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Literaturkreis der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde, Ingelheim

Hat Ihr Literaturkreis einen Namen oder ein sich durch alle Treffen durchziehendes Thema?

Unser Literaturkreis nennt sich einfach „Literaturkreis der Gustav-Adolf-Kirchengemeinde“. Ein durchgängiges Thema haben wir nicht.

Wie lange gibt es Ihre Gruppe schon?

Unser Literaturkreis existiert seit Dezember 2009.

Wie viele Mitglieder haben Sie? Wie viele Männer, wie viele Frauen? Wie alt sind Ihre Mitglieder?

Es besuchen ungefähr 15 Menschen regelmäßig den Literaturkreis, davon 3 Männer. Sieben Menschen kommen ab und zu, davon 2 Männer. Das Altersspektrum reicht von 40-75 Jahren.

Wie oft treffen Sie sich? Wo?

Wir treffen uns vierteljährlich in den Räumlichkeiten unserer Kirchengemeinde.

Gibt es Speisen oder Getränke auf Ihren Treffen? Wenn ja, was essen Sie (Snacks, warm/kalt, mehrere Gänge)? Wer bereitet das Essen vor?

Zu dem Konzept unseres Literaturkreises gehört am Ende ein gemeinsames Essen, das zum besprochenen Buch passt.

Als ich einen Freund fragte, ob er sich vorstellen könnte, mit mir einen Literaturkreis zu gründen, bejahte er dies sehr schnell. Wir suchten ein Konzept, das sich von den anderen Kreisen abhob, die an unserem Wohnort schon existierten. Vor allen Dingen wollten wir eine Gruppe haben, in der sich jeder traut, etwas zum Buch zu sagen und niemand Angst haben muss, dass seine Beiträge nicht intellektuell genug seien. Uns kam die Idee, dass ein gemeinsames Essen sehr förderlich für den Gemeinschaftssinn ist und eine Gruppe zusammen schweißt.

Unser erstes Buch war „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. Dazu gab es einen spanischen Eintopf mit Chorizo-Wurst und einen Pilgerkuchen zum Nachtisch.

Mittlerweile haben wir über 20 Bücher gelesen und überlegen, ob wir ein kleines Büchlein mit Lesetipps und den Rezepten dazu veröffentlichen.
Ein paar Beispiele:
Zu die „Eleganz des Igels“ von Muriel Barbary gab es französische Pasteten und eine Schoko-Torte in Form eines Igels, zu „Schneezeit“ von Vera Bleibtreu, einem Regionalkrimi, gab es Kartoffelsuppe mit Blutwurst, Stichbrust mit Grüner Soße und zum dessert Blutpflaumen.
Zuletzt haben wir „Die Frau auf der Treppe“ von Bernhard Schlink gelesen und dazu australische Pasteten und Pavlova gegessen.

Dieses Konzept kommt sehr gut an. Das Essen wird hauptsächlich von meinem Leitungs-Partner gekocht, der auch gelernter Koch ist.

Wer leitet die Diskussion? Werden Informationen über den Autor/die Autorin oder das Buch vorbereitet? Wenn ja, von wem?

Meistens gebe ich eine Einführung zum Buch und auch Informationen zum Autor in die Gruppe als Input. Ich gestalte auch eine thematische Mitte, die zur Lektüre passt. Mittlerweile ist es so, dass schon viele Mitglieder mit Notizen oder Fragen oder Zeitungsartikeln zum Buch in den Kreis kommen. Das freut uns sehr. Die Diskussion leiten wir zu zweit.

Welche Arten von Büchern lesen Sie?

Wir lesen hauptsächlich Belletristik und zeitgenössische Literatur.

Wie wählen Sie Ihre Bücher aus? Wird bei jedem Treffen ein neues Buch ausgesucht oder bestimmen Sie die Bücher für mehrere Treffen?

Am Ende eines jeden Treffens wird das nächste Buch gemeinsam ausgesucht. Wir haben eine Vorschlagsliste, die ständig ergänzt wird. Jeder Teilnehmer kann ein Buch vorschlagen. Unser größtes Projekt war das Buch „Die 40 Tage des Musa Dagh“ von Franz Werfel. Den Termin zur Besprechung haben wir ein Jahr im Voraus festgelegt, damit sich jeder die Lektüre von mehr als 1000 Seiten einteilen konnte.

Gibt es Bücher, die Sie aufgrund der Diskussion in Ihrer Gruppe anderen Literaturkreisen empfehlen wollen?

Ja, die gibt es. „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbarie, „Schweigeminute“ von Sigfried Lenz, „Der Schneekristallforscher“ von Titus Müller, „Das verborgene Wort“ von Ulla Hahn, „Who the fuck is Kafka“ von Lizzie Doron habe bei uns zu den meisten Diskussionen geführt.

Welche Flops in der Buchauswahl hatten Sie schon?

Richtige Flops hatten wir keine. Es gab Bücher, die sehr polarisierten, aber das führt ja auch zu Diskussionen.

Wie erhalten Sie Ihren Spaß?

Solange es gute Bücher gibt, habe ich keine Angst, dass uns die Freude am Lesen verlässt.

Welche Tipps können Sie anderen Literaturkreisen geben?

Mit einer bunten Mischung bei der Literaturauswahl erreicht man vermutlich auch sehr verschiedene Menschen, Männer und Frauen, ältere und jüngere. Die Mischung macht’s und bringt gute Diskussionen.

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Die besten Buchempfehlungen und Buchtipps dieses Lesekreises und der anderen Literaturkreise des Monats haben wir für Sie zusammengestellt. » zu den Buchempfehlungen und Buchtipps

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  • Unser Buch des Monats März 2018: Das etruskische Lächeln von José Luis Sampedro

    Unser Buch des Monats:

    ‚Das etruskische Lächeln‘ von José Luis Sampedro

    Kinostart: 12. April!

    Sampedro erzählt die bewegende Geschichte eines grantigen alten Mannes, der sich aus gesundheitlichen Gründen vom Land auf den Weg in die Stadt zu seinem Sohn macht. Sie hatten sich über die Jahre entfremdet und zunächst fällt es beiden schwer einen Zugang zueinander zu finden.

    José Luis Sampedro wurde 1917 in Spanien geboren und starb 2013. ‚Das etruskische Lächeln‘ war sein bekanntester Roman.

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor und verlosen ein Buch-/Filmpaket an einen Lesekreis:
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  • Unsere Neuentdeckung des Monats März 2018: Ikarien von Uwe Timm

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Ikarien von Uwe Timm

    Uwe Timm wendet sich in seinem neuen Roman wieder einem historischen Thema von aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz zu: Er beschreibt den intellektuellen Werdegang und wissenschaftlichen Forschungsweg des Eugenikers Alfred Ploetz.

    Einem internationalen Publikum bekannt wurde Timm mit seiner Novelle ‚Die Entdeckung der Currywurst‘.
    Übrigens: Von wenigen Autoren empfehlen wir auf unserer Webseite so viele Bücher wie von Uwe Timm.

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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  • Unser Autor des Monats März 2018: Heinrich Böll

    Unser Autor des Monats:

    Heinrich Böll

    Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit der jungen Bundesrepublik auseinander.

    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

    Wir stellen Heinrich Böll ausführlich vor und verlosen mehrere Buchpakete vom dtv-Verlag an Lesekreise:
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