• Die Literaturcommunity für Lese- und Literaturkreise und anspruchsvolle LeserInnen.

    • die besten Buchtipps
    • Tipps zur Gründung, Buchauswahl und Diskussion
    • Infos zu Literatursendungen, -festivals und Auszeichnungen


Butcher’s Crossing
dtv Verlagsgesellschaft
EUR 10,90

* * * *  
19 Bewertungen

Kaufen mit einem Klick: » Lieblingsbuchhandlung » bei Amazon kaufen » bei Thalia kaufen » bei Borromedien kaufen

Butcher’s Crossing

Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«. In Butcher’s Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten: Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen – und entfesseln eine Tragödie. Ein Roman darüber, wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt.

Pressestimmen

»Ein bewegendes Buch, das um die Suche nach Freiheit und Identität kreist und um die Lust am Töten – gespiegelt in sinnlich dichten Bildern einer grandiosen (Seelen-)Landschaft.« Rainer Moritz, chrismon

»John Williams, der mit ›Stoner‹ einen Welterfolg feierte, schreibt in ›Butcher’s Crossing‹ aus dem Jahr 1960 eine Prosa, die so kühl, glatt und präzise funktioniert wie eine Revolvertrommel.« Sonja Zekri, Süddeutsche Zeitung

»John Williams‘ Roman ›Butcher’s Crossing‹ ist von überwältigender Anschaulichkeit und zugleich eine bittere, eindringliche Parabel darüber, wie der Wilde Westen gewonnen und dadurch zerstört und verloren wurde.« Eberhard Falcke, BR 2, Diwan

»Es ist ein Buch, dessen verstörende Schönheit und klare, in Stein gemeißelte Sprache sich tief ins Gedächtnis eingraben.« Roana Bogsitter, B5 aktuell, Neues vom Buchmarkt

»Wenn man ›Stoner‹ als Kammerspiel bezeichnen kann, variiert Williams sein Thema, nämlich das Scheitern, hier in voller epischer Breite.« Ö1, Ex libris

»Aber wieder gelingt es Williams, etwas Urmenschliches beeindruckend in Worte zu fassen: Die Sehnsucht, die uns in die Natur treibt, und die Gier, die sie uns zerstören lässt.« Jan Ehlert, NDR, Neue Bücher

»Wohl selten ist der Mythos vom zu erobernden Land im Westen unerbittlicher entzaubert worden, als in diesem sprachlich grossartigen Buch.« Andreas Wirthensohn, Schweiz am Sonntag

»›Butcher’s Crossing‹ ist ein Entwicklungsroman mit umgekehrten Vorzeichen, der nicht die Natur verherrlicht, sondern von Verrohung erzählt. Er tut es mit grosser Poesie und zeitloser Schönheit.« Anne-Sophie Scholl, Berner Zeitung

»Grossartig schliesslich, wie Williams alle Klischees vom Wilden Westen unterwandert. Hier gibt es kein Gut und kein Böse, kein falsch und kein Richtig, keine Gnade und keine Rache, sondern nur: den blanken Überlebenswillen.« Jochen Schmid, Basler Zeitung

Leseprobe ‚Butcher’s Crossing‘

Über John Williams

John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Seine Großeltern waren Farmer, seinen Vater kannte er nicht; sein Stiefvater arbeitete im Postamt. Er besuchte zunächst nur ein Jahr das College, arbeitete dann aber für Zeitungen und einen Radiosender.

1942 meldete er sich zur Air Force und verbrachte 2 ½ Jahre in Indien und Burma. Während dieser Zeit entstand die Erstfassung seines ersten Romans.

Nach Kriegsende studierte er englische Literatur an der University of Denver. Bereits während seines Studiums wurden seine ersten beiden Bücher veröffentlicht; ein Roman und ein Gedichtband Anschließend wechselte er an die University of Missouri, wo er einen Lehrauftrag erhielt. 1954 promovierte er dort in Englische Literatur. 1955 kehrte Williams an seine alte Universität zurück, die ihn als Assistenzprofessor einstellte. 1960 erschien sein zweiter Roman Butcher’s Crossing, ein klassischer Western.

