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Ein Hauch von Lippenstift – Weiblichkeit in Zeiten großer Not
Elisabeth Sandmann Verlag
EUR 24,95

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9 Bewertungen

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Ein Hauch von Lippenstift – Weiblichkeit in Zeiten großer Not

Unsere Neuentdeckung des Monats Januar 2016!

»Es geht dabei um Würde. Wenn man sich aus der Hand gibt, dann hat man natürlich keine Würde mehr.« (Herta Müller)

Ein wenig Puder, etwas Rouge, schöne Haare oder ein raffiniert geschlungener Gürtel eine Selbstverständlichkeit in unbeschwerten Friedenszeiten. Aber warum ist dies im Krieg, im Gefängnis, im Lager, in einem unfreien Land – bei all den anderen Nöten noch wichtig?

In »Ein Hauch von Lippenstift für die Würde« berichten Frauen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen, welche Bedeutung es gerade in Zeiten größter Not für sie hatte, ein gepflegtes Äußeres zu bewahren. Diese Frauen haben in Sarajevo und Grosny versucht zu überleben; sind in Russland, China, der DDR, dem Iran verhaftet oder in Prag und Bukarest erniedrigt worden und haben die unmenschlichen Bedingungen in Lagern oft über Jahre erduldet. Bei ihrem Kampf zu überleben, ging es stets auch darum, Selbstachtung und weibliche Würde aufrechtzuerhalten und hierfür konnten ein Hauch von Lippenstift oder eine saubere Bluse entscheidend sein.

Auch die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, die die Drangsalierungen durch den rumänischen Geheimdienst immer wieder erdulden musste, hat für dieses Buch einen ergreifenden, sehr persönlichen und engagierten Text geschrieben. Die Interviews und ebenso persönlichen Beiträge sind u.a. von CNN-Starreporterin Christiane Amanpour und Bestsellerautorin Emily Wu.

Das erste Buch zum Thema Weiblichkeit, Würde und Widerstand. Ein Tabuthema, das jeden Tag an Aktualität gewinnt. Umschlagmotiv von Daniel Biskup, der diese junge Frau 1999 in einem Flüchtlingslager in Mazedonien fotografierte.

Pressestimmen

„Sie lassen sich nicht brechen, bewahren ihre Menschlichkeit. Banal? Nein, wahr: Lippenstift kann Leben retten.“ Die Zeit

„Henriette Schröder lässt die Frauen erzählen – von ihrer großen Sehnsucht nach Normalität und Ästhetik in den Wirren von Krieg, Verfolgung und Flucht. Und von ihren kleinen Tricks, mit denen sie die Zeit des Mangels und der Not zu überbrücken wussten.“ BR Online

„Berührende Gespräche über ein Leben in Zeiten großer Not, über Verfolgung, Krieg, Erniedrigung – aber auch über Stolz, Widerstand und Haltung.“ Vogue Online

Über Henriette Schroeder

Henriette Schroeder, 1961 in Bonn geboren, studierte Amerikanische Kulturgeschichte, Kunstgeschichte und Psychologie in München sowie Jewish Studies an der American University in Washington, D.C. Sie besuchte die deutsche Journalistenschule in München. Von 1999 bis 2002 arbeitete sie in der Abteilung »Media Affairs« der OSZE im Kosovo sowie in Bosnien und Herzegowina. Henriette Schroeder ist Journalistin und Dokumentarfilmerin, in ihren Arbeiten befasst sie sich meist mit Zeitgeschichte sowie mit zentraleuropäischer und jüdischer Geschichte und Tradition. Sie lebt heute in Wien.

Diskussionsfragen

  • Die Autorin hat im Buch Gespräche und veröffentlichte Berichte von über 20 Frauen zusammengestellt, größtenteils eigene Erlebnisse, aber auch Texte von Autorinnen, die sich mit dem Thema befassen.
  • Wie bewerten Sie die Zusammenstellung der Texte? Sind die Autorinnen repräsentativ für das Thema ‚Weiblichkeit in Zeiten großer Not‘?
  • Welche Texte haben Sie am meisten beeindruckt? Warum?
  • Haben Sie das Buch von vorne nach hinten gelesen oder sind Sie bei der Auswahl der gelesenen Berichte ‚gesprungen‘?
  • Hatten Sie vor der Lektüre des Buches schon einmal von dem Thema gehört? Werden Sie sich weiterhin mit dem Thema befassen?
  • Wie aktuell ist das Thema bzw. das Buch vor dem Hintergrund der momentanen Flüchtlingsströme? Trifft Ihrer Meinung nach das Thema Weiblichkeit auch bei den Flüchtlingsfrauen aus Syrien, dem Irak, Afrika, Osteuropa, etc. zu?
  • Können Sie die Wichtigkeit des Themas für die Betroffenen nachvollziehen? Oder sind Sie eher überrascht, dass es für die Frauen in der jeweiligen Situation nichts Wichtigeres gibt?
  • Der Titel des Buches lautet ‚Ein Hauch von Lippenstift für die Würde – Weiblichkeit in Zeiten großer Not‘. Was bedeutet für Sie Würde, was Weiblichkeit? Diskutieren Sie die Begriffe in Ihrer Gruppe.
  • Gibt es Ihrer Meinung nach in verschiedenen Kulturen Unterschiede bei der Sorgfalt mit der sich Frauen zurechtmachen? Wie ist das bei Kulturen, die eine Verschleierung von Frauen verlangen?
  • Würden Sie sich gerne mit einer der Frauen über ihre Erlebnisse unterhalten? Mit welcher? Was würden Sie sie fragen?
  • Sind in Ihrem Lesekreis auch Männer? Was ist deren Meinung zum Thema? Können sie die Wichtigkeit des Aussehens in Zeiten von Haft und Unterdrückung nachvollziehen?
  • Wie haben Sie das Buch in Ihrem Literaturkreis diskutiert? Haben Sie das Thema generell besprochen? Oder sich auf die Diskussion einzelner Berichte fokussiert?
  • Gibt es einen Unterschied in der Diskussion eines Sachbuchs, von Lebenserinnerungen im Vergleich zu Romanen?
  • Lässt sich so ein emotionales, anrührendes Thema sachlich diskutieren? Fiel dies einigen in Ihrer Lesegruppe leichter als anderen? Warum war dies so?
  • Wie gefällt Ihnen die optische Gestaltung des Buches (Nutzung von Fotos, Typographie, etc.)?

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2017: ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Neuentdeckung des Monats:

    ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Er gilt als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Man schätzte seinen Intelligenzquotienten auf über 250. Mit 6 Monaten kann er sprechen, mit 18 Monaten bereits eine Zeitung lesen. Mit 6 Jahren beherrscht er 10 Sprachen. Der Amerikaner William Sidis war um 1900 ein Wunderkind.

    Trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Das wird sich hoffentlich nun ändern, denn der dänische Autor und Historiker Morten Brask erzählt in seinem Debütroman das Leben dieses außergewöhnlichen Genies.

    Mit großem Einfühlungsvermögen fühlt er sich dabei in die Psyche seines Protagonisten hinein. Es entsteht das Bild eines einzigartigen Menschen.

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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  • Unser Buch des Monats September 2017: ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Buch des Monats:

    ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen.

    Lily Brett, geboren 1946, ist eine australisch-amerikanische Autorin. Mit diesem Buch, erschienen 1995, wurde sie bekannt.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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