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Die Pest

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Persönliche Bewertung:
4,1/5 (16)

Eignung für Lesekreise:
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Die Pest

Albert Camus‘ erfolgreichster Roman «Die Pest», 1947 in Frankreich erschienen, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. Der Roman wurde zumeist als politische Allegorie oder als existentialistische Parabel gelesen. Albert Camus seziert hellsichtig das menschliche Handeln im Angesicht der Katastrophe: Die algerische Stadt Oran wird von einer rätselhaften Erscheinung heimgesucht. Die Ratten kommen aus den Kanälen und verenden auf den Straßen. Kurze Zeit später sterben die ersten Menschen an einem heimtückischen Fieber. Schließlich erkennt man: Die Pest wütet in der Stadt. Erst nach einem scheinbar endlosen Jahr verschwindet die Seuche, und die Überlebenden feiern ihre Erlösung.

«Natürlich wissen wir, daß die Pest ihr Gutes hat, daß sie die Augen öffnet, zum Nachdenken zwingt. Aber gleichgültig, welche Größe einzelne ihr abgewinnen, muß man ein Irrer, ein Verbrecher oder ein Feigling sein, um die Pest zu bejahen.» (Albert Camus)

Leseprobe aus ‚Die Pest‘ von Albert Camus

Über Albert Camus

Ausführliche Informationen zum Leben und Werk von Albert Camus finden Sie auf unserer Camus-Autorenseite. » zur Albert Camus – Autorenseite

Über das Buch ‚Die Pest‘

Nach fünfjähriger Arbeit wurde das Buch 1947, also kurz nach Kriegsende, veröffentlicht. Schnell wurde es ein großer Erfolg. Das Buch gilt als einer der bedeutendsten Romane der Résistance, der französische Widerstandsgruppe im Zweiten Weltkrieg, und der französischen Nachkriegsliteratur. ‚Die Pest‘ gehört vor allem in Frankreich zur schulischen Pflichtlektüre.

In vielen Ländern wurde das Werk auch als Theaterstück aufgeführt, da die Handlung die Struktur eines Dramas mit fünf Akten aufweist.

Durch Rieux, dem Arzt und Hauptfigur im Roman, entdeckte Camus während der Erstellung des Romans eine neue Art des Humanismus, die Solidarität. Camus spannt den inhaltlichen Bogen vom Absurden über die Revolte bis hin zum Humanismus. Solidarität, Zusammenarbeit und eigenständiges Handeln sieht Camus in seiner Philosophie als höchste menschliche Werte.

Gabriel García über ‚Die Pest‘

«Camus irrt sich nicht in seinem Roman. Das Drama sind nicht die, die durch die Hintertür zum Friedhof entwischen – und für die die Angst vor der Pest endlich vorbei war –, sondern die Lebenden, die in ihren stickigen Schlafzimmern Blut schwitzten, ohne der belagerten Stadt entfliehen zu können.»

Weiterführende Literatur

Auf der Wikipedia-Seite für das Buch gibt es weitere – für das Verständnis des Buches oder eine tiefergehende Diskussion – hilfreiche Informationen zum Buch wie Inhalt und Aufbau, Personenkonstellationen und seine Einordnung in Camus Philosophie: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Pest

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