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Die Laute

Wie klingt Musik, wenn man sie nicht hören kann? Michael Roes erzählt in ›Die Laute‹ die Geschichte von Asis, einem jemenitischen Jungen, der von Melodien erfüllt ist, nachdem er von einem Blitz getroffen wurde, und der sein Hörvermögen verliert, nachdem er einer brutalen Bestrafung unterzogen wurde. Asis erlernt die Gebärdensprache und erkämpft sich seine Position und seine Haltung als Gehörloser in der Welt der Hörenden. Es verschlägt ihn nach Polen, nach Krakau, wo er als junger Erwachsener zu studieren beginnt: Er wird Komponist.

Michael Roes führt den Leser in eine Welt von gefühlten Geräuschen, imaginierten Berührungen, gesehener Sprache und gebärdeten Gefühlen. ›Die Laute‹ ist ein berührendes Plädoyer für die tiefgreifende und umwälzende Kraft der Literatur und der Musik, die es ermöglicht, ein erfülltes Leben gegen alle äußeren Widerstände zu führen.

„Ein halb märchenhafter, halb sehr realistisch erzählter Roman über Musik und Begabung, Freundschaft und Verrat zwischen den Kulturen, sehr anregend.“ Michael Braun, Buchprofile

„Michael Roes zeigt sich in diesem Roman als begnadeter Erzähler … ›Die Laute‹ mag das Rennen um den Deutschen Buchpreis verloren haben, aber den großen Durchbruch hätte Roes umso mehr verdient.“ Desirée Löffler, WDR 3 Tonart

Über den Autor

Michael Roes, 1960 in Rhede/Westfalen geboren, aufgewachsen in Bocholt. Mehrjährige Aufenthalte im Jemen, Israel und Amerika bildeten den Hintergrund für viele seiner Bücher. Jüngste Auszeichnung: Alice Salomon Poetik Preis 2006. Letzte Veröffentlichungen bei Matthes & Seitz Berlin: Die Fünf Farben Schwarz, Geschichte der Freundschaft, gemeinsam mit Hinderk Emrich der Gesprächsband Engel und Avatar und zuletzt Die Laute. Michael Roes lebt in Berlin.

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