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Sehende Hände
Karl Blessing Verlag
EUR 22,99

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15 Bewertungen

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Sehende Hände

Unsere Neuentdeckung des Monats September 2016!

Das Buchpaket vom Blessing Verlag mit 5 Exemplaren des Buches hat der Lesekreis Hechendorf/Breitbrunn aus dem Fünfseenland im Süden von München gewonnen.

Als der blinde Masseur Wang Daifu mit einer Freundin, aber mittellos und ohne Perspektive in seine Heimatstadt Nanjing zurückkehrt, kann er bald Hoffnung schöpfen: Sein alter Freund von der Blindenschule, der ehrgeizige, belesene Sha Fuming, heuert ihn als Therapeuten in seinem Tuina-Massagesalon an. Abends schlafen Wang und seine Freundin im nahe gelegenen Wohnheim, in dem alle Mitarbeiter nächtigen, Frauen und Männer getrennt. Geschichten von Liebe, Freundschaft und Eifersucht entspinnen sich rund um die Mitarbeiter, zu denen nun auch noch Du Hong stößt, die eigentlich Pianistin werden wollte und von großer Schönheit ist. Für Wang aber reißen die Sorgen nicht ab: Kaum verdient er wieder Geld, muss er für seinen Bruder alles riskieren, da dieser sich erpressbar gemacht hat.

25 Jahre hat der große chinesische Schriftsteller recherchiert und das Thema der blinden Masseure mit sich herumgetragen, bevor er sich an diesen Roman wagte, der uns mit seinen plastischen und berührend beschriebenen Verwicklungen in das Leben im modernen China hineinzieht.

Pressestimmen

„Sehende Hände ist ein feinfühliger und stellenweise witziger Roman, dessen psychologische Genauigkeit sich durch die eloquente und stilsichere Übersetzung von Marc Hermann hervorragend vermittelt.“ Katharina Borchardt, Deutschlandradio Kultur

„Ein großer, poetischer und kunstvoll aufgebauter Roman.“ Gstettner-Brugger, ORF Radio FM4

Leseprobe

Weitere Informationen zum Buch

Ein ausführliches Interview mit dem Autor Bi Feiyu zum Buch finden Sie hier:

Auch bei uns arbeiten Blinde als Masseure sehr erfolgreich: Informationen dazu sowie ein interessantes Video der WDR Lokalzeit (Dauer: 5 Minuten): www.massagepraxis-stevic.de/uber-uns/

Über Bi Feiyu

Bi Feiyu, 1964, lebt heute in Nanking. Seine Jugend verbrachte er in der Provinz Jiangsu, denn sein Vater war unter Mao als sogenannter „Rechtsstehender“ zur Landarbeit verurteilt worden. Er studierte Literatur und lehrte fünf Jahre als Dozent, bevor er journalistisch arbeitete. Bi Feiyu veröffentlichte mehrere Romane, u.a. Die Mondgöttin.

Auszeichnungen

  • 1995: Lun-Xun-Literaturpreis
  • 2010: Man Asian Literary Prize
  • 2011: Mao Dun Prize (höchste literarische Auszeichnung Chinas) für ‚Sehende Hände‘

Werke

  • Fernsteuerung: in Das Leben ist jetzt, Hg. Frank Meinshausen,2003 (vergriffen). Neu erschienen 2014 in der eBook-Anthologie „Elfmal China Stadt“
  • 2006: (Deutsch: Die Mondgöttin, 2006)
  • 2010: Tuina (推拿), (Deutsch: Sehende Hände 2016)

Diskussionsfragen

  • Gibt es eine Hauptfigur in dem Roman? Wenn ja, welche? Warum hat der Autor gerade diese Person gewählt? Wenn nein, ist es notwendig, eine zentrale Bezugsperson zu haben?
  • Gelingt es dem Autor sich in seine Figuren hineinzuversetzen und sie glaubwürdig darzustellen?
  • Der Roman besteht aus kurzen Kapiteln, die jeweils einer oder weniger Personen gewidmet sind. Wird der Autor allen gleich gerecht oder gelingt es ihm bei der einen oder anderen Person besser? Entsteht aus den handlichen Kapiteln von jeweils rund 20 Seiten ein Roman oder ist das Buch eher eine Zusammenstellung von Kurzgeschichten?
  • Bi Feiyu hat 25 Jahre das Leben der blinden Masseure in China „studiert“, bevor er den Roman schrieb. Findet sich dieses Wissen im Roman wieder? Gelingt es dem Autor sich in die Lebenswelt der Blinden einzufügen und uns daran teilhaben zu lassen?
  • Den blinden Masseuren fehlt die visuelle Erschließung der Welt. Wie finden Sie sich dennoch in ihr zurecht? Ist es dabei von Vorteil, wenn man sehend geboren wurde und erst später erblindet ist?
  • Inwieweit unterscheiden sich blinde Menschen beim Thema Unabhängigkeit von Sehenden? Oder gibt es keine Unterschiede? Was bedeutet Unabhängigkeit für Sie persönlich?
  • Hat der Roman Ihre Sichtweise auf blinde Menschen verändert? Wenn ja, inwiefern?
  • Informieren Sie sich über blinde Menschen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Welche Ausbildungs-, welche Berufsmöglichkeiten haben sie?
  • Die klassischen Wahrnehmungssinne des Menschen sind sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Welche der Sinne sind für Sie am wichtigsten? Auf welche könnten Sie verzichten?
  • Das Buch hat 2009 den wichtigsten Literaturpreis Chinas erhalten. Was macht Ihrer Meinung nach das Buch ‚ausgezeichnet‘?
  • Was an dem Buch, bzw. seinem Inhalt ist „china-spezifisch“? Könnte die Handlung auch in einem anderen Land spielen?
  • Hat das Buch Ihnen ermöglicht etwas über China und seine Menschen zu lernen? Wenn ja, was?
  • Haben sie zuvor schon einmal ein Buch von einem chinesischen Autoren gelesen? Falls ja, unterscheiden sich diese Bücher im Stil oder der Sprache von denen deutschsprachiger Autoren?

 

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  • Unser Buch des Monats März 2018: Das etruskische Lächeln von José Luis Sampedro

    Unser Buch des Monats:

    ‚Das etruskische Lächeln‘ von José Luis Sampedro

    Kinostart: 12. April!

    Sampedro erzählt die bewegende Geschichte eines grantigen alten Mannes, der sich aus gesundheitlichen Gründen vom Land auf den Weg in die Stadt zu seinem Sohn macht. Sie hatten sich über die Jahre entfremdet und zunächst fällt es beiden schwer einen Zugang zueinander zu finden.

    José Luis Sampedro wurde 1917 in Spanien geboren und starb 2013. ‚Das etruskische Lächeln‘ war sein bekanntester Roman.

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats März 2018: Ikarien von Uwe Timm

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Ikarien von Uwe Timm

    Uwe Timm wendet sich in seinem neuen Roman wieder einem historischen Thema von aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz zu: Er beschreibt den intellektuellen Werdegang und wissenschaftlichen Forschungsweg des Eugenikers Alfred Ploetz.

    Einem internationalen Publikum bekannt wurde Timm mit seiner Novelle ‚Die Entdeckung der Currywurst‘.
    Übrigens: Von wenigen Autoren empfehlen wir auf unserer Webseite so viele Bücher wie von Uwe Timm.

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  • Unser Autor des Monats März 2018: Heinrich Böll

    Unser Autor des Monats:

    Heinrich Böll

    Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit der jungen Bundesrepublik auseinander.

    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

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