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Hanns-Josef Ortheil

Unser Autor des Monats Februar 2015!

Über Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Ortheil über Schreiben, Sprechen und Schreiben

Interview von 2014 anlässlich einer Einladung des Rektors der Universität Bonn und der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einer Lesung. (Dauer des Videos: 4 Minuten)

Ausführlichere Vita

Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Da seine Mutter aufgrund traumatischer Kriegsereignisse (seine vier älteren Brüder kamen ums Leben) an einer Sprachstörung litt, wuchs Ortheil in einer Art autistischer Sprachlosigkeit auf, die sich erst durch den frühen Schreibunterricht seines Vaters langsam behob. Schon im Alter von acht Jahren veröffentlichte Ortheil seine ersten Erzählungen in Tageszeitungen, das Schreiben wurde immer mehr zu einem existentiellen Medium des Überlebens. (Ausführlich hat er diese Jahre seiner frühen Kindheit in dem Buch Das Element des Elephanten. Wie mein Schreiben begann dargestellt.)

Neben der Literatur hatte die Musik für den anfangs Sprachlosen die größte Bedeutung. Er erhielt früh Klavierunterricht und setzt seine pianistische Ausbildung später als Schüler von Daniela Ballek und Claudia Arrau fort. In Wuppertal und im Westerwald aufgewachsen, machte er 1970 in Mainz Abitur und ging danach für längere Zeit nach Rom. Dort finanzierte er sein pianistisches Studium als Organist an einer deutschen Kirche; seit 1970 arbeitete er auch als Film- und Musikkritiker. Nach einem krankheitsbedingten Abbruch seiner pianistischen Laufbahn begann er ein Studium der Musikwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Mainz, Rom, Göttingen und Paris, das er 1976 in Mainz mit der Promotion abschloß.

Von 1976 bis 1988 war er Assistent am Deutschen Institut der Universität Mainz, seit 1990 ist er Dozent für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. 1988 war er „Writer in residence“ an der Washington-University in St. Louis/Missouri. In den Jahren 1991 und 1993 verweilte er als Villa Massimo-Stipendiat in Rom. 1993/94 hielt er die Poetik-Vorlesung an der Universität Paderborn und 1994/95 an der Universität Bielefeld. Im Jahre 1998 übernahm er die Heidelberger Poetik-Dozentur. 2002 wurde er in Hildesheim zum Professor berufen. Hanns-Josef Ortheil lebt seit 1982 in Stuttgart.

Auszeichnungen

1979: Aspekte-Literaturpreis
1981: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Literatur
1982: Sonderpreis der Lektoren beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb
1988: Literaturpreis der Stadt Stuttgart
1991: Villa-Massimo-Stipendium
2000: Brandenburgischer Literaturpreis
2000/2001: Mainzer Stadtschreiber
2001: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
2002: Thomas-Mann-Preis
2004: Georg-K.-Glaser-Preis
2006: Koblenzer Literaturpreis
2007: Nicolas-Born-Preis
2009: Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis
2013: Stefan-Andres-Preis

Werke von Hanns-Josef Ortheil

Sachliteratur

  • Der poetische Widerstand im Roman. 1980.
  • Mozart im Innern seiner Sprachen. 1982.
  • Das Glück der Musik – Vom Vergnügen Mozart zu hören. 2006.
  • Wie Romane entstehen. Gemeinsam mit Klaus Siblewski. 2008.
  • Lesehunger. Ein Bücher-Menu in 12 Gängen. 2009.
  • Schreiben dicht am Leben. Notieren und Skizzieren. 2012 (Reihe Kreatives Schreiben.)
  • Schreiben auf Reisen. 2012 (Reihe Kreatives Schreiben.)
  • Schreiben über mich selbst. Spielformen des autobiografischen Schreibens. 2014, (Reihe Kreatives Schreiben.)

Biografien

  • Wilhelm Klemm – Ein Lyriker der „Menschheitsdämmerung“. 1979.
  • Jean Paul. 1984.

Drehbücher

  • 1985: Dämonen der Städte
  • 1986: Ezra Pound – Ein amerikanischer Hochverräter. (Fernsehfilm)

Zeitgeschichtliche/zeitgenössische Romane und autobiographische Essays

  • Fermer. 1979.
  • Hecke. 1983.
  • Köder, Beute und Schatten. 1985.
  • Schwerenöter. 1987.
  • Agenten. 1989.
  • Schauprozesse. 1990.
  • Abschied von den Kriegsteilnehmern. 1992.
  • Römische Sequenz. 1993.
  • Familienbande. 1994.
  • Das Element des Elephanten. 1994.
  • Blauer Weg. 1996.
  • Beschreibung: Erwin Wortelkamps Tal bei Hasselbach im Westerwald. 2000.
  • Lo und Lu. 2001.
  • Die große Liebe. 2003.
  • Venedig. 2004.
  • Die weißen Inseln der Zeit. 2004.
  • Die geheimen Stunden der Nacht. 2005.
  • Das Verlangen nach Liebe. 2007.
  • Die Erfindung des Lebens. 2009.
  • Rom. Eine Ekstase. Oasen für die Sinne. 2009.
  • Die Moselreise. Roman eines Kindes. 2010.
  • Liebesnähe. Luchterhand, 2011.
  • Das Kind, das nicht fragte. Roman. 2012.
  • Berlinreise. 2014.

Historische Romane

als Herausgeber

  • Wilhelm Klemm: Ich lag in fremder Stube. 1981.
  • Robert Schumann: Briefe einer Liebe. 1982.
  • Hanns-Josef Ortheil: Mein Sommer. 2012.
  • Stephan Porombka: Schreiben unter Strom. Experimentieren mit Twitter, Blogs, Facebook & Co. 2012. (Reihe Kreatives Schreiben.)
  • Christian Schärf: Schreiben Tag für Tag. Journal und Tagebuch. 2012. (Reihe Kreatives Schreiben.)
  • Christian Schärf: Spannend schreiben. Krimi, Mord- und Schauergeschichten. 2013. (Reihe Kreatives Schreiben.)
  • Mit Imma Klemm: Danke für die Einladung. 2013.
  • Aktuelle Literaturverfilmungen

    Aktuelle Literaturverfilmungen:

    Übersicht der aktuellen Kinofilme, die auf Büchern basieren.

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  • Unser Autor des Monats September 2018: Ian McEwan

    Unser Autor des Monats:

    Ian McEwan

    Ian McEwan ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Romane wie Abbitte, Am Strand, Kindeswohl und – sein aktuellstes Werk – Nussschale begründen seinen literarischen Ruhm.

    Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt. Am 30. August kommt nun die Literaturverfilmung von ‚Kindeswohl‘ in die Kinos.

    Wir stellen Ian McEwan ausführlich vor und verlosen zwei Buch-/Filmpakete vom Diogenes Verlag an einen Lesekreis:
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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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