Sein dritter Roman mit dem Titel Stoner hat Leben und Karriere eines Professors für Englische Literatur an der University of Missouri zu Thema und erschien 1965. Sein letzter Roman Augustus ist ein historischer Roman über Kaiser Augustus. Das Buch wurde 1973 mit dem renommierten National Book Award für Belletristik ausgezeichnet. Ein fünfter Roman blieb unvollendet.

An der Universität gab er bis zu seiner Emeritierung 1985 Kurse in Creative Writing und lehrte Englische Literatur. John Williams starb 1994 in Fayetteville, Arkansas.

Stimmen über John Williams

»Er war ein Mann mit einem unverschnörkelten Charakter. Sentimentalität und Beschönigungen lehnte er ab. Er pflegte zu sagen, wenn er nicht Schriftsteller geworden wäre, dann vielleicht Klempner.« Nancy Williams, seine vierte Ehefrau, die fünfunddreißig Jahre mit ihm lebte

»Er hatte eine private Seite, die er für sich behielt, ohne dass es seine Freundlichkeit oder Zuvorkommenheit beeinträchtigt hätte. Er hielt sich nicht mit Selbstmitleid auf, selbst als er später mit einem Sauerstoffgerät unterwegs war. Er fühlte sich wohl, wo und wie er war.« Richard Richardson, Autor und langjähriger Kollege

Werke von John Williams

Romane
Nothing But the Night, 1948
Butcher’s Crossing, 1960
Stoner, 1965
Augustus, 1972

Lyrik
The Broken Landscape, 1949
The Necessary Lie, 1965

Diskussionsfragen

  • Der Autor hat dem Buch Zitate von Ralph Waldo Emerson und Herman Melville (Autor von ‚Moby Dick‘) vorangestellt. Waren sie Ihnen aufgefallen? Wenn ja: Sind sie zum Buch passend bzw. als Einführung in die Thematik des Buches hilfreich?
  • Was sucht William Andrews im Westen? Zitat: „Ich bin hierhergekommen, weil ich so viel wie möglich vom Land sehen möchte. … Ich will es kennenlernen. Ich muss das einfach tun.“ (Seite 27, TB) Findet William Andrews was er gesucht hat? Was gibt es heute – für uns, bzw. für junge Menschen – für Möglichkeiten, diese Suche / Sehnsucht auszuleben?
  • William Andrews trifft in Butcher’s Crossing auf Menschen, die er in seinem ‚anderen Leben‘ in Boston nie kennengelernt hätte. Was unterscheidet ihn von Miller, Charley Hoge, Schneider, Francine? Wird er – durch seine Erfahrungen auf der Büffeljagd – diesen Personen ‚ähnlicher‘?
  • Welcher Art ist seine Beziehung zu der Prostituierten Francine? Was sieht sie in ihm? Warum ‚flieht‘ er aus dem Zimmer und vor einer gemeinsamen Nacht? (S. 85, TB) Hat sich seine Beziehung zu ihr nach seiner Rückkehr verändert? Wenn ja, inwiefern und warum?
  • Miller tötet die Büffel wie eine Maschine, ohne Emotion und fast ohne Pause. Zitat: „… hatte er gelernt, in Miller einen Mechanismus zu erkennen, einen Automaten, … Millers Vernichtung der Büffel nicht als Blutrausch zu begreifen, nicht als ein Verlangen nach ihren Fellen, … er begriff die Vernichtung als kalte, hirnlose Reaktion auf das Leben, auf das Miller sich eingelassen hatte. (S. 183, TB)
    Was passiert mit Miller während er die Büffel tötet? Warum kann er nicht aufhören?
  • Wie haben Sie die Tötungssequenz der Büffel im Roman erlebt? War es für den Roman wichtig, diesen Teil so ausführlich und recht brutal zu beschreiben?
  • ‚Butcher’s Crossing‘ (auch ‚Stoner‘) wird als sogenannter ‚Entwicklungsroman‘ bezeichnet. Darunter versteht man einen „Romantypus, in dem die geistig-seelische Entwicklung einer Hauptfigur in ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Umwelt dargestellt wird. Der Entwicklungsroman schildert den Reifeprozess des Protagonisten, der seine Erlebnisse und Erfahrungen reflektierend verarbeitet und seiner Persönlichkeit einverleibt.“ (Quelle: Wikipedia)
    Trifft dies auf diesen Roman und William Edwards zu? Wie hat er sich (weiter) entwickelt? Wo haben Sie dafür Beispiele gefunden?
  • Welche ‚Funktion‘ hat die Figur des Charley Hoge im Roman? Warum hat der Autor John Williams ihn ‚erfunden‘?
  • Der Autor zitiert zu Anfang Herman Melville. Melville ist Autor von ‚Moby Dick‘. Sollten Sie das Buch kennen, sehen Sie Gemeinsamkeiten zwischen ‚Moby Dick‘ und ‚Butcher’s Crossing‘?
  • Frage für die diejenigen, die ‚Stoner‘ vom selben Autor gelesen haben: Was unterscheidet – Ihrer Meinung nach – ‚Butcher’s Crossing‘ von ‚Stoner‘? Gibt es Gemeinsamkeiten? Welches Buch hat Ihnen besser gefallen und warum?
  • Würden Sie das Buch weiterempfehlen? Wenn ja, mit welchen Argumenten?

