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Ein Kind namens Hoffnung

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Persönliche Bewertung:
4,4/5 (7)

Eignung für Lesekreise:
4,3/5 (4)


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Ein Kind namens Hoffnung

Unsere Neuentdeckung des Monats

Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt – Die Geschichte einer Frau, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens ein jüdisches Kind vor den Nazis rettet.

Elly Berger wird 1900 in eine Pfarrersfamilie geboren. Wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre, hätte sie studieren sollen, doch Elly hat nur einen großen Traum: Sie will Köchin werden. Es gelingt ihr, in Berlin eine Stellung bei der jüdischen Familie Sternberg zu finden, die ihr fortan ein Zuhause bietet. Vor allem dem kleinen Sohn Leon schenkt sie ihre ganze Liebe.

Doch dann wird die Familie bei den Nazis denunziert und die Eltern verhaftet. Für Elly zählt nur noch eines: Sie muss Leon retten! Sie flieht mit dem Jungen, gibt ihn als ihr eigenes Kind aus und ist von diesem Augenblick an für lange Zeit heimatlos.

Ein anrührender und brillant geschriebener Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht, und ein Kapitel deutschen Widerstands, das man in keinen Geschichtsbüchern findet.

LESEPROBE

Pressestimmen

„Kaum zu glauben, dass es ihr Debütroman ist. Ich hatte von Anfang an mit ihnen gelitten, gebangt und gehofft. Das Buch hat mich tief berührt.“ ― Helgas Bücherparadies (Blog)

„Es ist ein Roman der Zeitgeschichte, eine gut erzählte Geschichte über eine heimliche Heldin, die als Frau Großartiges im Dritten Reich geleistet hat.“ Helmut Degenhardt ― Niederbayern TV

Marie Sand erzählt in ihrem Debütroman „Ein Kind namens Hoffnung“ eine bewegende Geschichte über Verantwortung und Mitmenschlichkeit, Mut, Treue, Entschlusskraft und Widerstandsfähigkeit.“ ― dieterwunderlich.de

„Ein anrührend und brillant geschriebener ­Roman, der teilweise auf einer wahren Begebenheit beruht und ein Kapitel deutschen Widerstands beschreibt, das sich in keinem Geschichtsbuch findet – genährt vom starken Willen und von der Liebe einer mutigen Frau.“ ― Buchjournal

Über Marie Sand

Marie Sand lebt in Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte, arbeitete in Zeitungsverlagen, und war 16 Jahre in einer politischen Institution im Medienbereich sowie im Referat für internationale Beziehungen tätig. Ein Kind namens Hoffnung ist ihr Romandebüt.

Die Autorin Marie Sand stellt ihren Roman vor:

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Weitere Informationen zum Hintergrund des Romans

Nach dem Kriegsende suchten viele Menschen nach vermissten Familienmitgliedern und Freunden. Doch die Infrastruktur war vielerorts zerstört und Kommunikationsmedien kaum vorhanden. Im Roman erfährt man einiges über die Art der Suche, beispielsweise über die Arbeit des Roten Kreuzes.

Ein Bericht über Suchdienste nach dem Zweiten Weltkrieg sowie ein berührendes Video geben dazu ergänzende Informationen.

Ein ausführliches Interview mit der Autorin Marie Sand zu ihrem Debütroman finden Sie auf einer extra Seite für die Autorin Marie Sand.

Weitere Informationen zum Buch und der Autorin finden Sie auch hier.

Folgen Sie Marie Sand auf Instagram.

Personen im Roman

Elisabeth ‚Elly‘ Berger aus Bonn

Sara, Hanns und Leon Sternberg

Helene Bechstein

Familie Berger: die Schwestern Anna, Luise, Elly und Fine sowie der Bruder und die Eltern
Karl-Heinz, der Jugendfreund

Stephan Bauer mit Ewald, Franz-Josef und Erich
Edith Bauer
Horst der Dorf-Nazi und Hühnerbaron sowie seine Frau, die ‚Hühnerbaronin‘

Diskussionsfragen

Achtung: Die Diskussionsfragen können sogenannte Spoiler enthalten, d.h. Hinweise auf Geschehnisse im Roman. Wir empfehlen daher, diese Diskussionsanregungen erst nach der Lektüre des Buches zu lesen.

