• Die Literaturcommunity für Lese- und Literaturkreise und anspruchsvolle LeserInnen.

    • die besten Buchtipps
    • Tipps zur Gründung, Buchauswahl und Diskussion
    • Infos zu Literatursendungen, -festivals und Auszeichnungen


Das Muschelessen

0

Persönliche Bewertung:
4,1/5 (19)

Eignung für Lesekreise:
1/5 (1)


Kaufen mit einem Klick: » Lieblingsbuchhandlung » bei Amazon kaufen » bei Thalia kaufen » bei Borromedien kaufen

Das Muschelessen

Unser Buch des Monats November 2016!

Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zähe Wartezeit zu überbrücken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspätet, desto offener wird das Gespräch, desto umbarmherziger der Blick auf den autoritären Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht.

Pressestimmen

„Birgit Vanderbeke zeichnet in diesem literarischen Debüt, das ihr den Ingeborg-Bachmann-Preis eintrug, ihren maschinenhaft kalkulierenden ,Helden’ mit eisiger Genauigkeit.“ Der Spiegel

Am Ende der Erzählung wandert ein ideologischer Grundpfeiler des Bürgertums auf den Müll: die Idee der Familie. Das Idyll der Geborgenheit und Sicherheit erweist sich als Mischung aus Heiliger Inquisition, Sträflingsgaleere und Gummizelle.“ Die taz

Über das Buch

‚Das Muschelessen‘ war Vanderbekes erstes Buch. Für einen Text aus dem Buch erhielt sie 1990 den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Es ist Schullektüre.

Das Buch wurde mehrfach als Theaterstück gespielt.
Ein kurzer Ausschnitt (Dauer: 5 Minuten) einer Aufführung von 2012:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Birgit Vanderbeke über das Buch

„Meine Familie ist 1961, kurz vor dem Bau der Mauer, vom Osten in den Westen gegangen. Ich war praktisch von eben auf jetzt fremd, erst im Lager, dann in der Umgebung, wo ich aufgewachsen bin. Ich bin ganz lange ein Ostkind gewesen. So kam das ‚Muschelessen‘ in Gang. Ich habe es im August 1989 geschrieben, als ich mir klarmachte, dass all diese Leute, die vom Osten in den Westen kommen, ‚Ostmenschen‘ sein werden… Das Fremdsein ist mit Sicherheit häufig ein Schreibanlass, denn auch im Vertrautsein liegt eine große Fremdheit, die katastrophal werden oder die gemeistert werden kann. Über diese Dinge erzähle ich.“ (aus ‚Maggiwürfel‘ in Hans Jürgen Balmes ‚Mein erstes Buch‘, 2002)

Über Birgit Vanderbeke

Birgit Vanderbeke wurde 1956 im brandenburgischen Dahme geboren. Im Alter von fünf Jahren übersiedelte ihre Famile in den westlichen Teil Deutschlands nach Frankfurt/Main. Dort studierte sie Jura, Germanistik und Romanistik. Seit 1993 lebt sie als freie Autorin in Südfrankreich. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet.

Text ‚Ja kann man denn davon leben?‘
(Vorwort zu Vanderbekes Buch ‚Bettel- und Brandbriefe berühmter Schriftsteller‘, erschienen 2006), in dem sie über ihre eigenen Erfahrungen beim Versuch vom Schreiben zu leben, beschreibt.

Webseite der Autorin: www.birgitvanderbeke.com

Interview mit Birgit Vanderbeke
(Leselust 2011, Thema: Buch ‚Das lässt sich ändern‘, Dauer: ca. 10 Minuten)

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Auszeichnungen

  • 1990 Ingeborg-Bachmann-Preis für den Vortrag ihres Wettbewerb-Textes aus „Muschelessen“
  • 1997 Kranichsteiner Literaturpreis für ihr Gesamtwerk
  • 1999 Solothurner Literaturpreis
  • 1999 Roswitha-Preis
  • 2002 Hans-Fallada-Preis
  • 2007 Brüder-Grimm-Professur an der Universität Kassel

