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Der Fluss

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Persönliche Bewertung:
4,5/5 (8)

Eignung für Lesekreise:
5/5 (3)


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Der Fluss

Ausgezeichnet als unsere Neuentdeckung des Monats

‚Der Fluss‘ ist Hellers vierter Roman und erschien im Frühjahr 2019. Der Leser folgt zwei Freunden auf ihrem mehreren Wochen langen Kajak-Trip entlang des Maskwa-Flusses im Norden von Kanada, einem abgelegenen Wildwasser-Revier. Jack ist ein zäher Farm-Junge aus Colorado, der nie über den frühen Unfalltod seiner Mutter hinweg gekommen ist, Wynn ein gutherziger Student, der immer das Beste in jedem Menschen sehen möchte. Beide haben sich im College durch ihre tiefe Liebe für die Natur und gute Abenteuer-Bücher kennengelernt. Der beschauliche Fluss-Trip verwandelt sich jedoch in eine ernst zu nehmende Gefahr, als ein Feuer ausbricht und sie eine schwer verletzte Frau vor ihrem Mann retten. Doch dieser braucht keine Zeugen und der Weg zur nächsten Siedlung ist noch weit.

Pressestimmen

„Spannend… Mit seinen beschwörenden Beschreibungen der Pracht und Brutalität der Natur schildert Hellers Roman die Kräfte, die die Menschheit voneinander trennen – und die, die Menschen zwingen, immer wieder zueinander zu finden.“ Publisher’s Weekly

„“Der Fluss“ ist ein wuchtiger Abenteuerroman, wie es ihn nur noch selten gibt, angetrieben von einem unwiderstehlichen Erzählrhythmus … gewaltiger literarischer Wurf…“ Spiegel Online

„Ein außergewöhnlicher Thriller, der sich vor den großen Flussfahrten der Literatur verbeugt, wie Herz der Finsternis von Joseph Conrad oder auch dem Buch Deliverance von James Dickey…“ femundo

„Der Amerikaner Peter Heller legt mit Der Fluss ein spannendes Buch vor, das vor allem die grandiose Landschaft in den Mittelpunkt rückt.“ Bücherschau

Über den Autor Peter Heller

Peter Heller, geboren 1959 in den USA, arbeitet als Journalist und Autor. Er studierte am renommierten Dartmouth College in New Hampshire. Dort, im äußersten Nordosten der USA, lernte er die Natur und das Wildwasser-Kajakfahren kennen und lieben.

Nach zahlreichen Artikeln und Sachbüchern, u.a. über seine weltweiten Kajak-Expeditionen und Surf-Erfahrungen, hat er seit 2012 mehrere Romane veröffentlicht.

Seine Bücher wurden u. a. für den Los Angeles Times Book Prize nominiert und mit dem Reading the West-Book Award ausgezeichnet. Sein Debütroman The Dog Stars (Knopf 2012) war ein New-York-Times-Bestseller. Der Fluss, sein vierter Roman, stürmte auf Anhieb diverse Charts.

Weitere Informationen zum Buch 

Die Moderatoren vom Radio Bookclub, einer Kooperation eines Radiosenders mit einer Buchhandlung, führen ein ausführliches Interview mit dem Autor zu seinem Buch (Audio Dauer ca. 30 Minuten)

Der Trip von Jack und Wynn führt entlang des Maskwa-Flusses im Norden Kanadas. Einen schönen Einblick in diese Landschaft gibt dieses Video (Dauer 5 Minuten):

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Kanu oder Kajak?

Der Überbegriff Kanu teilt sich in Canadier und Kajaks.

Canadier: Dieser Kanutyp stammt aus Nordamerika und wurde von den dortigen Indianern zum Transport, zur Jagd und zum Fischfang genutzt. Die heutigen Wandercanadier eignen sich hervorragend für längere Touren auf Seen oder ruhigeren Flüssen, auch mit viel Gepäck. Canadier sind nach oben offen mit umlaufendem Süllrand und werden sitzend oder kniend mit einem Stechpaddel gefahren, meist von mehreren Personen. Deshalb werden sie auch gerne von Familien genutzt.

Kajaks: Kajaks haben ihren Ursprung bei den Eskimos. Es sind geschlossene Boote mit einer Sitzluke, deutlich flacher und schmaler als Canadier. Kajak-Fahrer sitzen in ihrem Boot und bewegen das Boot mit einem Doppelpaddel vorwärts. Kajaks gibt es als Einzel- oder Doppelsitzer. Für Wanderfahrten gibt es Kajaks, in denen speziell für das Gepäck Stauraum vorgesehen ist. Der Kajak ist der „Allround- Bootstyp“ im Kanusport und wird in allen Bereichen verwendet – vom Seekajak für Großgewässer bis hin zum Wildwasserkajak.

Passender Film zum Buch

Der Roman ‚Der Fluss‘ zeigt einige Parallelen zum Roman ‚Flussfahrt‘ von James Dickey, erschienen 1970. Dieses Buch wurde 1972 mit dem Titel ‚Beim Sterben ist jeder der Erste‘ verfilmt. Die Hauptrollen sind prominent besetzt, u.a. spielen Jon Voight, Burt Reynolds und NEd Beatty. Sie unternehmen eine Kanufahrt  durch eine Flusslandschaft, die in Kürze dem Bau eines Staudamms geopfert werden soll. Ihre Begegnung mit zwei Einheimischen mündet in einer Gewalttat, der schnell weitere folgen.

