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Tahar Ben Jelloun

Unser Autor des Monats Mai 2015!

Der marokkanische Schriftsteller, der in Paris lebt, gilt aktuell als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Mahgreb. Für “Die Nacht der Unschuld” erhielt er 1987 als erster nordafrikanischer Autor den Prix Goncourt. Auch seine Bücher ‘Papa, was ist ein Fremder’ und ‘Papa, was ist der Islam’, die er für seine Tochter schrieb, wurden internationale Bestseller. 

Dank der Spende des Berlin Verlages konnten wir drei Buchpakete an Lesekreise verlosen. Die Pakete enthalten jeweils 9 Bücher von Tahar Ben Jelloun: 5 x ‚Der Islam der uns Angst macht‘, 3 x ‚Sohn ihres Vaters‘ und 1 x ‚Eheglück‘.

Gewonnen haben der Lesekreis ‚Rotkehlchen‘ aus Wesel, eine Gruppe aus Bad Honnef und die Literaturfreu(n)de Betzingen.

Herzlichen Glückwunsch wünschen Mein-Literaturkreis.de und der Berlin Verlag

Tahar Ben Jelloun wurde 1944 in Fès (Marokko) geboren. Nach der Schule begann er ein Philosophiestudium an der Universität in Rabat, wo er auch seine ersten Gedichte verfasste, die in dem Sammelband Hommes sous linceul de silence 1971 erschienen sind. Nach Abschluss seines Studiums unterrichtete er Philosophie in Marokko, musste jedoch 1971 nach Frankreich emigrieren, da die Lehre der Philosophie arabisiert wurde und er dafür nicht ausgebildet war. Er promovierte in sozialer Psychiatrie, wovon auch seine Werke beeinflusst wurden (z. B. La Réclusion solitaire, 1976). Ab 1972 schrieb er regelmäßig für Le Monde.

Tahar Ben Jelloun lebt mit seiner Frau und seiner Tochter Mérième, für die er einige pädagogische Bücher geschrieben hat, in Paris. In Le Racisme expliqué à ma fille (deutsch: „Papa, was ist ein Fremder?“) von 1997 erklärt er, warum Rassismus entsteht und wie man dem entgegenwirken kann. Dieses Kinderbuch und L’Islam expliqué aux enfants (deutsch: „Papa, was ist der Islam?“), wurden zu internationalen Bestsellern. Er gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur des Maghreb.

Webseite von Tahar Ben Jelloun (französisch): www.taharbenjelloun.org

Auszeichnungen

  • 1987: Prix Goncourt für La Nuit Sacrée (erste nordafrikanische Autor, der diesen französischen Literaturpreis erhielt)
  • 1994: Grand Prix littéraire du Maghreb
  • 2004: irischen Literaturpreis IMPAC für ‚Cette aveuglante absence de lumière‘ (deutsch: „Das Schweigen des Lichts“)
  • 1988: Ernennung zum Ritter und 2008 zum Großoffizier der Ehrenlegion
  • 2008: Ehrendoktorwürde der Universität Montreal
  • 2011: Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück

Stimmen zu Tahar Ben Jelloun

»Der marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun gilt als bedeutendster Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb.« ORF, ‚ZIB‘

Werke von Tahar Ben Jelloun

  • Harrouda (1973)
  • La Réclusion solitaire (1976)
  • Les amandiers sont morts de leurs blessures (1976)
  • La Mémoire future – Anthologie de la nouvelle poésie du Maroc Maspero (1976)
  • La Plus Haute des solitudes (1977)
  • Moha le fou, Moha le sage (1978)
  • A l’insu du souvenir (1980)
  • La Prière de l’absent (1981)
  • La Réclusion solitaire (1981)
  • L’Ecrivain public (1983)
  • Hospitalité française, 1997 et “ Points Actuels „, n° A65 (1984)
  • La Fiancée de l’eau (1984)
  • L’Enfant de sable (1985); deutsch: Sohn ihres Vaters
  • La Nuit sacrée (1987); deutsch: Die Nacht der Unschuld
  • Jour de silence à Tanger, 1990; deutsch: Tag der Stille in Tanger, Roman.
  • Les Yeux baissés (1991)
  • Alberto Giacometti (1991)
  • La Remontée des cendres (1991)
  • L’Ange aveugle (1992); deutsch: Der blinde Engel
  • L’Homme rompu (1994); deutsch: Der korrumpierte Mann
  • La Soudure fraternelle (1994)
  • Poésie complète (1995)
  • Le Premier amour est toujours le dernier (1995)
  • Les Raisins de la galère (1996); deutsch: Die Früchte der Wut
  • La Nuit de l’erreur (1997); deutsch: Zina oder Die Nacht des Irrtums
  • Le Racisme expliqué à ma fille (1998; erheblich erweiterte Neuausgabe 2009); deutsch: Papa, was ist ein Fremder?
  • L’Auberge des pauvres (1999)
  • Labyrinth des sentiments, Stock, Paris 1999; deutsch: Labyrinth der Gefühle
  • Cette aveuglante absence de lumière (2001); deutsch: Das Schweigen des Lichts
  • L’Islam expliqué aux enfants (2002); deutsch: Papa, was ist der Islam?
  • Le dernier ami (2004); deutsch: Der letzte Freund
  • Partir (2006)
  • Yemma – Meine Mutter, mein Kind (2007)
  • Sur ma mère (2008)
  • Au pays (2009); deutsch: Zurückkehren
  • Beckett et Genet, un thé à Tanger (2010)
  • Jean Genet, menteur sublime (2010); deutsch: Jean Genet, der herrliche Lügner
  • L’étincelle (2011); deutsch: Arabischer Frühling
  • Le Bonheur conjugal (2012), deutsch: Eheglück
  • Der Islam, der uns Angst macht (2015)

 

  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Ein Kind namens Hoffnung von Marie Sand

    20 Jahre, von 1938 – 1958, umspannt der Debütroman der Berliner Autorin. Als LeserIn wird man mitgenommen in das Leben von Elly Berger, die von der Köchin in einer jüdischen Familie zur heimlichen Heldin wird. Sie rettet deren Sohn Leon vor den Nazis, um ihn nach Ende des Krieges den Eltern zurück zu geben. Doch ihre Flucht aus Berlin wird beschwerlicher, dauert länger und endet anders, als geplant.

    „Als Autorin will ich die wahren Schicksale verstehen… Ich will nachfühlen, wie es wirklich geschah.“, so beschreibt die Autorin Marie Sand die Motivation für ihren historischen Roman.

    Wir stellen den Roman und die Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen sowie weitere Infos zusammengestellt.

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    Wilhelm Tell – wer kennt ihn nicht, den legendären Schweizer Freiheitskämpfer, der mit dem Apfelschuss seiner Armbrust berühmt wurde? Oder die literarische Adaption von Friedrich Schiller? Später hat Max Frisch mit ‚Wilhelm Tell für die Schule‘ den Mythos nüchtern und aus einer anderen Perspektive erzählt.

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