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Kind aller Völker
Unionsverlag
EUR 12,95

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Kind aller Völker

Unser Buch des Monats Oktober 2015!

Die Buchpakete mit Exemplaren des Buches ‚Kind aller Völker‘ für die Mitglieder haben zwei Literaturkreise gewonnen: Ein privater Lesekreis aus Oldenburg, der sich in wechselnden Restaurants trifft sowie eine kleine Gruppe aus Wien und Stockholm, die via Skype diskutiert.

In der Tetralogie Bücher der Insel Buru des indonesischen Schriftstellers Pramoedya Ananta Toer, auf der Gefangeneninsel Buru begonnen und unter Stadtarrest vollendet, wird die Auseinandersetzung mit der Macht und den Mächtigen seit der Jahrhundertwende zum literarischen Leitthema. In Kind aller Völker, dem zweiten, in sich geschlossenen Band, steht der Journalist Minke, der junge Javaner aus adligem Hause, im Mittelpunkt. Als seine Frau von den holländischen Kolonialherren verschleppt wird, regt sich in Minke der Widerstand. Sein anfänglich überschwänglicher Glaube an die »Europäisierung« wird schwer erschüttert und weicht einer wachsenden Skepsis. Zusammen mit einer Bauernfamilie wagt er es, sich gegen die Landnahme der Holländer aufzulehnen.

Pressestimmen zum Buch

„Mit der Buru-Tetralogie hat Pramoedya Ananta Toer zweifellos ein literarisches Schlüsselwerk zur Kolonialgeschichte geschrieben, das zum unverzichtbaren Schatz der Weltliteratur zu zählen ist. Es sind Bücher der Hoffnung, nicht so sehr, weil der Kampf um Unabhängigkeit gelingen würde, sondern weil sie die Erfahrungen der Niederlage und das Wissen um ihre Hintergründe weitertragen und die Mauern der Unwissenheit einreissen.“ Beat Mazenauer

„Keine Regierung in Indonesien mochte die von Toer geäusserte Kritik an den Verhältnissen dulden. Der Roman-Zyklus, der ihn weltberühmt gemacht hat – ›Garten der Menscheit‹, ›Kinder aller Völker‹, ›Spur der Schritte‹, ›Das Glashaus‹ – erwuchs aus anfangs anderen Gefangenen auf Buru erzählten Geschichten.“ Thomas Waldmann, Basler Zeitung

Über Pramoedya Ananta Toer

Pramoedya Ananta Toer, geboren 1925 in Blora auf Java, ist der bedeutendste indonesische Schriftsteller. Während der Befreiungsbewegung gegen die holländische Kolonialherrschaft in Indonesien wurde er verhaftet. Im Gefängnis begann er zu schreiben. Im Zentrum von Toers Werk steht eine Romanreihe über die Anfänge des indonesischen Nationalismus, die 1981 verboten wurde. Der Autor stand viele Jahre unter Hausarrest. Er starb 2006 in Jakarta.

Die Presse über Toer

„Pramoedya ist ein Autor, der einer Nation nur einmal im Jahrhundert geschenkt wird.“ Die Zeit

„Pram ist ein Volksschriftsteller im besten Sinne dieses Wortes, dem nichts mehr zu wünschen ist als Leser im eigenen Lande und an dem nichts mehr zu bewundern ist als seine Unbeugsamkeit. Dass ein Autor seines Ranges weltweite Beachtung verdient, versteht sich von selbst.“ FAZ

„Seit vielen Jahren werbe ich für den indonesischen Autor Pramoedya Ananta Toer. Jetzt erst, spät, wird er den deutschen Lesern zugänglich. Dabei sind es vor allem seine Bücher, die uns das nach wie vor verschlossene Inselreich Indonesien und dessen wechselvolle Geschichte eröffnen; Bücher, die allen Widrigkeiten zum Trotz, entstanden sind und die den Leser, wenn er nur will, reich machen könnten.“ Günter Grass

„Faszinierend und bezaubernd an den Romanen Toers ist die lakonische, präzise Sprache, die scheinbare Distanz des Autors zu seinen Protagonisten und seine Empathie. Der Knall entsteht im Kopf der Lesenden.“ Jochanan Shelliem, Hessischer Rundfunk

„Hätte es je einen indonesischen Literaturnobelpreisträger gegeben, dann vermutlich ihn: Pramoedya Ananta Toer war mehrfach für die Auszeichnung nominiert, gewonnen hat er sie nie. Seine Werke aber gingen um die Welt, wurden in 37 Sprachen übersetzt.“ Monika Griebeler, Deutsche Welle, Bonn

„›Gott ist stets auf Seiten der Mächtigen und Gewinner‹, meint Toer. Auch wenn Letztere ihm jahrelang zusetzten, peinigten und ihn demütigten, empfindet Pram keinen Groll gegen sie. Keines seiner Werke ist vom Hass geprägt. Stattdessen erscheint die subtile, minuziöse Beschreibung seiner Umgebung als Angebot an die LeserInnen, das Bestehende zu erkennen, es zu verstehen, um Niederträchtiges zu überwinden.“ Rainer Werning, WOZ

Auszeichnungen

  • 1988 PEN/Barbara Goldsmith Freedom to Write Award.
  • 1989 The Fund for Free Expression Award, New York, USA.
  • 1992 English P.E.N Centre Award, Great Britain.
  • 1992 Stichting Wertheim Award, Netherland.
  • 1995 Ramon Magsaysay Award for Journalism, Literature, and Creative Communication Arts.
  • 1999 Doctor Honoris Causa from the University of Michigan.
  • 1999 Chancellor’s Distinguished Honor Award from the University of California, Berkeley.
  • 2000 Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres Republic of France.
  • 2000 11th Fukuoka Asian Culture Prize.
  • 2004 Norwegian Authors‘ Union award for his contribution to world literature and his continuous struggle for the right to freedom of expression.
  • 2004 Pablo Neruda Award, Chile
  • 2005 Global Intellectuals Poll by the Prospect.

Werke von Pramoedya Ananta Toer

  • Kranji-Bekasi Jatuh. 1947
  • Perburuan. („Das Gejagte/Jagdgebiet“) 1950
  • Keluarga Gerilya. 1950
  • Bukan Pasar Malam. 1951, deutsch: Mensch für Mensch. 1993
  • Cerita dari Blora. 1952, deutsch: Geschichten aus Blora.
  • Gulat di Jakarta. 1953
  • Korupsi. („Korruption“) 1954
  • Midah – Si Manis Bergigi Emas. 1954
  • Cerita Calon Arang. 1957
  • Hoakiau di Indonesia. 1960
  • Panggil Aku Kartini Saja I & II. 1962
  • Gadis Pantai. 1982, deutsch: Die Braut des Bendoro. 1996

Buru-Tetralogie:

  • Bumi Manusia. 1980, deutsch Garten der Menschheit. 1984
  • Anak Semua Bangsa. 1980, deutsch: Kind aller Völker. 1994
  • Jejak Langkah. 1985, deutsch: Spur der Schritte. 1998
  • Rumah Kaca. 1988, deutsch: Haus aus Glas. 2003
  • Arus Balik. 1995
  • Nyanyi Suni Seorang Bisu, catatan catatan dari P. Buru. 1995, deutsch: Stilles Lied eines Stummen. Aufzeichnungen aus Buru. 2000
  • Arok Dedes. 1999
  • Mangir. 1999
  • Larasati. 2000
  • Jalan Praya Pos, Jalan Daendels. 2005

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