  • War Elly die Tragweite ihrer Entscheidung, Leon als ihr Kind auszugeben, bewusst? Glauben Sie, Sie hätte es dennoch getan?
  • Elly hatte kaum Kontakte oder Beziehungen zu den anderen Bewohnern von Kernberg. Lag das ausschließlich an ihr? Sah sie das Dorf eventuell nur als Zwischenstation für eine Rückkehr nach Berlin? Wie war ihre Stellung im Ort?
  • Die ‚Hühnerbaronin‘ zeigt sich Elly gegenüber großzügig, bietet ihr manchmal körperliche Nähe an. Was sieht sie in der jüngeren Frau oder was möchte sie in ihr sehen? Wie reagiert Elly? Wie würden Sie die Beziehung der beiden charakterisieren? Warum wehrt Elly sie ab?
  • Manche Personen und manche Schicksale werden im Roman nur kurz angedeutet. Beispiele dafür sind Ellys Bruder, ihre lesbische Schwester Anne sowie Ewald und Franz-Josef, die Söhne von Stephan Bauer. Über wen hätten sie gern mehr erfahren und warum?
  • Beschreiben Sie die Beziehung zwischen Elly und Stephan Bauer. Was sah er in ihr, was sie in ihm? „Wir waren nicht wie Mann und Frau. Eher Knecht und Magd.“, sagt Stephan zu Elly bei einem späteren Wiedersehen (Seite 250). Hat Elly ihn nur ausgenutzt bzw. benutzt? Hat sie der gemeinsamen Beziehung jemals eine echte Chance gegeben? Stephans erste Frau Edith ist in Stephans Gedanken und im Haus immer noch präsent. Ist das gegenüber Elly fair?
  • Welche Rolle spielt der kleine Erich im Roman? Wieso hat Elly eine so intensive Beziehung zu ihm und holt ihn aus dem Kinderheim zurück nach Hause. Was sieht Stephan in dem Jungen, dem er nach dessen Rückkehr sehr zugetan ist.
  • „Zu viele Abschiede hatte sie bereits verkraftet…“ (Seite 226) „Weg, weg, weg, das ist doch keine Lösung.“, sagt auch ihre Schwester Luise (Seite 236). Welche Abschiede sind damit gemeint? Warum zieht es sie nach Berlin zurück?
  • Nach dem Kriegsende suchten viele Menschen nach vermissten Familienmitgliedern und Freunden. Doch die Infrastruktur war vielerorts zerstört und Kommunikationsmedien kaum vorhanden. Im Roman erfährt man einiges über die Art der Suche, beispielsweise über die Arbeit des Roten Kreuzes (Suchlisten erstellen, Brief hinterlegen). Was bedeutete dies für die Menschen damals? Kennen Sie aus Ihrer eigenen Familie oder dem Bekanntenkreis Erzählungen oder Erfahrungen dazu? Was hat sich heute im Vergleich zu damals geändert?
  • Was wäre aus Elly Berger geworden, wenn sie nicht die Verantwortung für Leon übernommen hätte? Wie hätte ihr Leben verlaufen können?
  • Der Roman wird aus der Sicht von Elly erzählt. Was hätten Leon oder Mathilda, über die Ereignisse und ihren Leben erzählt?
  • Wie ist Ellys Verhältnis zu ihrer Schwester Luise? Worin unterscheiden sich die Schwestern? Was erfahren wir über sie und welche Rolle spielt die Schwester im Roman?
  • Wie war Ellys Verhältnis zu ihrer Tochter Mathilda? Hat sie Leon dem Mädchen vorgezogen? Wenn ja, warum? Ist es normal, dass Eltern ein ‚Lieblingskind‘ haben?
    „Ohne Mathilda war es einfacher.“ (Seite 243) Darf eine Mutter so denken?
    Was veranlasst Mathilda den Brief mit der Nachricht von Saras Überleben Leon vorzulesen?
  • Elly verheimlicht Leon die Nachricht von der Suchstelle bezüglich des Verbleibs seiner Mutter. Was ist ihre Motivation? Hat sie richtig gehandelt? Was hätte sich geändert, wenn Elly anders entschieden hätte? Wie reagiert Leon auf die Nachricht?
  • Warum meldet sich Sara nicht, selbst als sie eigentlich vom Verbleib ihres Sohnes hätten wissen müssen? Ist Ihre Reaktion nachvollziehbar?
  • Es gibt mehrere Männer in Ellys Leben: Vater Winfried Berger, Jugendfreund Karl-Heinz, Maler Marceau, Ehemann Stephan und Pflegekind Leon. Welche Beziehung hatten sie jeweils zu Elly? Wie wichtig waren sie in und für ihr Leben? Gibt es Unterschiede darin, wie im Buch männliche und wie weibliche Personen dargestellt sind?
  • Der Roman ist zeitlich und örtlich in mehrere Teile aufgeteilt. Die Zeit von 1938 – 1958 umfasst die Zeit in Berlin als Köchin von Familie Sternberg, die Flucht nach Bonn zu den Eltern und Schwestern, das Treffen von Stephan Bauer am Bahnhof, die Zeit in Kernberg in der Eifel sowie die Rückkehr nach Berlin. Gelingt es der Autorin jedem Teil den ihm nötigen Platz zu geben? Wie gefällt Ihnen das Ende des Romans?
  • Historische Romane scheinen momentan im Trend zu sein. Können Sie sich erklären, warum? Was fasziniert LeserInnen an diesem Genre? Wie vergleicht sich dieser Roman mit anderen historischen Romanen, die Sie gelesen haben?

