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Book Club München-Waldperlach

1. BC (Book Club) Waldperlach

1. BC (Book Club) Waldperlach

Hat Ihr Literaturkreis einen Namen oder ein sich durch alle Treffen durchziehendes Thema?

Eigentlich hatten wir keinen Namen, außer Book Club, was unserem irischen Mitglied Anne geschuldet ist – aber nach längerer Diskussion konnten wir uns auf den 1. BC Waldperlach einigen. Das bietet Chancen für Trikots, Pompons, männliche Cheerleader …hier ging sofort unsere Phantasie mit uns durch.

Wie lange gibt es Ihre Gruppe schon?

Unseren Book Club gibt es jetzt seit 3 ½ Jahren.

Wie viele Mitglieder haben Sie? Wie viele Männer, wie viele Frauen? Wie alt sind Ihre Mitglieder?

Wir sind 5 Frauen zwischen 43 und … älter.

Wie oft treffen Sie sich? Wo?

Wir treffen uns alle 6-8 Wochen, jeweils reihum bei einer von uns zuhause.

Gibt es Speisen oder Getränke auf Ihren Treffen? Wenn ja, was essen Sie (Snacks, warm/kalt, mehrere Gänge)? Wer bereitet das Essen vor?

Aber sicher! Das Essen ist auf jeden Fall wichtig für uns. Von Häppchen bis zum indischen Menü gab es schon alles. Es gibt aber keinerlei Regel, sondern jeder macht was er möchte. Uns reichen auch Chips und Gummibärchen, aber ganz ohne können wir nicht. Das Essen bereitet immer der Gastgeber vor, allerdings bringt auch mal jemand etwas mit. Auch bei den Getränken ist die Palette breit. Von selbstgemachtem Waldmeistersirup, Wasser, alkoholfreiem Bier, über Hugo bis zu britischem Pimms, etc.

Wer leitet die Diskussion? Werden Informationen über den Autor/die Autorin oder das Buch vorbereitet? Wenn ja, von wem?

Leitet? Leider keiner! Mehr oder weniger abwechselnd (es sind doch immer die Gleichen) bereiten wir etwas zum Autor, zur Autorin vor. Manchmal überlegen wir uns vorab Fragen zu den Büchern, aber meistens ergibt sich eine Diskussion von alleine. Manche Bücher gibt es als spezielle Ausgabe für Literaturkreise mit Fragen und Anregungen zur Diskussion. Das ist sehr hilfreich.

Welche Arten von Büchern lesen Sie?

Unser Lesefutter beziehen wir nicht nur aus den Bestsellerlisten. Auch Skurriles, Klassisches und Seltenes findet seinen Weg auf unsere Literaturliste. Wir lesen jedoch nur Bücher, die es schon als Taschenbuchausgabe, antiquarisch oder in der Bücherei gibt, um unsere Geldbeutel zu schonen.

Wie wählen Sie Ihre Bücher aus? Wird bei jedem Treffen ein neues Buch ausgesucht oder bestimmen Sie die Bücher für mehrere Treffen?

Jeder bringt Vorschläge ein und in einem demokratischen Prozess (Einwurf einer Mitleserin: „Ich finde, dass es manchmal eher diktatorisch zugeht…“) wird immer ein oder manchmal auch zwei Bücher für das nächste Treffen ausgesucht. Wem das ausgewählte Buch mal gar nicht gefällt – der kann den Joker zücken, der einen von der Lektüre eines Buches pro Jahr entbinden kann.

Gibt es Bücher, die Sie aufgrund der Diskussion in Ihrer Gruppe anderen  Literaturkreisen empfehlen wollen?

Wir empfehlen Hermann Koch „Angerichtet“. Aber auch Gerard Donovan „Winter in Maine“, „Die Bienenhüterin“ von Sue Monk Kidd, „Die hellen Tage“ von Zsuzsa Bánk, Haruki Murakamis „Gefährliche Geliebte“ …hier könnten wir noch stundenlang weitermachen. Wir haben schon so viele tolle Sachen gelesen.