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*

  • Unser Thema des Monats September 2018: Literaturverfilmung Kindeswohl

    Aktuelle Literaturverfilmungen:

    Ab 30. August im Kino: Kindeswohl

    Eine Richterin am höchsten Familiengericht, zwischen privater Ehekrise und einer lebenswichtigen beruflichen Entscheidung. Ein Junge braucht dringend eine Bluttransfusion. Doch seine Eltern und er selbst lehnen diese aus religiösen Gründen ab. Das Gericht muss entscheiden.

    Ein diskussionswürdiger Roman von Autor Ian McEwan, der jetzt ins Kino kommt! Mit Emma Thompson in der Hauptrolle.

    Wir stellen Buch und Film vor und verlosen zwei Buchpakete mit Büchern und Kinotickets an Lesekreise:
    » zum Buch und Film

  • Unser Autor des Monats September 2018: Ian McEwan

    Unser Autor des Monats:

    Ian McEwan

    Ian McEwan ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Romane wie Abbitte, Am Strand, Kindeswohl und – sein aktuellstes Werk – Nussschale begründen seinen literarischen Ruhm.

    Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt. Am 30. August kommt nun die Literaturverfilmung von ‚Kindeswohl‘ in die Kinos.

    Wir stellen Ian McEwan ausführlich vor und verlosen zwei Buch-/Filmpakete vom Diogenes Verlag an einen Lesekreis:
    » zum Autor
    » zum Buch ‚Kindeswohl‘

  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
    » zum Buch

  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
    » zum Buch

  • UNSER FACEBOOK-LESECLUB

    Im SEPTEMBER diskutieren:

    +++ KINDESWOHL VON IAN MCEWAN +++

    +++ ALLES LICHT, DAS WIR NICHT SEHEN VON ANTHONY DOERR +++

    Im OKTOBER diskutieren:

    +++ SECHS KOFFER VON MAXIM BILLER +++

    Jeden Monat ein neues Buch diskutieren.

    >> Zur Anmeldung

  • Umfrage

    FÜR LESEKREISMITGLIEDER: Wie viele Bücher lesen Sie persönlich im Jahr? (inklusive der Bücher, die Sie für Ihren Lesekreis lesen)

    » Ergebnisse anzeigen

  • » hier geht’s zu weiteren Fragen unserer Umfrage für Lesekreise