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Scham

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Persönliche Bewertung:
5/5 (2)

Eignung für Lesekreise:
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Scham

Unser Buch des Monats!

Die unfassbare Geschichte einer Vergewaltigung und der Frage, wie eine Frau damit umgeht.

So könnte das perfekte Glück aussehen: Marie hat einen guten Job bei einer Bank in Paris und ist glücklich verheiratet mit Laurent, einem erfolgreichen Rechtsanwalt. Jetzt wünschen sich beide ein Kind. Doch eines Abends wird Marie vergewaltigt. Der Täter ist einer ihrer Vorgesetzten. Anstatt die Tat bei der Polizei anzuzeigen, schweigt die junge Frau. „Ihr fehlt der Mut. Sie hat Angst, alles zu zerstören, ihren Mann, ihre Freunde zu verlieren, dass man sie verurteilt, verdächtigt zu lügen, zu übertreiben. Sie lässt es bleiben.“ Nur wir als Leser werden Zeugen ihrer Schmerzen, ihrer verletzten Seele und ihrer Scham. Doch Marie kann mit dem Schweigen nicht leben; ihr nahezu perfektes Leben gerät aus den Fugen und steuert auf eine furchtbare Katastrophe zu. Ein Buch, das den Leser lange nicht mehr loslassen wird.

Pressestimmen

„Inès Bayard reißt den Leser aus der Komfortzone.“, L’Express

„‚Scham‘ ist ein mutiger, in seiner Schonungslosigkeit unbedingt nötiger Roman. Inès Bayard überzeugt mit einer zupackenden Prosa, einer scharfen Beobachtungsgabe für intime Details und einem feinem Gespür für psychologische Schieflagen.“ Deutschlandfunk

„Packend geschrieben und ein scharfsinniges Infragestellen dessen, was wir als perfektes Leben anstreben“ Brigitte

„Der Text ist brutal, weil sein Gegenstand es verlangt. Doch gar nicht so sehr in seiner Härte liegt die Sprengkraft dieses Debuts, sondern in der Radikalität, mit der hier die Geschlechterbeziehungen einer Analyse unterzogen werden, nämlich durch den Blick einer Vergewaltigten, die gewissermaßen die Essenz der asymmetrischen Machtverhältnisse erleiden muss.“ Ö1 Ex Libris

„Einer der härtesten und vielleicht einen der besten Romane dieses Frühjahres“ NDR Kultur BücherLeben

„Inès Bayards Sprache ist von unerhörter Körperlichkeit. … Sie entfaltet einen bewundernswerten Reichtum. … Ein vielversprechendes Debüt.“ SRF Online

„Jeder Satz ist ein Stich ins Herz. Der Debütroman „Scham“ von Inès Bayard, nüchtern und distanziert im Ton, schnürt einem die Kehle zu. (…) Ein knallharter Beitrag zur #MeToo-Debatte.“ Spiegel online

Leseprobe Scham von Inés Bayard

Über Inés Bayard

Inès Bayard, geboren 1992 in Toulouse, lebt derzeit in Berlin. Scham ist ihr erster Roman und stand auf der Longlist für den Prix Goncourt 2018.

Auf der Webseite des Verlags findet sich ein Interview mit der Autorin zum Buch.

