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Butcher’s Crossing
dtv Verlagsgesellschaft
EUR 10,90

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13 Bewertungen

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Butcher’s Crossing

Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«. In Butcher’s Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen – und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.

Pressestimmen

»Ein bewegendes Buch, das um die Suche nach Freiheit und Identität kreist und um die Lust am Töten – gespiegelt in sinnlich dichten Bildern einer grandiosen (Seelen-)Landschaft.« Rainer Moritz, chrismon

»John Williams, der mit ›Stoner‹ einen Welterfolg feierte, schreibt in ›Butcher’s Crossing‹ aus dem Jahr 1960 eine Prosa, die so kühl, glatt und präzise funktioniert wie eine Revolvertrommel.« Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung

»John Williams‘ Roman ›Butcher’s Crossing‹ ist von überwältigender Anschaulichkeit und zugleich eine bittere, eindringliche Parabel darüber, wie der Wilde Westen gewonnen und dadurch zerstört und verloren wurde.« Eberhard Falcke, BR 2, Diwan

»Es ist ein Buch, dessen verstörende Schönheit und klare, in Stein gemeißelte Sprache sich tief ins Gedächtnis eingraben.« Roana Bogsitter, B5 aktuell, Neues vom Buchmarkt

»Wenn man ›Stoner‹ als Kammerspiel bezeichnen kann, variiert Williams sein Thema, nämlich das Scheitern, hier in voller epischer Breite.« Ö1, Ex libris

»Aber wieder gelingt es Williams, etwas Urmenschliches beeindruckend in Worte zu fassen: Die Sehnsucht, die uns in die Natur treibt, und die Gier, die sie uns zerstören lässt.« Jan Ehlert, NDR, Neue Bücher

»Wohl selten ist der Mythos vom zu erobernden Land im Westen unerbittlicher entzaubert worden, als in diesem sprachlich grossartigen Buch.« Andreas Wirthensohn, Schweiz am Sonntag

»›Butcher’s Crossing‹ ist ein Entwicklungsroman mit umgekehrten Vorzeichen, der nicht die Natur verherrlicht, sondern von Verrohung erzählt. Er tut es mit grosser Poesie und zeitloser Schönheit.« Anne-Sophie Scholl, Berner Zeitung

»Grossartig schliesslich, wie Williams alle Klischees vom Wilden Westen unterwandert. Hier gibt es kein Gut und kein Böse, kein falsch und kein Richtig, keine Gnade und keine Rache, sondern nur: den blanken Überlebenswillen.« Jochen Schmid, Basler Zeitung

Leseprobe ‚Butcher’s Crossing‘

Über John Williams

John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Seine Großeltern waren Farmer, seinen Vater kannte er nicht; sein Stiefvater arbeitete im Postamt. Er besuchte zunächst nur ein Jahr das College, arbeitete dann aber für Zeitungen und einen Radiosender.

1942 meldete er sich zur Air Force und verbrachte 2 ½ Jahre in Indien und Burma. Während dieser Zeit entstand die Erstfassung seines ersten Romans.

Nach Kriegsende studierte er englische Literatur an der University of Denver. Bereits während seines Studiums wurden seine ersten beiden Bücher veröffentlicht; ein Roman und ein Gedichtband Anschließend wechselte er an die University of Missouri, wo er einen Lehrauftrag erhielt. 1954 promovierte er dort in Englische Literatur. 1955 kehrte Williams an seine alte Universität zurück, die ihn als Assistenzprofessor einstellte. 1960 erschien sein zweiter Roman Butcher’s Crossing, ein klassischer Western.

Sein dritter Roman mit dem Titel Stoner hat Leben und Karriere eines Professors für Englische Literatur an der University of Missouri zu Thema und erschien 1965. Sein letzter Roman Augustus ist ein historischer Roman über Kaiser Augustus. Das Buch wurde 1973 mit dem renommierten National Book Award für Belletristik ausgezeichnet. Ein fünfter Roman blieb unvollendet.

An der Universität gab er bis zu seiner Emeritierung 1985 Kurse in Creative Writing und lehrte Englische Literatur. John Williams starb 1994 in Fayetteville, Arkansas.

Stimmen über John Williams

»Er war ein Mann mit einem unverschnörkelten Charakter. Sentimentalität und Beschönigungen lehnte er ab. Er pflegte zu sagen, wenn er nicht Schriftsteller geworden wäre, dann vielleicht Klempner.« Nancy Williams, seine vierte Ehefrau, die fünfunddreißig Jahre mit ihm lebte

»Er hatte eine private Seite, die er für sich behielt, ohne dass es seine Freundlichkeit oder Zuvorkommenheit beeinträchtigt hätte. Er hielt sich nicht mit Selbstmitleid auf, selbst als er später mit einem Sauerstoffgerät unterwegs war. Er fühlte sich wohl, wo und wie er war.« Richard Richardson, Autor und langjähriger Kollege

