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Atemübungen

Atemübungen schildert einen einzigen Tag im Leben von Maggie und Ira Moran, beide sind um die fünfzig und seit achtundzwanzig Jahren ein Ehepaar. Am frühen Morgen steigen sie ins Auto, um Maggies bester Freundin bei der Beerdigung ihres Mannes beizustehen, sie haben eine lange Fahrt vor sich. Auch wenn es kein Tag ist wie jeder andere, auch wenn er Erinnerungen weckt und sie ihn dazu nutzen, ihren gemeinsamen Lebensweg zu rekapitulieren, so bleibt er doch ganz im Rahmen dessen, was das Ehepaar für Normalität hält. Mit ihrer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe, psychologischem Feinsinn, Witz und erzählerischer Kraft fängt Anne Tyler Muster und Rituale dieser Ehe ein und spürt dabei Gesetzmäßigkeiten von verblüffender Allgemeingültigkeit auf.

Pressestimmen

»Gefühlvolles Abschiednehmen ohne Kitsch!« Woman

»Abschied für Anfänger ist mein aktuelles Sommerlieblingsbuch, denn wie Anne Tyler das macht, uns ihre Figuren nahezubringen, sensibel, aber ohne psychologisches Brimborium und mit viel Witz, das ist erstklassig.« HR 1

»Ein berührendes Buch.« Bücher

Leseprobe ‚Atemübungen‘

Mein-Literaturkreis.de Rezension
von Literaturkreismitglied Silke K., Bad Honnef

„Das Besondere an diesem Buch war aus meiner Sicht, dass nichts besonders war. … Interessant für eine Diskussion im Lesekreis.“

Bewertung des Buches: ✮ ✮ ✮ ✮ ✰
Bewertung der Eignung zur Diskussion in Literaturkreisen:✮ ✮ ✮ ✮ ✰

Das Thema des Buches finde ich sehr reizvoll: Ein seit 28 Jahren verheiratetes Ehepaar verbringt einen langen Tag im Auto und schwelgt in Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Maggie und Ira Moran werden sehr fein portraitiert, der Leser ist schnell „drin“ im Leben der beiden. Maggie hat die Angewohnheit, sich gerne in das Leben anderer einzumischen. Trennt sich der Sohn von der Schwiegertochter, springt sie in die Bresche und versucht beide, wieder zusammenzubringen – Notlügen nicht ausgeschlossen. In Maggies Lebensentwurf muss eben alles passen – und was nicht passt, wird passend gemacht. Und Ira? Schweigt…

Das Besondere an diesem Buch war aus meiner Sicht, dass nichts besonders war. Die Autorin „beobachtet“ ein ganz normales Paar, dessen Ehe nicht besonders begonnen hat (vom falschen Kondolenzschreiben einmal abgesehen…) und nicht besonders verlaufen ist. Sie bekommen zwei Kinder. An beiden gibt es das ein oder andere auszusetzen – aber im Grunde läuft alles in seichten Bahnen. Und gerade das ist spannend – denn das Leben der beiden erfährt dadurch eine gewisse Allgemeingültigkeit und wird zu etwas völlig Banalem. Ein Zitat, das mir dazu einfällt (stammt aus einer Frauenzeitschrift-Kolumne): „Wenn Du wüsstest, wie langweilig mein Leben ist, würdest Du weinen.“

Und so ging es mir letzten Endes auch. Das Buch ließ mich in einem nicht genau zu definierenden desolaten Zustand zurück. Das kann wohl passieren, wenn man ein ganzes Leben Revue passieren lässt und ahnt, dass nichts Besonderes bleibt.

Interessant für eine Diskussion im Lesekreis, finde ich. Ich empfehle, während der Besprechung ausreichend Gin Tonic zu servieren 🙂

Über Anne Tyler

Anne Tyler wurde 1941 in Minneapolis, Minnesota, geboren und ist »eine der erfolgreichsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur« (ZEITmagazin). Sie ist Preisträgerin des Pulitzerpreises und des Sunday Times Awards für ihr Lebenswerk.

Zu Anne Tyler haben wir eine ausführliche Autorenseite zusammengestellt: » zur Autorenseite von Anne Tyler

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats Juli 2018: Kaltenbruch von Michaela Küpper

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

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    Michaela Küpper wurde im Rheinland geboren und wohnt dort heute wieder. Sie arbeitet als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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  • Unser Buch des Monats Juli 2018: Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern von Randi Crott und Lillian Crott Berthung

    Unser Buch des Monats:

    ‚Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern‘ von Randi Crott und Lillian Crott Berthung

    Norwegen, 1942: Lillian und Helmut verlieben sich. Doch die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Wehrmachtssoldaten gilt als Verrat, denn Deutschland hat Norwegen besetzt. Außerdem hat Helmut ein Geheimnis: Er ist der Sohn einer Jüdin.

    2016 wurde die Lebensgeschichte von Lillian Crott Berthung als Dokumentarfilm verfilmt.

    Randi Crott ist Radio- und Fernseh-Journalistin. Zusammen mit ihrer Mutter rekonstruiert sie den Lebensweg ihrer Eltern. Sehr bewegend!

    Wir stellen das Buch und die Autorinnen ausführlich vor und verlosen mehrere Buchpakete vom Dumont-Verlag an Lesekreise:
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  • Unser Autor des Monats Juli 2018: Julian Barnes

    Unser Autor des Monats:

    Julian Barnes

    Julian Barnes ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Mit Flauberts Papagei, seinem dritten Roman, gelang Barnes 1984 der internationale Durchbruch. Mit mehreren seiner Bücher stand er auf der Shortlist des renommierten Man Booker Prize, den er 2011 für ‚Vom Ende einer Geschichte‘ erhielt.

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