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Finsteres Glück
Diogenes
EUR 12,00

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Finsteres Glück

Das Leben des achtjährigen Yves wird in einer einzigen Sekunde brutal entzweigerissen, in ein Vorher und Nachher. Die Psychologin Eliane Hess, die ihm über den Verlust der Eltern hinwegzuhelfen versucht, ist gleichzeitig erschüttert und fasziniert von dem traumatisierten Jungen. Sein Schicksal geht ihr nahe – es leuchtet hinein in ihre eigene Vergangenheit. Nach der Begegnung mit Yves kann auch Elianes Leben und das ihrer beiden Töchter nicht mehr dasselbe sein. Ein berührender Roman über Geborgenheit und Verlust; über die Familienbande, die wir nicht lösen können, und diejenigen, die wir selbst knüpfen.

Mehr zum Inhalt

11. August 1999, totale Sonnenfinsternis. Eine fünfköpfige Familie fährt wie Tausende andere ins Elsass, wo das Naturschauspiel besonders gut zu sehen ist. Doch nur Yves, der jüngste Sohn, kehrt lebend von diesem Ausflug zurück. In der Nacht wird Eliane Hess, Psychologin und alleinerziehende Mutter, ins Krankenhaus gerufen: Der achtjährige Yves, wie durch ein Wunder unverletzt, steht unter Schock. In nervöser Hast erzählt er und erzählt – nur vom Wesentlichen nicht. Was hat er vom Unfall mitbekommen? Ist sein Vater mit Absicht in die Tunnelwand gerast? Stück für Stück setzt sich für Eliane das Bild einer Familie zusammen, die mit offenen Augen auf die Katastrophe zusteuerte. Und immer schwieriger wird es für sie, professionelle Distanz zu wahren. Yves‘ Schicksal erschüttert und fasziniert sie – ähnlich wie seit ihrer Jugend der Isenheimer Altar, von dem es heißt, dass auf seiner ersten Tafel eine Sonnenfinsternis dargestellt ist. Als zwischen den Verwandten des Jungen ein Tauziehen um Yves‘ Zukunft beginnt, trifft Eliane eine unorthodoxe Entscheidung, die ihr eigenes Leben und das ihrer beiden Töchter aus der Bahn wirft.

Pressestimmen

„Ein leiser, eindrücklicher Psychothriller. Raffiniert entwickelt Hartmann in präzisen Sätzen die Zerissenheit der Psychologin Eliane zwischen Profession und Gefühl.“ 20Minuten

„Ein Thriller mit außergewöhnlicher psychologischer Tiefenschärfe. Feinfühlig, präzise und mit der Zurückhaltung eines psychologischen Gutachtens sondiert der Roman ein düster verschattetes Umfeld.“ St. Galler Tagblatt

Leseprobe

Über Lukas Hartmann

Lukas Hartmann (Pseudonym von Hans-Rudolf Lehmann), geboren 1944 in Bern, studierte Germanistik und Psychologie. Er war Lehrer, Journalist und Medienberater. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Spiegel bei Bern und schreibt Bücher für Erwachsene und für Kinder. Mit seinen Romanen steht er regelmäßig auf der Schweizer Bestsellerliste. Für ›Bis ans Ende der Meere‹ wurde er 2010 mit dem Sir-Walter-Scott-Literaturpreis für historische Romane ausgezeichnet.

Webseite des Autors: www.lukashartmann.ch

Kurzinterview von ‚Vorsicht Buch‘ mit Lukas Hartmann über besondere Bücher und Geschichten (2013; Dauer: 2 1/2 Minuten)

Zitate von Lukas Hartmann (Interview im börsenblatt 5/15)

Was bereuen Sie nicht?
„Kurven und Brüche in meiner Biografie, auch wenn sie oft schmerzhaft waren. Sie haben mich zu dem gemacht, der ich bin.“

Was war der mutigste Moment Ihres Lebens?
„Vielleicht der, als ich mich entschloss, meinen gut bezahlten Job aufzugeben, um freier Schriftsteller zu werden.“

Auszeichnungen

  • 1993: Buchpreis der Stadt Bern für Die Seuche
  • 1995: Schweizer Jugendbuchpreis für So eine lange Nase
  • 1996: Preis der Schweizerischen Schillerstiftung für Die Mohrin
  • 2001: Ehrenliste des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises für Leo Schmetterling
  • 2010: Grosser Literaturpreis von Stadt und Kanton Bern
  • 2010: Goldener Lorbeer des Sir-Walter-Scott-Preises für Bis ans Ende der Meere

 Die Presse über sein Werk

„Lukas Hartmann kann das: Geschichte so erzählen, dass sie uns die Gegenwart in anderem Licht sehen lässt“ Augsburger Allgemeine

„Lukas Hartmann entfaltet eine große poetische Kraft, voller Sensibilität und beredter Stille.“ Neue Zürcher Zeitung

Bücher von Lukas Hartmann

Für Erwachsene

  • Pestalozzis Berg (1978); Neufassung: 1988
  • Gebrochenes Eis. (Autobiographische) Aufzeichnungen. (1980)
  • Mahabalipuram oder Als Schweizer in Indien. Ein Reisetagebuch (1982)
  • Aus dem Innern des Mediums (1985)
  • Einer stirbt in Rom (1989)
  • Die Seuche (1992)
  • Die Wölfe sind satt. Erzählung (1993)
  • Die Mohrin (1995)
  • Der Konvoi. Roman (1997)
  • Die Frau im Pelz. Leben und Tod der Carmen Mory (1999)
  • Die Tochter des Jägers (über Vivienne von Wattenwyl) (2002)
  • Die Deutsche im Dorf (2005)
  • Die letzte Nacht der alten Zeit (2007)
  • Bis ans Ende der Meere (über John Webber, den Expeditionsmaler auf James Cooks Südseereise 1776-1780) (2009)
  • Finsteres Glück ( 2010)
  • Räuberleben (2012)
  • Abschied von Sansibar (2013)
  • Auf beiden Seiten (2015)

Für Kinder und Jugendliche

  • Anna annA (1984) (1993 als Anna annA verfilmt)
  • Joachim zeichnet sich weg. Ein Roman für Kinder (1987)
  • Die wilde Sophie (1990)
  • So eine lange Nase (1994)
  • Gib mir einen Kuss, Larissa Laruss (1996)
  • Die fliegende Groma (1998)
  • Leo Schmetterling (2000)
  • Timi Donner im Reich der Kentauren (2000)
  • GloriaFuria und die schlimme Marie (2003)
  • Liebe 160. Die besten Messages über Liebe und Freundschaft (als Herausgeber) (2003)
  • Heul nicht, kleiner Seehund! Kinderroman (006)
  • Spuren in der Polenta (2007)

Sowie diverse Theateraufführungen, Hörspiele und Radiosendungen sowie Drehbücher für das Fernsehen.

 

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    ‚Das etruskische Lächeln‘ von José Luis Sampedro

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats März 2018: Ikarien von Uwe Timm

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    Ikarien von Uwe Timm

    Uwe Timm wendet sich in seinem neuen Roman wieder einem historischen Thema von aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz zu: Er beschreibt den intellektuellen Werdegang und wissenschaftlichen Forschungsweg des Eugenikers Alfred Ploetz.

    Einem internationalen Publikum bekannt wurde Timm mit seiner Novelle ‚Die Entdeckung der Currywurst‘.
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    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

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