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Drei

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Persönliche Bewertung:
4,8/5 (17)

Eignung für Lesekreise:
4,1/5 (16)


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Drei

Erscheint am 29. September 2021 als Taschenbuch!

Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit. Aber auch er weiß nicht alles über sie.

Orna, frisch geschiedene Mutter eines zehnjährigen Jungen, meldet sich auf einer Online-Dating-Plattform an, auch wenn sich das Flirten mit anderen Männern noch sehr fremd anfühlt. Emilia ist fremd in Israel. Als der alte Mann, den sie pflegt, stirbt, muss die Lettin wieder bei null anfangen. Und wendet sich an den Sohn der Familie um Rat. Ella braucht dringend Pause von ihren drei kleinen Kindern. Zum Beispiel eine Zigarettenpause im Café mit einem sympathischen Unbekannten. Wie gefährlich die Sehnsucht nach Liebe und Nähe sein kann – ein atemberaubender Roman über drei unvergessliche Frauen und einen Mann, den sie am besten nie kennengelernt hätten.

Leseprobe

Pressestimmen

»Rund um Mishanis neuen Roman Drei gibt es einen Hype, als ginge es um die neueste Staffel Game of Thrones.« Yedioth Ahronot, Tel Aviv

»Dror Mishani ist ein Meister in der Kunst, Verbrechen aus der Perspektive ihrer Opfer zu entwickeln. In ›Drei‹ übertrifft er sich.« Tobias Gohlis / Deutschlandfunk Kultur, Berlin

»›Drei‹ ist kein klassischer Krimi, aber das waren Patricia Highsmiths großartige psychologische Studien auch nicht. Mishanis bester Roman bisher rückt ihn in die Nähe seines literarischen Vorbilds.« Dagmar Kaindl / Buchkultur, Wien

»Ein Kriminalroman, unglaublich raffiniert erzählt, bei dem man auf halber Strecke fast eine Herzattacke bekommt, weil man nicht glauben kann, was man liest.« Christine Westermann / WDR1 Frau TV, Köln

Über Dror Mishani

Dror Mishani, geboren 1975 in Cholon bei Tel Aviv, wurde mit seinen Kriminalromanen rund um Inspektor Avi Avraham international bekannt. Neben dem Schreiben ist er Literaturwissenschaftler, sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Kriminalliteratur. Mit ›Drei‹ gelang Dror Mishani der Durchbruch, der Roman wurde in Israel zu einem Mega-Bestseller und einem literarischen Phänomen, eine Verfilmung ist geplant. Dror Mishani lebt mit seiner Familie in Tel Aviv.

Webseite von Dror Mishani: www.d-a-mishani.com

Interview mit Dror Mishani (Quelle: Diogenes)

Deutschlands Literaturkritiker Denis Scheck hat Dror Mishani in seiner Heimat Tel Aviv besuchtund dort mit ihm ausführlich gesprochen: »zum Video

Bücher von Dror Mishani

  • Vermisst (2011)
  • Die Möglichkeit eines Verbrechens (2013)
  • Die schwere Hand (2015)
  • Drei (2018), 2019 in Deutsch erschienen

Mein-Literaturkreis.de Rezension
von Literaturkreismitglied Karin Kaiser, Wesel

„Eine weitere Empfehlung für die Lektüre ist die besonders spannende Erzählstruktur.“

Bewertung des Buches: ✮ ✮ ✮ ✮ 
Bewertung der Eignung zur Diskussion in Literaturkreisen: ✮ ✮ ✮ ✮

In Israel, vor einem halben Jahrhundert, sucht ein gebildeter, wohlhabender, verheirateter Mann Kontakt zu alleinstehenden Frauen – und bringt sie um. Fast am Ende des Romans, auf Seite 326, wird gefragt: „Aber warum hat er das getan?“ Darauf wird keine Antwort gegeben. – Weshalb sollen wir uns mit einem offensichtlich psychopathisch veranlagten Menschen beschäftigen, der tausende von Kilometern entfernt sein Unwesen treibt?

Das fragte ich mich auch, bis mitten in der Lektüre die Nachricht (aus einer Nachbarstadt von Wesel) in den Abendfrieden hereinbrach: Ein junger Mann stößt eine ihm völlig unbekannte Frau vom Bahnsteig vor einen einfahrenden Zug. Motiv: rätselhaft.

Schon erscheinen die von Mishani geschilderten Ereignisse in einem erschreckend aktuellen Licht!

Eine weitere Empfehlung für die Lektüre ist die besonders spannende Erzählstruktur.

Diskussionsfragen zu ‚Drei‘

Mishani versucht in seinen Büchern das Genre des Kriminalromans zu verwenden, aber gleichzeitig Literatur zu schreiben, die über das Verbrechen hinausgeht, und „über die Gesellschaft, über Sprache, über Literatur, über das Genre an sich“ berichtet. So auch in seinem aktuellen Roman ‚Drei‘: Orna, Emilia und Ella sind ganz unterschiedliche Frauen. Alle sind auf der Suche und finden denselben Mann, Gil, gebildet wohlhabend und verheiratet.

