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Trennung
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
EUR 22,00

* * * ½  
5 Bewertungen

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Trennung

Unsere Neuentdeckung des Monats Mai 2018!

Eine junge Frau reist im Auftrag ihrer Schwiegermutter nach Griechenland. Sie soll deren Sohn suchen. Die Schwiegermutter weiß nicht, dass das Paar längst getrennt lebt. In den steinigen, verbrannten Landschaften auf der Peloponnes geht die junge Frau den Spuren ihres Ex-Mannes nach. Sie beginnt Mutmaßungen anzustellen, die Vergangenheit zu hinterfragen. Gerade, als sie sich eingesteht, wie wenig sie ihren Mann eigentlich kannte, wird er tot aufgefunden. Warum hält sie nun, da die Trennung unwiderruflich ist und sie etwas wie Trauer empfindet, die Fiktion ihrer Ehe weiterhin aufrecht? Eine neue großartige Stimme aus Amerika – selten wurden die Abgründe der Gefühle so durchdrungen wie von Katie Kitamura.

Pressestimmen

„Katie Kitamura bleibt als Erzählerin so kühl wie ihre Heldin. Sie psychologisiert nicht, sie beobachtet. … Distanz zur Geschichte, Distanz zu den Figuren, Distanz zur Kulisse: Darin liegt eine überraschende Anziehungskraft.“ Julia Bähr, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Katie Kitamura (…) hat einen Roman geschrieben, der nicht durch seine literarische Form, sondern durch die Unerbittlichkeit seiner psychologischen Figurenerkundung überrascht. Wie ein Pitbull, der erst nachlässt, wenn sein Opfer am Boden liegt, kennt auch die Autorin keine Gnade: Erst wenn die letzte Illusion geplatzt ist, darf aufgeatmet werden.“ Ijoma Mangold, Die Zeit

„Katie Kitamura und ihre Übersetzerin Kathrin Razum verfügen über eine außergewöhnlich betörende, die Verästelung eines weiblichen Gefühlslebens zart widerspiegelnde Sprache. (…) Neben Kitamuras eigenwilliger Liebesgeschichte kommt einem vieles andere einfach plump und ungelenk vor.“ Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, Neue Bücher

„Projektion und Realität, Maskerade und Authentizität, Schweigen und Verrat – unaufdringlich, ja beinahe en passant erzählt Kitamura diese großen Themen anhand ihrer fast schon novellenhaft reduzierten Geschichte eines getrennten Paares.“ Anja Kümmel, Zeit Online

„Das alles ist von einer faszinierenden Ruhe. Schmerz ist da nicht, kein Heulen, Toben, Schnauben. Nein, es ist das überfällige Portrait einer Frau, die stark genug ist, ihre Trennungsgeschichte selbst zu bestimmen. Ein Roman über das Ende einer Ehe und übers Abschiednehmen, ohne einen Hauch Sentimentalität.“ Anne Haeming, Spiegel Online

Leseprobe ‚Trennung‘ von Katie Kitamura

Katie Kitamura beantwortet ‚5 Fragen zum Roman‘

Mein-Literaturkreis.de Rezension
von Literaturkreismitglied Uschi F., Schermbeck

„… ein grandioser Roman über das Ende einer Ehe und über das Abschied nehmen.“

Bewertung des Buches: ✮ ✮ ✮ ✮ 
Bewertung der Eignung zur Diskussion in Literaturkreisen:✮ ✮ ✮ ✮ ✰

Die namenlose Ich-Erzählerin wird von ihrer Schwiegermutter Isabella beauftragt, ihren Sohn Christopher, den sie nicht erreichen kann, in Griechenland zu suchen. Dort befindet er sich zur Recherche für sein neues Buch.
Obwohl sie sich schon vor einem halben Jahr getrennt haben (was beide geheim gehalten hatten), begibt sie sich auf die Suche, da sie endlich die Scheidung möchte. Im Hotel angekommen, findet sie nur ein leeres Zimmer vor. Christopher wird schon seit Tagen vermisst.

Es ist ein grandioser Roman über das Ende einer Ehe und über das Abschied nehmen. Geschrieben in einer analytischen klaren Sprache ohne einen Hauch von Sentimentalität.

Dass die Geschichte stark nachwirkt, liegt daran, dass sie mit leichter Hand das Sterben der Liebe, das Trauern über das vergangene Wir und die Zweifel, wieviel man vom anderen wusste, behandelt.
Selbst als Christopher in der verbrannten Landschaft der Peloponnes am Straßenrand tot aufgefunden wird, ist die Frage, war es Mord oder nur ein Unfall, zweitrangig. Der Fall wird nicht aufgeklärt , was eher nebensächlich ist.
Dass es keine Rolle spielt gehört ebenfalls zur Brillianz der Geschichte.
Eine beeindruckende Szene finden wir im 4. Kapitel. Die Frau gehört zum aussterbenden Berufszweig der Klageweiber. Wie die alte Frau ihren eigenen Schmerz, „an dessen Echtheit ich keinen Zweifel hatte, ungeachtet der Tatsache, dass es eine Darbietung war“ ausdrückt.

Dieses Buch ist für mich die erste Bewertung als Testleserin und dann gleich so eine Offenbarung. Es ist das erste Buch von Katie Kitamura, das auf Deutsch erschienen ist. Ich warte mit Spannung auf mehr Lektüre von ihr.

Über Katie Kitamura

Katie Kitamura, 1979 in Kalifornien geboren, ist eine amerikanische Schriftstellerin, Journalistin und Literaturkritikerin. Sie schreibt für zahlreiche Zeitungen, darunter The New York Times, Wired und The Guardian. Katie Kitamura lebt in New York.

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats Juli 2018: Kaltenbruch von Michaela Küpper

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Kaltenbruch von Michaela Küpper

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    Michaela Küpper wurde im Rheinland geboren und wohnt dort heute wieder. Sie arbeitet als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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  • Unser Buch des Monats Juli 2018: Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern von Randi Crott und Lillian Crott Berthung

    Unser Buch des Monats:

    ‚Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern‘ von Randi Crott und Lillian Crott Berthung

    Norwegen, 1942: Lillian und Helmut verlieben sich. Doch die Liebe eines norwegischen Mädchens zu einem deutschen Wehrmachtssoldaten gilt als Verrat, denn Deutschland hat Norwegen besetzt. Außerdem hat Helmut ein Geheimnis: Er ist der Sohn einer Jüdin.

    2016 wurde die Lebensgeschichte von Lillian Crott Berthung als Dokumentarfilm verfilmt.

    Randi Crott ist Radio- und Fernseh-Journalistin. Zusammen mit ihrer Mutter rekonstruiert sie den Lebensweg ihrer Eltern. Sehr bewegend!

    Wir stellen das Buch und die Autorinnen ausführlich vor und verlosen mehrere Buchpakete vom Dumont-Verlag an Lesekreise:
    » zum Buch

  • Unser Autor des Monats Juli 2018: Julian Barnes

    Unser Autor des Monats:

    Julian Barnes

    Julian Barnes ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Mit Flauberts Papagei, seinem dritten Roman, gelang Barnes 1984 der internationale Durchbruch. Mit mehreren seiner Bücher stand er auf der Shortlist des renommierten Man Booker Prize, den er 2011 für ‚Vom Ende einer Geschichte‘ erhielt.

    Wir stellen Julian Barnes ausführlich vor und verlosen ein Buchpaket vom Verlag Kiepenheuer & Witsch an einen Lesekreis:
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