Welche Flops in der Buchauswahl hatten Sie schon?

Hier sind wir uns absolut einig: „Flauberts Papagei“ von Julien Barnes.

Sehr kontrovers sind wir auch bei dem Nobelpreisträger Mo Yan. „Das rote Kornfeld“ war für einige von uns ein echter Flop, für andere war es eine Herausforderung.

Wie erhalten Sie Ihren Spaß?

Da müssen wir uns nicht besonders anstrengen. Spaß an unseren Treffen haben wir immer. Wie jede Gruppe von Individuen haben aber auch wir manchmal Höhen und Tiefen, müssen mit Ablenkungen ringen,  Konzentration einfordern, Powerlesen oder gegen das Vergessen ankämpfen, aber gemeinsam bekommen wir das gut hin.

Welche Tipps können Sie anderen Literaturkreisen geben?

Wir finden die Gruppe sollte nicht zu groß sein. Außerdem sollte man sich nicht überfordern. Wir haben auch manchmal 2 Bücher gelesen und das hat manche in Stress versetzt. Wichtig ist auch, dass alle die Treffen ernst nehmen. Doodle sei Dank finden wir inzwischen auch leichter einen gemeinsamen Termin. Dokumentation ist gut, so führen wir eine Bücherliste, um zu wissen, was wir bereits gelesen haben. Mit Hilfe der Liste können wir in größeren Abständen auch bestimmen, welche Bücher Highlights oder Flops waren.

Haben Sie nette Anekdoten, die Sie mit anderen Literaturkreisen teilen möchten?

Der Gründungsakt für unseren Book Club ist vielleicht etwas ungewöhnlich gewesen. Der erste Book Club fand quasi an der Metzgertheke im Supermarkt satt. Der gesamte Verkehr im Supermarkt war für „Stunden“ blockiert, weil 2 Freundinnen, die feststellten, dass Sie zufällig gerade das gleiche Buch lesen, direkt dort in Diskussion gerieten. Viel gelacht haben wir auch, als eine unserer Mitleserinnen die Rutsche im Garten einer anderen ausprobieren wollte (nach dem Genuss eines Hugos), und sich dabei ihre Hose zerriss.

Gibt es noch etwas Besonderes oder Interessantes über Ihre Gruppe, das Sie gerne erzählen möchten?

Wir ziehen alle unseren Hut vor Anne, unsere irischen Mitstreiterin, die fast alle Bücher auf Deutsch liest (oder gut schummelt). Book Club statt Buchclub? Das ist ein Zugeständnis an Anne. Wenn sie schon Bücher auf Deutsch lesen muss, dann wenigstens für einen „Book Club“ und nicht für einen „Literaturkreis“.

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Die besten Buchempfehlungen und Buchtipps dieses Lesekreises und der anderen Literaturkreise des Monats haben wir für Sie zusammengestellt. » zu den Buchempfehlungen und Buchtipps

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Die Vorstellungen weiterer Literaturkreise oder Lesekreise finden sie hier.

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    ‘Das geträumte Land’ von Imbolo Mbue

    Zwei Familien in den USA, die den amerikanischen Traum leben wollen: Die Edwards, die vom Einkommen von Investmentbanker Clark hervorragend leben können und die Jongas, Immigranten aus Kamerun, die in den USA ein besseres Leben suchen. Das Leben der Familien verknüpft sich, als Familienvater Jende bei den Edwards als Chauffeur beginnt. Doch dann kommt die amerikanische Finanzkrise und die Träume beider Familien zerplatzen…

    Imbolo Mbue wurde in Kamerun geboren und lebt seit über 10 Jahren in den USA. Ihr Debütroman wurde 2017 mit dem renommierten PEN/Faulker Literaturpreis ausgezeichnet.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor und verlosen ein Buchpaket vom Verlag Kiepenheuer & Witsch an einen Lesekreis:

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    Unsere Autorin des Monats:

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