 

 

  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    20 Jahre, von 1938 – 1958, umspannt der Debütroman der Berliner Autorin. Als LeserIn wird man mitgenommen in das Leben von Elly Berger, die von der Köchin in einer jüdischen Familie zur heimlichen Heldin wird. Sie rettet deren Sohn Leon vor den Nazis, um ihn nach Ende des Krieges den Eltern zurück zu geben. Doch ihre Flucht aus Berlin wird beschwerlicher, dauert länger und endet anders, als geplant.

    „Als Autorin will ich die wahren Schicksale verstehen… Ich will nachfühlen, wie es wirklich geschah.“, so beschreibt die Autorin Marie Sand die Motivation für ihren historischen Roman.

    Wir stellen den Roman und die Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen sowie weitere Infos zusammengestellt.

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  • Unser besonderer Buchtipp: Tell von Joachim B. Schmidt

    Unser besonderer Buchtipp:

    Tell von Joachim B. Schmidt

    Wilhelm Tell – wer kennt ihn nicht, den legendären Schweizer Freiheitskämpfer, der mit dem Apfelschuss seiner Armbrust berühmt wurde? Oder die literarische Adaption von Friedrich Schiller? Später hat Max Frisch mit ‚Wilhelm Tell für die Schule‘ den Mythos nüchtern und aus einer anderen Perspektive erzählt.

    Joachim B. Schmidt traut sich mutig an den historischen Stoff heran und erzählt ihn neu und modern. Und hat Erfolg: Sein Roman wurde in diesem Jahr zum Lieblingsbuch des deutschschweizer Buchhandels gewählt.

    Wir stellen den Roman und den Autor ausführlich vor. Vom Diogenes Verlag gibt es dazu passende Diskussionsfragen.

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    Mittagsstunde (ab 22.9.)

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    Sonne und Beton (ab 22.9.)

    Der Gesang der Flusskrebse (ab 18.8.)

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist zusammengestellt – insgesamt 40 Buchtipps! Und zu vielen davon gibt es Diskussionsfragen.

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