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Frohburg

FROHBURG ist ohne Zweifel das opus magnum von Guntram Vesper, zugleich für den Autor der Ausgangspunkt von allem: Der Ort seiner Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist. FROHBURG ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Geschichts- und Geschichtenpanorama, wie wir schon lange keines hatten.

Pressestimmen

»Ein Museum, ein Archiv, ein Lebenswerk« (Juryurteil zur Nominierung für den Preis der Leipziger Buchmesse)

»Das Werk von Guntram Vesper (…) ist zweifelsohne ein eminent konsequentes und unkorrumpierbares Beispiel für den Versuch, durch Erzählen, Sammeln, Wiederholen, Variieren und Ergänzen eines Reservoirs von Geschichten irgendwann zum Unverbrüchlichen vorzudringen.« Wiebke Porombka, Die Zeit

»Autobiographische Familienstränge gehen immer unmittelbar über in gesellschaftliche Stränge, also ich und Gesellschaft in ganz konkreter Form werden zusammengebunden. (…) Spektakulär, wie er das schafft.« Helmut Böttiger, swr 2

»Das gewichtigste Buch dieser Tage. In jeder Hinsicht.« Andreas Platthaus, FAZ

»Guntram Vesper hat ein Buch über Deutschland geschrieben und darüber, wie aus uns allen das wurde, was wir sind.« Christoph Schröder, Journal Frankfurt

»Hier hat jemand etwas geschaffen, das dem Gedächtnis der deutschen Literatur nicht verloren geht.« Thomas Schaefer, die horen

»Guntram Vesper entblättert in einer sagenhaft dichten Erzählung die Geschichte seiner Familie, die des sächsischen Ortes Frohburg, dem er entstammt – und dem er die tiefste Erlebnisschichtung seines Lebens verdankt. (…) Geschichten, Erzählungen, Mythen, Erfahrungen sind ineinander verwoben (…), und am Ende entsteht: ein Lebenswerk« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

»Guntram Vespers Roman liefert so etwas wie literarisches Wahrheitsserum gegen die politischen Illusionen des letzten Jahrhunderts. Ihn eine Chronik zu nennen, unterschätzt die erzählrische Potenz Vespers und die Modernität mit der er Erzähltraditionen (BoccacciosDecamerone, Hebels Schatzkästlein) mit einer fein dosierten Resonanz des 21. Jahrhunderts verbindet.« Hans Hütt, Der Freitag

»Frohburg wird wohl bald Wallfahrtsort der Literatur« Walter van Rossum, WDR3

Leseprobe von Frohburg von Guntram Vesper

Ausführliches Dossier des Schöffling Verlags zum Buch Frohburg von Guntram Vesper

Über das Buch ‚Frohburg‘

„Das Schreiben ist für mich sechs Jahre zur Lebensform geworden. Ich habe gelebt, in dem ich schrieb.“ Guntram Vesper am 17.3.2016, nach der Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse

Über 6 Jahre hat Vesper an dem Buch gearbeitet; Material über Jahrzehnte gesammelt.

„Es ist ein zeitgenössischer Roman. Und ein zeitgenössischer Roman muss nicht unbedingt gebaut sein wie ein Roman von Balzac oder auch Theodor Fontane. Ich habe mich bemüht, Assoziationsketten wie Girlanden auszulegen, an denen sich der Roman, wenn man so will, vorwärtsbewegt. Von der einen Geschichte in die andere Assoziation, von dort wieder in die Geschichte zurück. Dann kommt eine weitere Assoziation.“ Vesper am 17.3.2016 im Gespräch mit Vladimir Balzer

Ausführlicher Artikel über das Buch (Helmut Böttinger, 13.3.2016 für den Deutschlandfunk) 

Über Guntram Vesper

Guntram Vesper, 1941 in der sächsischen Kleinstadt Frohburg geboren, kam 1957 über Berlin in die Bundesrepublik. 1967 las er auf der letzten großen Tagung der Gruppe 47. Vesper stand mit zahlreichen Autoren in Briefkontakt, u. a. Johannes Bobrowski, Peter Huchel und Peter Rühmkorf. Er veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, Erzählungen und Hörspiele. Heute lebt er als Schriftsteller in Göttingen.

Interview des Deutschkurses eines Göttinger Gymnasiums mit Guntram Vesper

Auszeichnungen

  • 1968 Niedersächsischer Förderungspreis
  • 1968 Kurt-Magnus-Preis
  • 1969 Preis der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen
  • 1978/79 Villa-Massimo-Stipendium
  • 1980 Niedersächsisches Künstlerstipendium
  • 1983/84 & 1999 Stipendium Künstlerhof Schreyahn
  • 1984 Förderpreis für Literatur der Berliner Akademie der Künste
  • 1984 Märkisches Stipendium für Literatur
  • 1985 Peter-Huchel-Preis
  • 1987 Prix Italia
  • 1993 Stipendium Künstlerhaus Edenkoben
  • 1997 Stadtschreiber von Dresden
  • 2000/2001 Stipendium Villa Concordia
  • 2006 Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung
  • 2016 Preis der Leipziger Buchmesse

Werke von Guntram Vesper

  • 1964 Fahrplan. Gedichte
  • 1964 Am Horizont die Eiszeit. Gedichte
  • 1970 Kriegerdenkmal ganz hinten. Prosa
  • 1979 Nördlich der Liebe und südlich des Hasses
  • 1980 Die Illusion des Unglücks. Gedichte
  • 1980 Nordwestpassage. Ein Poem
  • 1982 Die Inseln im Landmeer. Gedichte
  • 1984 Landeinwärts. Prosa und Gedichte
  • 1985 Frohburg. Neue Gedichte
  • 1985 Laterna magica. Erzählung
  • 1986 Poetische Perlen. Renshi
  • 1988 Dunkelkammer. Fünf Erzählungen aus Deutschland
  • 1989 Leuchtfeuer auf dem Festland. Gesammelte Gedichte
  • 1990 Ich hörte den Namen Jessenin. Frühe Gedichte
  • 1992 Oblomowtag. Prosa
  • 1992 Lichtversuche Dunkelkammer. Prosa
  • 1998 Die Krankheit, zu schreiben. Prosa
  • 2000 Frohburg
  • 2001 Der Riss durch die Erinnerung
  • 2002 Lichtungen
  • 2006 Spätvorstellung
  • 2015 Weg ins Leben
  • 2016 Frohburg

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