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Altes Land
Penguin Verlag
EUR 10,00

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21 Bewertungen

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Altes Land

Unser Buch des Monats März 2017!

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Pressestimmen

„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“ (NDR Buch des Monats März)

„(…) weil es Dörte Hansen rundum gelingt, auf Niveau zu unterhalten, deshalb ist „Altes Land“ ein tolles Debut!“ (Denis Scheck, ARD „Druckfrisch“)

„Das ist höchst amüsant erzählt und hält sich mühelos die Waage mit jener Stimmung, die von Stille beherrscht ist, von einem vorsichtigen Blick in das Innenleben der Menschen.“ (WDR 2 Bücher, Christine Westermann)

„Hansens Debütroman über den Unterschied zwischen Eingesessenen und Unbehausten ist schnell ein Bestseller geworden. Völlig zu Recht, weil es ein unaufdringlich mitfühlender Roman ist, wohltuende Unterhaltung.“ (Die Zeit, Marie Schmidt)

Leseprobe von ‚Altes Land‘

Autorentrailer
Dörte Hansen spricht über ihr Buch ‚Altes Land‘ (Dauer: 4 Minuten)

Diskussionsfragen

  • Im Buch geht es um zwei ‚starke‘ Frauen, Vera und Anne. Worin unterscheiden sie sich, worin ähneln sie sich? Was macht eine Frau zu einer ‚starken‘ Frau? Was ist nötig, damit starke Frauen miteinander leben können? Warum hatte dies bei Vera und ihrer Schwiegermutter nicht funktioniert?
  • Vera und Anne – Christine Westermann nennt sie in ihrer Rezension „Zwei Heimatlose, zwei angeknackste Seelen, die sich – gänzlich ungeplant – gegenseitig heilen. Es zumindest versuchen.“ Sehen Sie dies nach der Lektüre des Buches genauso? Was kann Menschen ‚heilen‘? Ein neuer Ort, eine Aufgabe, ein anderer Mensch?
  • In Veras Leben gibt es zwei Männer. Warum heiratet Vera den einen, den anderen jedoch nicht?
  • Vera hatte nie eigene Kinder; und früh ihren eigenen Bruder verloren. Was bedeutet Annes Sohn für sie?
  • Welche Bedeutung hat der große Hof für Vera? Warum kann sie ihn nicht verlassen, lässt ihn aber trotzdem verfallen? Warum stimmt sie dann doch einer Sanierung zu – braucht aber immer ‚Auszeiten‘, in denen am Haus nicht weiter gearbeitet werden darf.
  • „Die kleine Vera wird groß in diesem Haus, sie wird dort alt, nur heimisch wird sie nie, sie schlägt keine Wurzeln, sie hängt nur fest.“ schreibt Christine Westermann in ihrer Rezension. Wiese wird Vera nicht heimisch? Liegt es an ihr, an dem Ort oder an den anderen?
  • Welche Beziehung hatte Vera zu ihrer Mutter? Wie konnte diese das junge Mädchen auf dem Hof zurücklassen? Kann das Thema ‚Flucht‘ dies erklären? Wie unterschied sich die Beziehung zu Vera im Vergleich zu der zu ihrer zweiten Tochter? Veras Mutter schrieb ihr viele emotionale Briefe. Wie passt dies zu der Beziehung der beiden?
  • Worin unterscheidet sich das Leben in einem kleinen Dorf von dem in einer (Groß-)Stadt? Sind Menschen, die auf dem Land in einem kleinen Dorf wohnen ‚anders‘ als Stadtmenschen?
  • Gibt es, Ihrer Meinung nach, einen Unterschied zwischen den Menschen, die ‚auf dem Land‘ geboren wurden und denjenigen, die erst als Erwachsener dorthin ziehen? Was suchen letztere dort, was sie in der Großstadt (eventuell) vermisst haben?
  • Zu Kriegsende und danach kamen viele Millionen Menschen aus den ‚besetzten‘ Ostgebieten, z.B. Ostpreußen, Schlesien, etc. in den Westen. Was wissen Sie über deren Geschichte(n)? Kennen Sie Menschen, die damals geflohen waren?
  • ‚Altes Land‘ ist der Debütroman der Autorin. Hat man dies beim Lesen erkannt? Wenn ja, woran? Kennen Sie Bücher, bei denen Ihnen aufgefallen war, das es sich um einen Debütroman handelte?
  • Der neu geschaffene Österreichische Buchpreis vergibt auch einen eigenen Preis für das beste Debüt des Jahres. Ist das eine gute Idee?
  • Das Buch wurde ein Bestseller, stand mehrere Wochen auf den obersten Plätzen der Kaufcharts. Können Bücher, die vielen Leser(innen) gefallen sich auch für eine anspruchsvolle Diskussion eignen?

Autorentrailer (Dauer: ca. 4 Minuten)

Über Dörte Hansen

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

  1. Die Redewendungen der Bauern sind treffend, knapp und ohne Schörkel. Ich bin auf dem Lande im Plattdeutschen großgeworden; so vieles weckte Erinnerungen in mir, u.a. auch an Flüchtlinge auf dem Hof. Die einquartierte Familie hat bei ihrem Wegzug den Sohn mitgenommen, die Tochter aber zurückgelassen, weil sie für sie dort eine bessere Zukunft erhofften.
    Einfühlsam, bewegend, unterhaltsam, amüsant – alles neneneinander oder sogar zugleich.
    Danke!

    25. September 2017 | 18:44 | Margret Erbach

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  • Unser Thema des Monats September 2018: Literaturverfilmung Kindeswohl

    Aktuelle Literaturverfilmungen:

    Ab 30. August im Kino: Kindeswohl

    Eine Richterin am höchsten Familiengericht, zwischen privater Ehekrise und einer lebenswichtigen beruflichen Entscheidung. Ein Junge braucht dringend eine Bluttransfusion. Doch seine Eltern und er selbst lehnen diese aus religiösen Gründen ab. Das Gericht muss entscheiden.

    Ein diskussionswürdiger Roman von Autor Ian McEwan, der jetzt ins Kino kommt! Mit Emma Thompson in der Hauptrolle.

    Wir stellen Buch und Film vor und verlosen zwei Buchpakete mit Büchern und Kinotickets an Lesekreise:
    » zum Buch und Film

  • Unser Autor des Monats September 2018: Ian McEwan

    Unser Autor des Monats:

    Ian McEwan

    Ian McEwan ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Romane wie Abbitte, Am Strand, Kindeswohl und – sein aktuellstes Werk – Nussschale begründen seinen literarischen Ruhm.

    Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt. Am 30. August kommt nun die Literaturverfilmung von ‚Kindeswohl‘ in die Kinos.

    Wir stellen Ian McEwan ausführlich vor und verlosen zwei Buch-/Filmpakete vom Diogenes Verlag an einen Lesekreis:
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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
    » zum Buch

  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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