Achtung: Die folgenden Diskussionsanregungen könnten die Spannung des Kriminalromans vorwegnehmen. Daher empfehlen wir sie eventuell erst nach der Lektüre zu lesen.

  • Für ein menschliches Zusammenleben ist ein Grundvertrauen notwendig. Wie schafft es Gil, dass ihm die drei Frauen vertrauen? Was suchen sie? Was kann er ihnen geben?
  • In einem Interview sagte Mishani, es war für ihn einfacher, drei unterschiedliche Frauen zu porträtieren, als Männer, weil er in männlichen Protagonisten immer sich selbst sieht. Ist es ihm gelungen, alle Frauen glaubwürdig und realistisch darzustellen? Oder hat er dies bei manchen besser oder schlechter umgesetzt?
  • Man erfährt im Roman nichts darüber, warum die Verbrechen geschehen, nichts über die Motivation des Mörders. Warum mordet Gil? Ist er ein Serientäter und hätte er weiter getötet, wenn er nicht gefasst worden wäre? Die Verbrechen stehen im Roman nicht im Mittelpunkt. Hätten Sie sich als Leser damit abfinden können, dass sie nie aufgeklärt werden?
  • Ein Verbrechen in drei Teilen, mit drei weiblichen Hauptfiguren und drei ganz unterschiedlichen Leseerfahrungen. Wie hat Ihnen die ungewöhnliche Erzählstruktur dieses Krimis gefallen?
  • „Ein literarischer Krimi ist ein Roman über Verbrechen, aber nicht nur über Verbrechen (auch über die Gesellschaft, über Sprache, über Literatur, über das Genre an sich).“, so Mishani in einem Interview. Ist aufgrund dieser Beschreibung ‚Drei‘ ein literarischer Krimi?
  • Im Roman stehen nicht, wie in den meisten Krimis, die Taten im Vordergrund, sondern die Opfer, deren Leben und Gefühle. Ein Detektivroman, in dem das Auftauchen des Detektivs überrascht. Eine gute Idee? Kennen Sie weitere, ähnliche Kriminalromane?
  • Unterscheidet sich dieser Krimi von anderen Krimis, die Sie gelesen haben? Falls ja, inwiefern? Was macht einen (guten) Krimi aus?
  • In einer Videobotschaft sagte Mishani, dass ihm an einer Krimiserie, die sich um einen Ermittler zentriert, die Möglichkeit gefällt, mit ihm alt werden zu können, ihn in seinem Leben zu begleiten. Welche Bücher anderer Ermittler, die im Zentrum von Krimi-Serien stehen, haben Sie gelesen? Welche haben Ihnen gefallen, welche weniger und warum?
  • Was haben Sie durch den Roman über Israel und Tel Aviv und das Leben dort erfahren? Was wussten Sie bereits vor der Lektüre?
  • Haben Sie bereits weitere Bücher von israelischen Autoren gelesen? Welche? Unterscheiden sich diese von Autorinnen oder Autoren aus dem europäischen oder amerikanischen Kulturkreis?
  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    20 Jahre, von 1938 – 1958, umspannt der Debütroman der Berliner Autorin. Als LeserIn wird man mitgenommen in das Leben von Elly Berger, die von der Köchin in einer jüdischen Familie zur heimlichen Heldin wird. Sie rettet deren Sohn Leon vor den Nazis, um ihn nach Ende des Krieges den Eltern zurück zu geben. Doch ihre Flucht aus Berlin wird beschwerlicher, dauert länger und endet anders, als geplant.

    „Als Autorin will ich die wahren Schicksale verstehen… Ich will nachfühlen, wie es wirklich geschah.“, so beschreibt die Autorin Marie Sand die Motivation für ihren historischen Roman.

    Wir stellen den Roman und die Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen sowie weitere Infos zusammengestellt.

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  • Unser besonderer Buchtipp: Tell von Joachim B. Schmidt

    Unser besonderer Buchtipp:

    Tell von Joachim B. Schmidt

    Wilhelm Tell – wer kennt ihn nicht, den legendären Schweizer Freiheitskämpfer, der mit dem Apfelschuss seiner Armbrust berühmt wurde? Oder die literarische Adaption von Friedrich Schiller? Später hat Max Frisch mit ‚Wilhelm Tell für die Schule‘ den Mythos nüchtern und aus einer anderen Perspektive erzählt.

    Joachim B. Schmidt traut sich mutig an den historischen Stoff heran und erzählt ihn neu und modern. Und hat Erfolg: Sein Roman wurde in diesem Jahr zum Lieblingsbuch des deutschschweizer Buchhandels gewählt.

    Wir stellen den Roman und den Autor ausführlich vor. Vom Diogenes Verlag gibt es dazu passende Diskussionsfragen.

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