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Altes Land
Penguin Verlag
EUR 10,00

* * * *  
16 Bewertungen

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Altes Land

Unser Buch des Monats März 2017!

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Pressestimmen

„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“ (NDR Buch des Monats März)

„(…) weil es Dörte Hansen rundum gelingt, auf Niveau zu unterhalten, deshalb ist „Altes Land“ ein tolles Debut!“ (Denis Scheck, ARD „Druckfrisch“)

„Das ist höchst amüsant erzählt und hält sich mühelos die Waage mit jener Stimmung, die von Stille beherrscht ist, von einem vorsichtigen Blick in das Innenleben der Menschen.“ (WDR 2 Bücher, Christine Westermann)

„Hansens Debütroman über den Unterschied zwischen Eingesessenen und Unbehausten ist schnell ein Bestseller geworden. Völlig zu Recht, weil es ein unaufdringlich mitfühlender Roman ist, wohltuende Unterhaltung.“ (Die Zeit, Marie Schmidt)

Leseprobe von ‚Altes Land‘

Autorentrailer
Dörte Hansen spricht über ihr Buch ‚Altes Land‘ (Dauer: 4 Minuten)

Diskussionsfragen

  • Im Buch geht es um zwei ‚starke‘ Frauen, Vera und Anne. Worin unterscheiden sie sich, worin ähneln sie sich? Was macht eine Frau zu einer ‚starken‘ Frau? Was ist nötig, damit starke Frauen miteinander leben können? Warum hatte dies bei Vera und ihrer Schwiegermutter nicht funktioniert?
  • Vera und Anne – Christine Westermann nennt sie in ihrer Rezension „Zwei Heimatlose, zwei angeknackste Seelen, die sich – gänzlich ungeplant – gegenseitig heilen. Es zumindest versuchen.“ Sehen Sie dies nach der Lektüre des Buches genauso? Was kann Menschen ‚heilen‘? Ein neuer Ort, eine Aufgabe, ein anderer Mensch?
  • In Veras Leben gibt es zwei Männer. Warum heiratet Vera den einen, den anderen jedoch nicht?
  • Vera hatte nie eigene Kinder; und früh ihren eigenen Bruder verloren. Was bedeutet Annes Sohn für sie?
  • Welche Bedeutung hat der große Hof für Vera? Warum kann sie ihn nicht verlassen, lässt ihn aber trotzdem verfallen? Warum stimmt sie dann doch einer Sanierung zu – braucht aber immer ‚Auszeiten‘, in denen am Haus nicht weiter gearbeitet werden darf.
  • „Die kleine Vera wird groß in diesem Haus, sie wird dort alt, nur heimisch wird sie nie, sie schlägt keine Wurzeln, sie hängt nur fest.“ schreibt Christine Westermann in ihrer Rezension. Wiese wird Vera nicht heimisch? Liegt es an ihr, an dem Ort oder an den anderen?
  • Welche Beziehung hatte Vera zu ihrer Mutter? Wie konnte diese das junge Mädchen auf dem Hof zurücklassen? Kann das Thema ‚Flucht‘ dies erklären? Wie unterschied sich die Beziehung zu Vera im Vergleich zu der zu ihrer zweiten Tochter? Veras Mutter schrieb ihr viele emotionale Briefe. Wie passt dies zu der Beziehung der beiden?
  • Worin unterscheidet sich das Leben in einem kleinen Dorf von dem in einer (Groß-)Stadt? Sind Menschen, die auf dem Land in einem kleinen Dorf wohnen ‚anders‘ als Stadtmenschen?
  • Gibt es, Ihrer Meinung nach, einen Unterschied zwischen den Menschen, die ‚auf dem Land‘ geboren wurden und denjenigen, die erst als Erwachsener dorthin ziehen? Was suchen letztere dort, was sie in der Großstadt (eventuell) vermisst haben?
  • Zu Kriegsende und danach kamen viele Millionen Menschen aus den ‚besetzten‘ Ostgebieten, z.B. Ostpreußen, Schlesien, etc. in den Westen. Was wissen Sie über deren Geschichte(n)? Kennen Sie Menschen, die damals geflohen waren?
  • ‚Altes Land‘ ist der Debütroman der Autorin. Hat man dies beim Lesen erkannt? Wenn ja, woran? Kennen Sie Bücher, bei denen Ihnen aufgefallen war, das es sich um einen Debütroman handelte?
  • Der neu geschaffene Österreichische Buchpreis vergibt auch einen eigenen Preis für das beste Debüt des Jahres. Ist das eine gute Idee?
  • Das Buch wurde ein Bestseller, stand mehrere Wochen auf den obersten Plätzen der Kaufcharts. Können Bücher, die vielen Leser(innen) gefallen sich auch für eine anspruchsvolle Diskussion eignen?

Autorentrailer (Dauer: ca. 4 Minuten)

Über Dörte Hansen

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

  1. Die Redewendungen der Bauern sind treffend, knapp und ohne Schörkel. Ich bin auf dem Lande im Plattdeutschen großgeworden; so vieles weckte Erinnerungen in mir, u.a. auch an Flüchtlinge auf dem Hof. Die einquartierte Familie hat bei ihrem Wegzug den Sohn mitgenommen, die Tochter aber zurückgelassen, weil sie für sie dort eine bessere Zukunft erhofften.
    Einfühlsam, bewegend, unterhaltsam, amüsant – alles neneneinander oder sogar zugleich.
    Danke!

    25. September 2017 | 18:44 | Margret Erbach

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    Er gilt als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Man schätzte seinen Intelligenzquotienten auf über 250. Mit 6 Monaten kann er sprechen, mit 18 Monaten bereits eine Zeitung lesen. Mit 6 Jahren beherrscht er 10 Sprachen. Der Amerikaner William Sidis war um 1900 ein Wunderkind.

    Trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Das wird sich hoffentlich nun ändern, denn der dänische Autor und Historiker Morten Brask erzählt in seinem Debütroman das Leben dieses außergewöhnlichen Genies.

    Mit großem Einfühlungsvermögen fühlt er sich dabei in die Psyche seines Protagonisten hinein. Es entsteht das Bild eines einzigartigen Menschen.

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  • Unser Buch des Monats September 2017: ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Buch des Monats:

    ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen.

    Lily Brett, geboren 1946, ist eine australisch-amerikanische Autorin. Mit diesem Buch, erschienen 1995, wurde sie bekannt.

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