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Im Herzen des Tals
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Im Herzen des Tals

Ein Jahr im Leben der Heckenbraunelle, eines kleinen Vogels in einem kleinen englischen Tal.

Im klirrenden Januar beginnt die Geschichte der Heckenbraunelle. Es gibt nichts mehr zu essen, alles ist im Schneesturm erfroren. Der kleine Vogel verlässt sein Revier, macht sich auf die Suche und findet schließlich Unterschlupf in einer Scheune. Ein Jahr begleiten wir die Heckenbraunelle, von dem erfolgreichen Überstehen des eiskalten Winters über die Suche nach einem treuen Gefährten bis zum mühsamen Nestbau in einer Hecke. Leben und Tod liegen dicht beieinander.
Das alles passiert in einem kleinen englischen Tal. Es erzählt von den Menschen, die dort wohnen, von den Tieren, die alle auf ihre eigene Art und Weise um die Erhaltung ihrer Art kämpfen. Ein bewegendes Jahr, das wir als Leser begleiten dürfen, obwohl die Hauptperson so klein ist.

Pressestimmen zu ‘Im Herzen des Tals’

„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich in den letzten Jahren ein anrührenderes, ergreifenderes Buch gelesen hätte als dieses.“ Elke Heidenreich im Buchtipp für WDR 2 
„Hinton beschreibt dieses Leben eines Vogels poetisch, liebevoll, unsentimental und erinnert uns an den Zusammenhang von Mensch, Natur, Tier. Es ist eines der schönsten und liebevollsten Bücher, die ich je gelesen habe.“ Elke Heidenreich

Leseprobe

Über Nigel Hinton

Nigel Hinton, geboren in London, arbeitete zunächst in der Werbung, wurde Schauspieler und zog sich schließlich zum Schreiben aufs Land zurück. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Heute lebt er in einem kleinen Dorf in der Grafschaft Kent.

Rezension unserer Testleserin Inga Janzen aus Bielefeld (zu ihrem Blog: www.ingajanzen.blogspot.de)

Von allen Möglichkeiten, einen Protagonisten für einen immerhin 280 Seiten starken Roman auszuwählen, wäre mir ein kleiner Vogel wie die Heckenbraunelle sicherlich als allerletztes eingefallen. Als ich davon las, fand ich die Idee dennoch irgendwie interessant und wurde neugierig auf Nigel Hintons Im Herzen des Tals, wenngleich ich dennoch skeptisch war. Was für einen Plot oder Spannungsbogen könnte ein solches Buch auch entwickeln?

Umso überraschender, dass das Buch ein echter Pageturner war, dessen Lektüre mich kaum zwei Tage kostete. Dabei handelt es genau von dem, was man beim Thema Heckenbraunelle erwartet. Die Nöte der Vögel im Winter, ihre augenscheinliche Lebensfreude im Frühling und Sommer, die sie durch Singen und Fliegen kundtun, die Partnersuche, Paarung und Aufzucht der Jungen.

Nigel Hinton erweist sich dabei aber als großartiger Erzähler, ohne übermäßig zu dramatisieren oder zu emotionalisieren schildert er diese Geschehnisse, erweist dabei aber der Natur mit ihrer Schönheit und lebensnotwendigen Grausamkeit des Tötens und Getötetwerdens – beziehungsweise dem Vergänglichen allgemein – den nötigen Respekt.

Das idyllische, britische Tal, das er entwirft, ist kein vollkommenes Paradies, aber fast – und es schwirrt vor Leben. Die dort wohnenden Menschen und ihr Schicksal sind Teil dieses Lebens, aber nicht ihr Mittelpunkt, wenngleich Hinton sich die Freiheit herausnimmt, einige kleine Hinweise auf die Störelemente einzustreuen, die der Mensch in die Natur bringt, wie Pestizide, Abgase und Autos, die allesamt den Tod bringen, auch wenn der Mensch dies selten wahrnimmt. Doch von diesen kleinen moralisierenden Momenten abgesehen, stellt er die Erlebnisse und Taten von Menschen und Tieren gleichwertig nebeneinander und verschiebt dabei mit Leichtigkeit die Wahrnehmungsperspektive des Lesers. Die Vogelwelt sieht man danach mit anderen Augen.

Spannung erzeugt er mit den kleinen Dramen der Natur, misslungenen Nistversuchen, der Zerstörung eines Geleges und der Bedrohung durch ein Kuckucksei im Braunellennest – nur um am Ende zusammenfassend all diese kleinen Leben, mit denen der Leser mitgefiebert hat, in wenigen Sätzen wieder zur Unbedeutendheit zurückzustufen, denn letzten Endes ist ein Vogelleben kurz und vor der Vielzahl der Bedrohungen überleben nur wenige das erste Lebensjahr.

Insgesamt eine sehr unterhaltsame und vor allem ungewöhnliche Lektüre.

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    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    ‘Die Fremde’ von Stefan Hertmans

    Eine Geschichte, passiert vor Tausend Jahren, und doch hat sich kaum etwas verändert: Intoleranz, religiöser Fanatismus, Flucht und die Suche nach Identität sind auch heute aktuelle Themen.

    Der Autor Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Sein Roman ist eine literarische Rekonstruktion ihrer Geschichte.

    Der belgische Autor Stefan Hertmans gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet.

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    Unsere Autorin des Monats:

    Anne Tyler

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    Seit 1965 veröffentlicht sie vorwiegend Romane, die das Schicksal verschiedener Protagonisten in wechselnden Perspektiven von erzählerischer Nähe bis hin zu psychologisierendem Fernblick thematisieren. Tyler wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Pulitzer Preis. Mehrere ihrer Werke wurden verfilmt.

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