Diskussionsfragen

  • Bayard nimmt das brutale Ende der Geschichte vorweg; bereits auf den ersten Buchseiten erfährt der Leser, was passieren wird. Ist dies eine gute Idee der Autorin oder wird dadurch der Spannungsaufbau des Romans gebremst?
  • Wie realistisch ist die Geschichte für Sie? Könnte diese Einschätzung von der Gesellschaftsschicht, dem Kulturkreis oder dem Land aus dem die Leserin oder der Leser kommen, abhängen?
  • Marie wird vom Opfer zur Täterin. Ist das für Sie ein glaubwürdiges Szenario? Wie waren beim Lesen Ihre Gefühle für Marie? Haben sich diese im Laufe der Lektüre verändert? Wenn ja, warum?
  • Warum schweigt Marie, warum berichtet sie niemandem, nicht einmal ihrer Schwester oder Mutter, von der Vergewaltigung? Glauben Sie, dass ihr persönlicher Hintergrund, ihre Zugehörigkeit zur ‚bürgerlichen Gesellschaft‘ einen Einfluss auf ihre Entscheidung, die Tat zu verschweigen, hat? Inwiefern?
  • Wie würden Sie Maries Beziehung zu ihrem Mann vor der Tat beschreiben? Wie danach? Wie kann es sein, dass er nichts von ihrem großen Leid, von ihrer Veränderung, merkt? („Der Sadismus ihres Vergewaltigers scheint ihr genauso wie der ihres Mannes, der nicht bemerkt, wie sie leidet.“, Seite 38) Kann man ihm einen Vorwurf machen?
  • Schuld – welche Personen haben sich ‚schuldig gemacht‘? Und an wem?
  • Die #MeToo-Debatte hat das Thema Vergewaltigung noch stärker in die Öffentlichkeit gebracht. Hat dies eine Änderung in der Gesellschaft bewirkt? Wäre es jetzt leichter für Marie, über das, was ihr passiert ist, zu sprechen? Haben Sie bereits andere Bücher gelesen, die ein ähnliches Thema aufgenommen haben?
  • Diskutieren Sie den Titel des Buches. Was bedeutet ‚Scham‘ in unserer Gesellschaft und für Sie persönlich? Der französische Originaltitel lautet ‚Le Malheur du bas‘ (Der Untergang), in England wurde der Roman unter ‚This Little Family‘ (Diese kleine Familie) veröffentlicht und in Dänemark unter ‚Overgrebet‘ (Der Angriff). Welchen Buchtitel finden Sie am passendsten und warum?
  • Das Buch ist voller Situationen, vor denen man als Leser fliehen möchte. Welche der Szenen hat sie besonders berührt – und warum?
  • In einem Interview hat Bayard angemerkt, sie habe nichts dagegen, wenn ihr Roman als brutal bezeichnet würde. Das bedeute nämlich, dass sie durch ihr Schreiben „genau diese Gewalt nachahmt, die gegen Frauen ausgeübt wird“. Wie schonungslos und brutal dürfen Bücher sein? Was kann, was sollte eine Autorin oder ein Autor seinen Leserinnen und Lesern zumuten?
  • „Inés Bayard trifft mit ihrer chirurgisch präzisen Sprache tief ins Mark. Und Schicht um Schicht offenbart dieser harte aber dennoch wirklich feinfühlige Text Ängste und Tabus und zeigt auch die zerstörerische Kraft der Sprachlosigkeit, die jedes Unglück noch größer werden lässt.“ (Klassikradio.de) Können Sie dieser Einschätzung zustimmen? Wie würden Sie Bayards Schreibstil beschreiben? Passt er Ihrer Meinung nach zum Inhalt des Romans?
  • In einem Interview hat Bayard Bezüge zu den Werken von Elfriede Jelinek oder Ingeborg Bachmann angesprochen: „… in Wirklichkeit steht der Roman unter der Schirmherrschaft dieser zwei Autorinnen.“ Kennen Sie Werke von Jelinek oder Bachmann? Wo sehen Sie Parallelen oder Ansatzpunkte für einen Verbindung?
  • Unser Thema des Monats: Die besten Buchtipps der Auslandskorrespondentinnen vom Magazin Deine Korrespondentin

    Unser Thema des Monats:

    Buchtipps von Auslands-Korrespondentinnen

    Die Journalistinnen, die für das Frauenmagazin Deine Korrespondentin schreiben, sind weltweit zuhause.

    Für MeinLiteraturkreis haben einige von ihnen ihre persönlichen Buchtipps zusammengestellt – schließlich kennen sie sich in „ihrem“ Land am besten aus…

    Zusammen gekommen sind 19 Buchempfehlungen aus 6 Ländern: Frankreich, die Niederlande, Russland, Irland, Namibia und Italien.

    »zu den Buchtipps

  • Unsere Entdeckung des Monats: Lady Churchill von Marie Benedict

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Lady Churchill von Marie Benedict

    In dem biographischen Roman, der unterhaltsam und interessant geschrieben ist, lernt man die Lebensgeschichte der emanzipierten und einflussreichen, aber weitgehend unbeachteten Ehefrau von Winston Churchill, Clementine, kennen.

    Mit Hilfe eines genauen Studiums von Sachbüchern über Clementine ist es Benedict gelungen, ein fiktionales, jedoch Fakten verarbeitendes Werk zu verfassen.

    Die Autorin wurde 1973 in den USA geboren. Ihre Bücher über starke Frauen der Weltgeschichte haben Bestsellerstatus. Ihr Roman »Frau Einstein« verkaufte sich über 70.000 Mal allein in Deutschland.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Taschenbuch des Monats:

    Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Der ‚perfekte Mord‘: zwei Personen, die scheinbar in keiner Verbindung zueinander stehen, sollen für den jeweils anderen einen Mord begehen. Gleich dieser Debütroman wurde 1951 von Alfred Hitchcock verfilmt und machte Highsmith im Alter von 29 Jahren weltweit bekannt.

    Highsmith schrieb vor allem Kriminal- sowie zeitgenössische Romane. Im Mittelpunkt ihrer oft psychologischen Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände und Motive, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen ins Verbrechen treiben.

    Übrigens hätte sie in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Wir stellen Buch und Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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