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Diskussionsfragen

  • Jack und Wynn sind besondere Freunde, „wie Brüder, nur noch enger“. Charakterisieren Sie die beiden jungen Männer und ihre Freundschaft. Was zieht den einen am anderen an? Gibt es einen dominanteren Part? Wie entwickelt sich ihre Freundschaft während der Kajak-Tour?
  • Drei ganz unterschiedliche Paare unternehmen den Trip auf dem Fluss. Wie unterscheidet sich ihre Motivation, was suchen sie dort?
  • Welche Rolle spielen Frauen im Roman? Wird ein bestimmtes Frauen- bzw. Männerbild porträtiert? Welche Beziehung hat Jack, welche Wynn zu den unterschiedlichen Frauen in ihrem Leben?
  • Jack und Wynn begegnen verschiedene Gefahren: das nahende Feuer, die Unberechenbarkeit der Natur, die menschliche Gewalt. Gelingt es Heller eine Balance zwischen den unterschiedlichen Risiken zu finden? Oder ist das nicht notwendig?
  • Die Natur spielt eine Hauptrolle im Roman. Was fasziniert die beiden jungen Männer an der Natur? Ändert sich ihre Meinung über ihren Platz in der Natur im Laufe des Buches?
  • Jack gibt sich die Schuld am Tod seiner Mutter und dem seines Freundes. Zu Recht? Welche seiner Handlungen hätte die Katastrophe in Nord-Kanada verhindern können?
  • Am Ende des Romans besucht Jack Wynns Familie. Warum? Inwiefern hilft ihm das Erzählen der Ereignisse seine eigene Trauer zu bewältigen? Welchen Einfluss werden die Erlebnisse auf sein weiteres Leben haben?
  • Für Heller ist die „Musik, die Lyrik der Sprache“ ein wichtiges Element in seinen Büchern. Wie würden sie die Sprache bei der Beschreibung der Natur oder den Beziehungen zwischen den Akteuren charakterisieren?
  • Peter Heller erwähnt in einem Interview, dass ihm der erste Satz eines Buches wichtig ist und er als Autor immer damit beginnt. Wie wichtig sind für Sie als Leser der erste Satz oder die ersten Seiten eines Buches?
  • Die Handlung spielt in einer einsamen, rauhen Region im Norden Kanadas. Wie realistisch, wie nachvollziehbar erscheint uns Europäern die Geschichte? Können Sie sich an Erfahrungen in der Natur erinnern, die vergleichbar wären?
  • Stellen Sie sich die Besprechung des Buches in einer Großstadt-Lesegruppe und alternativ in einer auf dem Land vor. Werden die Bewertung des Romans und die Diskussion unterschiedlich sein? Falls ja, warum?
  • Viele der Rezensenten, die das Buch besprechen, sind Männer. Ist ‚Der Fluss‘ ein Buch, das sich hauptsächlich an Leser richtet? Würden Männer das Buch ‚anders‘ bewerten und diskutieren als Frauen?
  • Das Buch hat Parallelen zu James Dickeys Roman ‘Flussfahrt’, der 1972 unter dem Titel ‚Beim Sterben ist jeder der Erste‘ verfilmt wurde. Dickeys Debütroman wird in Hellers Buch erwähnt. Könnten Sie sich eine Verfilmung vorstellen? Was braucht eine Buchvorlage, um ein guter Film zu werden? Bringt dies ‚Der Fluss‘ mit?
  • John Williams Roman ‚Butcher’s Crossing‘ handelt ebenfalls von der Suche nach Herausforderungen in einer ungezähmten Natur. Falls Sie den Roman gelesen haben, wo sehen Sie Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede beim Inhalt und Schreibstil? Welches der Bücher hat Ihnen besser gefallen und warum? Welches würden Sie für eine Diskussion in einem Lesekreis vorschlagen?
  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    20 Jahre, von 1938 – 1958, umspannt der Debütroman der Berliner Autorin. Als LeserIn wird man mitgenommen in das Leben von Elly Berger, die von der Köchin in einer jüdischen Familie zur heimlichen Heldin wird. Sie rettet deren Sohn Leon vor den Nazis, um ihn nach Ende des Krieges den Eltern zurück zu geben. Doch ihre Flucht aus Berlin wird beschwerlicher, dauert länger und endet anders, als geplant.

    „Als Autorin will ich die wahren Schicksale verstehen… Ich will nachfühlen, wie es wirklich geschah.“, so beschreibt die Autorin Marie Sand die Motivation für ihren historischen Roman.

    Wir stellen den Roman und die Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen sowie weitere Infos zusammengestellt.

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

    Unser Taschenbuchtipp:

    Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens

    Der Roman erzählt die Geschichte von Kya Clark, die isoliert und allein im Marschland lebt und unter Verdacht gerät, als ein Mordfall die kleine Küstenstadt Barkley Cove erschüttert.

    Delia Owens „Der Gesang der Flusskrebse“ wurde zum globalen Phänomen und war 2019 Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhandlungen in Deutschland. Im August 2022 kam die Literaturverfilmung in die Kinos.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor; zum Roman haben wir Diskussionsfragen und weitere Infos zusammengestellt.

    » zum Buch

  • Aktuelle Literaturverfilmungen

    Literaturverfilmungen – Vorschau:

    Mittagsstunde (ab 22.9.)

    Verabredungen mit einem Dichter – Michael Krüger (ab 22.9)

    Sonne und Beton (ab 22.9.)

    Der Gesang der Flusskrebse (ab 18.8.)

    Warten auf Mr. Bojangles (ab 4.8.)

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wurde das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse. 2021 haben rund 850 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 35 Buchtipps!

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