Werke von John Williams

Romane
Nothing But the Night, 1948
Butcher’s Crossing, 1960
Stoner, 1965
Augustus, 1972

Lyrik
The Broken Landscape, 1949
The Necessary Lie, 1965

Diskussionsfragen

  • Der Autor hat dem Buch Zitate von Ralph Waldo Emerson und Herman Melville (Autor von ‚Moby Dick‘) vorangestellt. Waren sie Ihnen aufgefallen? Wenn ja: Sind sie zum Buch passend bzw. als Einführung in die Thematik des Buches hilfreich?
  • Was sucht William Andrews im Westen? Zitat: „Ich bin hierhergekommen, weil ich so viel wie möglich vom Land sehen möchte. … Ich will es kennenlernen. Ich muss das einfach tun.“ (Seite 27, TB) Findet William Andrews was er gesucht hat? Was gibt es heute – für uns, bzw. für junge Menschen – für Möglichkeiten, diese Suche / Sehnsucht auszuleben?
  • William Andrews trifft in Butcher’s Crossing auf Menschen, die er in seinem ‚anderen Leben‘ in Boston nie kennengelernt hätte. Was unterscheidet ihn von Miller, Charley Hoge, Schneider, Francine? Wird er – durch seine Erfahrungen auf der Büffeljagd – diesen Personen ‚ähnlicher‘?
  • Welcher Art ist seine Beziehung zu der Prostituierten Francine? Was sieht sie in ihm? Warum ‚flieht‘ er aus dem Zimmer und vor einer gemeinsamen Nacht? (S. 85, TB) Hat sich seine Beziehung zu ihr nach seiner Rückkehr verändert? Wenn ja, inwiefern und warum?
  • Miller tötet die Büffel wie eine Maschine, ohne Emotion und fast ohne Pause. Zitat: „… hatte er gelernt, in Miller einen Mechanismus zu erkennen, einen Automaten, … Millers Vernichtung der Büffel nicht als Blutrausch zu begreifen, nicht als ein Verlangen nach ihren Fellen, … er begriff die Vernichtung als kalte, hirnlose Reaktion auf das Leben, auf das Miller sich eingelassen hatte. (S. 183, TB)
    Was passiert mit Miller während er die Büffel tötet? Warum kann er nicht aufhören?
  • Wie haben Sie die Tötungssequenz der Büffel im Roman erlebt? War es für den Roman wichtig, diesen Teil so ausführlich und recht brutal zu beschreiben?
  • ‚Butcher’s Crossing‘ (auch ‚Stoner‘) wird als sogenannter ‚Entwicklungsroman‘ bezeichnet. Darunter versteht man einen „Romantypus, in dem die geistig-seelische Entwicklung einer Hauptfigur in ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Umwelt dargestellt wird. Der Entwicklungsroman schildert den Reifeprozess des Protagonisten, der seine Erlebnisse und Erfahrungen reflektierend verarbeitet und seiner Persönlichkeit einverleibt.“ (Quelle: Wikipedia)
    Trifft dies auf diesen Roman und William Edwards zu? Wie hat er sich (weiter) entwickelt? Wo haben Sie dafür Beispiele gefunden?
  • Welche ‚Funktion‘ hat die Figur des Charley Hoge im Roman? Warum hat der Autor John Williams ihn ‚erfunden‘?
  • Der Autor zitiert zu Anfang Herman Melville. Melville ist Autor von ‚Moby Dick‘. Sollten Sie das Buch kennen, sehen Sie Gemeinsamkeiten zwischen ‚Moby Dick‘ und ‚Butcher’s Crossing‘?
  • Frage für die diejenigen, die ‚Stoner‘ vom selben Autor gelesen haben: Was unterscheidet – Ihrer Meinung nach – ‚Butcher’s Crossing‘ von ‚Stoner‘? Gibt es Gemeinsamkeiten? Welches Buch hat Ihnen besser gefallen und warum?
  • Würden Sie das Buch weiterempfehlen? Wenn ja, mit welchen Argumenten?

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    ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Er gilt als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Man schätzte seinen Intelligenzquotienten auf über 250. Mit 6 Monaten kann er sprechen, mit 18 Monaten bereits eine Zeitung lesen. Mit 6 Jahren beherrscht er 10 Sprachen. Der Amerikaner William Sidis war um 1900 ein Wunderkind.

    Trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Das wird sich hoffentlich nun ändern, denn der dänische Autor und Historiker Morten Brask erzählt in seinem Debütroman das Leben dieses außergewöhnlichen Genies.

    Mit großem Einfühlungsvermögen fühlt er sich dabei in die Psyche seines Protagonisten hinein. Es entsteht das Bild eines einzigartigen Menschen.

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  • Unser Buch des Monats September 2017: ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Buch des Monats:

    ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen.

    Lily Brett, geboren 1946, ist eine australisch-amerikanische Autorin. Mit diesem Buch, erschienen 1995, wurde sie bekannt.

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