Bücher von Birgit Vanderbeke

  • Das Muschelessen, Erzählung, 1990
  • Fehlende Teile, Erzählung, 1992
  • Gut genug, Erzählung, 1993
  • Ich will meinen Mord, 1995
  • Friedliche Zeiten, 1996
  • Alberta empfängt einen Liebhaber, Erzählung 1997
  • Ich sehe was, was Du nicht siehst, 1999
  • Hexenreden (mit Gisela von Wysocki und Marlene Streeruwitz). In: Göttinger Sudelblätter, 1999
  • Ariel oder der Sturm auf die weiße Wäsche. In: Rede an die Abiturienten des Jahrgangs 2000, 2001
  • Abgehängt, Erzählung, 2001
  • Gebrauchsanweisung für Südfrankreich, 2002
  • Geld oder Leben, 2003
  • Schmeckt’s? Kochen ohne Tabu, 2004
  • Sweet sixteen, 2005
  • Ich bin ganz, ganz tot in vier Wochen – Bettel- und Brandbriefe berühmter Schriftsteller, 2006
  • Die sonderbare Karriere der Frau Choi, 2007
  • Das lässt sich ändern, 2011
  • Die Frau mit dem Hund, 2012
  • Der Sommer der Wildschweine, 2013
  • Ich freue mich, dass ich geboren bin, 2016

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*

  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

    Cape Haven, eine Kleinstadt in Kalifornien. Walk, Vincent, Martha und Star waren als Teenager enge Freunde. Doch ein Fehler ändert alles.

    30 Jahre später kommt Vincent aus dem Gefängnis. Walk, inzwischen der örtliche Polizist, kümmert sich um seinen Jugendfreund und um Star, die zwar zwei Kinder, aber ihr Leben nicht im Griff hat. Ihre Tochter Duchess ist 13 Jahre alt und versucht verzweifelt, die kleine Familie zusammenzuhalten.

    Doch die Vergangenheit ist nicht vergessen und die Zukunft bringt weitere tragische Ereignisse.

    Wir stellen den Roman und den Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zusammengestellt.

    » zum Buch

  • Aktuelle Literaturverfilmungen

    Literaturverfilmungen – Vorschau:

    Meinen Hass bekommt ihr nicht (ab 10.11.)

    Sonne und Beton (ab 22.9.)

    Der Gesang der Flusskrebse (ab 18.8.)

    Aktuelle Literaturverfilmungen: 

    Alles ist gutgegangen (ab 14.4.)

    Loving Highsmith (ab 7.4.)

    » Mehr Infos

  • Unser Taschenbuch des Monats: Das entschwundene Land von Astrid Lindgren

    Taschenbuch des Monats:

    Das entschwundene Land von Astrid Lindgren

    „Es gibt ja kein Alter, in dem man alles so irrsinnig intensiv erlebt wie in der Kindheit. Wir Großen, die doch selbst einmal Kinder gewesen sind, sollten uns daran erinnern, wie das war.“ Dieses Zitat ist von der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorin Astrid Lindgren, die am 28. Januar vor 20 Jahren gestorben ist.

    In ihrer Autobiografie ‚Das entschwundene Land‘ beschreibt sie ihre Kindheit in Schweden.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor, inklusive Themen für eine gute Diskussion in Ihrem Lesekreis.

    » zum Buch

  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

    Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wurde das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse. 2021 haben rund 850 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 35 Buchtipps!

    »zu den Buchtipps

  • ONLINE DISKUTIEREN:

    UNSER FACEBOOK-LESECLUB

    Ab 1. APRIL: +++ DER GROSSE SOMMER VON EWALD ARENZ +++

    Jeden Monat ein neues Buch diskutieren.

    >> Weitere Informationen

    >> Zur Anmeldung

  • Umfrage

    FÜR LESEKREISMITGLIEDER: Wie viele Bücher lesen Sie persönlich im Jahr? (inklusive der Bücher, die Sie für Ihren Lesekreis lesen)

    » Ergebnisse anzeigen