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Mutter Courage und ihre Kinder

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Mutter Courage und ihre Kinder

Mutter Courage und ihre Kinder, eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg.

Das Stück handelt von der Marketenderin Mutter Courage, die mit ihren Kindern durch die Lande zieht und versucht, »ihren Schnitt« am 30jährigen Krieg zu machen. Brechts Parabel zeigt jedoch, »daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleinen Leuten gemacht werden«. Mutter Courage verliert ihre Kinder durch einen Krieg, den sie selbst gefördert hat.

Über ‚Mutter Courage und ihre Kinder‘

Am 19. April 1941 feierte Bertolt Brechts Stück Mutter Courage und ihre Kinder seine Uraufführung am Schauspielhaus Zürich in der Regie von Leopold Lindtberg. Seither gab es mehr als 400 Neuinszenierungen im deutschsprachigen Raum.

1949 wurde das von Brecht und seiner Frau Helene Weigel gegründete »Berliner Ensemble« mit Brechts Mutter Courage eröffnet. Brecht wollte sichtbar machen, »daß hier ein entsetzlicher Widerspruch bestand, der einen Menschen vernichtete, ein Widerspruch, der gelöst werden konnte, aber nur von der Gesellschaft selbst.«

»Was eine Aufführung von Mutter Courage«, schrieb Brecht einmal, »hauptsächlich zeigen soll: Daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleinen Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß.«

Video

Das Lied der Mutter Courage interpretiert von *Cherrys Band* in der Traube Durlach 1984. Mit kurzer Einführung. (Dauer: ca. 6 Minuten)

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Über Bertolt Brecht

Bertolt Brecht wurde am 1898 in Augsburg geboren. Schon als Schüler provozierte er mit seinen Texten, als junger Dramaturg feierte er bei den Münchner Kammerspielen seinen ersten Erfolg mit dem Drama „Trommeln in der Nacht“, das ihm den Kleist-Preis einbrachte (1922). Doch Brecht zog es nach Berlin, wo er in Zusammenarbeit mit Kurt Weill u. a. „Die Dreigroschenoper“ inszenierte (1928). Vor allem wegen der marxistischen Ideen in seinen Abhandlungen, Dramen und Gedichten musste Brecht 1933 Deutschland verlassen. Bei seiner Rückkehr 1947 brachte er wunderbare neue Werke mit aus dem Exil, so „Das Leben des Galilei“ und „Mutter Courage und ihre Kinder“. Mit dem „Berliner Ensemble“ erfüllte sich 1949 Brechts Traum vom eigenen Theater. Er starb 1956 in Berlin.

Wir haben zu Bertolt Brecht eine ausführliche Autorenseite erstellt.

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