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Krieg – Stell dir vor, er wäre hier
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
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Krieg – Stell dir vor, er wäre hier

Unser Buch des Monats September 2015!

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Die demokratische Politik ist gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist aus Deutschland. In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das? Nach dem Bestseller „Nichts“ eine neue erschreckende Vision von Janne Teller zu hochaktuellen Themen wie Flucht, Migration und Fremdenfeindlichkeit.

Pressestimmen

„Es sind vor allem die gesellschafts- und zivilisationskritischen Fragen, die Janne Teller interessieren. Wie und wo könnten wir in einigen Jahren leben? Welche Werte werden wir haben? Sie stellt sie mit großer Konsequenz und ohne Scheu vor radikalen Wendungen. … Fast fragt man sich, warum noch keiner vor Janne Teller auf die Idee gekommen ist, es einmal auf diese Weise darzustellen.“ Katja Weise, NDR Kultur

„Der Jugendbuch-Thriller „Krieg“ entwirft ein brisantes Gedankenexperiment. Ein Buch so groß wie ein Reisepass, weinrot, handlich, ein Tor zur Welt. Einer Welt, die Kopf steht. … Es geht unter die Haut. … Der schmale Band enthält vorzügliche Illustrationen von Helle Vibeke Jensen.“ Rolf Brockschmidt, Der Tagesspiegel

„Ein verblüffend einfaches Gedankenexperiment. Ein schlichtes, aber eindringliches Plädoyer für mehr Respekt und Einfühlung. Angesichts der aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt lohnt es sich umso mehr, darüber nachzudenken.“ Yasemin Ergin, NDR Kulturjournal

„Janne Teller führt unsere Vorstellungskraft wieder dorthin, wo es weh tut. Sie nimmt uns weg, was uns viel zu selbstverständlich geworden ist: die fraglose Überlegenheit der westlichen Werte.“ Sieglinde Geisel, Neue Zürcher Zeitung

„Eine ebenso einfache wie geniale Idee: Mit einem kleinen Dreh stellt die Autorin unsere Alltagswirklichkeit auf den Kopf und zwingt uns, in einen hässlichen Zerrspiegel zu schauen.“ Sylvia Schwab, Deutschlandradio Kultur

Leseprobe von ‚Krieg‘ von Janne Teller

Über das Buch

Das Buch ist auch als etwas preiswertere Taschenbuchausgabe erhältlich. Wir empfehlen dennoch diese Ausgabe, da wir die ‚Reisepass-Optik‘ des Buches so passend zum inhaltlichen Thema finden.

Die Zeichnungen im Buch stammen von Helle Vibeke Jensen, eine der innovativsten Bilderbuchzeichnerinnen Dänemarks. Sie wurde 1999 auf der Biennale in Bratislava und 2004 mit dem großen Illustratorenpreis des dänischen Kultusministeriums ausgezeichnet.

Die Übersetzung und der Inhalt des Buches wurden an die jeweilige geopolitische Situation des Landes angepasst. Während die dänische Ausgabe einen Krieg zwischen den skandinavischen Ländern zum Thema hat, hat Teller für das deutsche Buch einen wirtschaftlich-sozialen, nationalistischen Zusammenbruch der Europäischen Union gewählt.

Video: Interview mit Janne Teller zum Buch (auf deutsch, Dauer: ca. 6 Minuten)

Über Janne Teller

Zu Janne Teller haben wir eine eigene Autorenseite erstellt. Dort finden Sie ausführliche Informationen zur Autorin, ihren weiteren Büchern, Auszeichnungen, etc. » zur ‚Janne Teller‘ Autorenseite

Diskussionsfragen zu ‚Krieg – Stell dir vor, er wäre hier‘

  • Die ungewöhnliche Optik des Buches fällt zunächst auf. Wie gefällt Ihnen der Einband? Wie die vielenZeichnungen? Passen Sie zum Thema, zum Buch?
  • Die Autorin wünschte sich in einem Interview, dass das Buch ein zwischenmenschliches Verständnis zwischen uns und Flüchtlingen bewirkt. Ist ihr das gelungen?
  • Janne Teller versucht in dem Buch durch ein Gedankenexperiment unsere Sichtweise zu ändern. Ist ihr das gelungen?
  • Der Leser wird mit ‚Du‘ angesprochen. Fühlten Sie sich als Leser dadurch mehr involviert? Oder passt diese Anrede besser zum Charakter eines Jugendbuches?
  • Das Buch wird durch ein Nachwort der Autorin ergänzt. Helfen die Gedanken Janne Tellers zum Verständnis des Buches? Würden Sie den Lesern empfehlen das Nachwort vor oder nach der Lektüre des Buches zu lesen?
  • Das Buch hat nur 64 Seiten. Ist dies für das Thema ausreichend? Wenn nein, was hat Ihnen gefehlt? Wenn aus der Kurzgeschichte ein längerer Roman werden würde, was würden Sie sich inhaltlich noch wünschen?
  • Das Buch ist eigentlich ein Jugendbuch. Ist Ihnen dies während des Lesens aufgefallen? Wenn ja woran? Was ‚braucht‘ ein ‚Jugendbuch‘, um auch für Erwachsene eine gute Lektüre zu sein?

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