Beiträge aus Russland und Spanien, wo er zeitweise als Korrespondent tätig ist, finden große Beachtung.

Das Befremden bei Erscheinen des Kleinen Prinzen resultiert aus der Erwartungshaltung einer Öffentlichkeit, die den Autor – mit Recht – durch seine bisherige Arbeit als humanistisch engagierten Kritiker seiner Zeit kennengelernt und nun eher eine politische Stellungnahme zum Kriegsgeschehen erwartet hat. Erst später beginnt man zu begreifen, dass der Kleine Prinz in seinen Grundgedanken, seiner philosophischen Stimmung völlig im Einklang mit Saint-Exuperys früheren Schriften steht: Es finden sich die Ablehnung des sinnentleerten, begeisterungsarmen Lebens in der modernen Massengesellschaft sowie eines überintellektualisierten und dadurch kraftlos gewordenen Humanismus wieder.

Weitere Informationen zum Buch ‚Der kleine Prinz‘

Das Buch wurde inzwischen in 270 Sprachen und Dialekte übersetzt. Weltweit wurden mehr als 145 Millionen Exemplare verkauft. Die Erzählung ist damit eines der am meisten verbreiteten nicht religiösen Bücher.

Laut einer Studie der Lernplattform Preply ist „Der kleine Prinz“ weltweit auf Platz 1 der Bücher mit Übersetzungen in die meisten Sprachen – im Fall des Werkes in 382 Sprachen! (Quelle: faz.net, Oktober 2021)

1943 erschien das Buch, 1950 erstmals in deutscher Sprache. Bis heute wurden von der Übersetzung weit über 7 Milionen Exemplare verkauft.

Über Antoine de Saint-Exupéry

Antoine Marie Jean-Baptiste Roger Vicomte de Saint-Exupéry (*1900–†1944) wuchs als Sohn des Comte Jean-Marc de Saint Exupéry in Südfrankreich auf. Schon im Alter von zwölf Jahren, als er mit einem befreundeten Piloten zum ersten Mal in die Lüfte starten durfte, entdeckte er seine Faszination für das Fliegen. Später gehörte er zu den Pionieren am Himmel, baute mit anderen eine französische Luftfracht-Linie auf, danach in Südamerika von Buenos Aires über die Anden nach Chile. Dann war er Testpilot, Erkunder neuer Flugrouten und nebenbei erfolgreicher Autor – schon ehe er sich an die Arbeit zum ›Kleinen Prinzen‹ machte.

Als dieses, sein letztes Buch vollendet war, ging er von New York zurück nach Europa, um als Flieger für die Alliierten zu kämpfen. Am 31. Juli 1944 startete er zu einem Aufklärungsflug über der französischen Küste – und kehrte nicht zurück. Es gab nicht mehr die geringste Spur von ihm – bis 1996 ein Fischer bei Marseille Exupérys Armband im Netz fand, das auf die Spur des Flugzeugwracks führte.

Webseite der Erbengemeinschaft der Familie Saint-Exupéry (französisch) : www.antoinedesaintexupery.com

Weitere Informationen zu Saint-Exupéry

Saint-Exupéry hinterließ kein Testament. Dadurch ging das Erbe, entsprechend der damaligen Regelung, an seine Mutter und die Schwestern. Seine Frau Consuelo ging leer aus und bestritt diese Regelung. Der Konflikt ist auch heute noch nicht gelöst.

1975 wurde der Asteroid 2578 nach Saint-Exupéry benannt, seit 2000 trägt der Flughafen Lyon Saint-Exupéry seinen Namen.

2016 wurde ein vom Autor mit Widmung und Zeichnung versehenes Exemplar der Originalausgabe Le Petit Prince von 1943 in Paris für 90.000 Euro versteigert.

Werke

  • L’aviateur. 1926. (Der Flieger.)
  • Courrier Sud. 1928. (Südkurier. 2001)
  • Vol de nuit. 1931. (Nachtflug. 1991)
  • Terre des hommes. 1939. (Wind, Sand und Sterne)
  • Lettre à un otage. 1941. (Bekenntnis einer Freundschaft. 1999)
  • Pilote de guerre. 1942. (Flug nach Arras. 2002)
  • Le petit prince. 1943. (Der kleine Prinz. 1950)
  • Citadelle. 1948 posthum, unvollendet. (Die Stadt in der Wüste. 2002)
  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    20 Jahre, von 1938 – 1958, umspannt der Debütroman der Berliner Autorin. Als LeserIn wird man mitgenommen in das Leben von Elly Berger, die von der Köchin in einer jüdischen Familie zur heimlichen Heldin wird. Sie rettet deren Sohn Leon vor den Nazis, um ihn nach Ende des Krieges den Eltern zurück zu geben. Doch ihre Flucht aus Berlin wird beschwerlicher, dauert länger und endet anders, als geplant.

    „Als Autorin will ich die wahren Schicksale verstehen… Ich will nachfühlen, wie es wirklich geschah.“, so beschreibt die Autorin Marie Sand die Motivation für ihren historischen Roman.

    Wir stellen den Roman und die Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen sowie weitere Infos zusammengestellt.

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

    Unser Taschenbuchtipp:

    Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

    Der Roman erzählt die Geschichte von Kya Clark, die isoliert und allein im Marschland lebt und unter Verdacht gerät, als ein Mordfall die kleine Küstenstadt Barkley Cove erschüttert.

    Delia Owens „Der Gesang der Flusskrebse“ wurde zum globalen Phänomen und war 2019 Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen in Deutschland. Im August 2022 kam die Literaturverfilmung in die Kinos.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor; zum Roman haben wir Diskussionsfragen und weitere Infos zusammengestellt.

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  • Aktuelle Literaturverfilmungen

    Literaturverfilmungen – Vorschau:

    Mittagsstunde (ab 22.9.)

    Verabredungen mit einem Dichter – Michael Krüger (ab 22.9)

    Sonne und Beton (ab 22.9.)

    Der Gesang der Flusskrebse (ab 18.8.)

    Warten auf Mr. Bojangles (ab 4.8.)

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wurde das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse. 2021 haben rund 850 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 35 Buchtipps!

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