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Der Report der Magd

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Persönliche Bewertung:
4/5 (4)

Eignung für Lesekreise:
5/5 (1)


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Der Report der Magd

In der Republik Gilead lässt man Desfred keine Wahl: sie muss gebären. Sonst wird sie, wie alle Abweichler, entweder an der »Mauer» gehenkt oder in einen langsamen Strahlentod geschickt. Aber kein noch so totalitärer Staat kann das Begehren auslöschen – weder das von Desfred noch das der beiden Männer, die ihre Zukunft in der Hand haben… Brillant erdacht und geschrieben: Margaret Atwoods messerscharfer Blick und ihr beißender Witz machen diese beängstigende Beschwörung eines Amerikas des 21. Jahrhunderts zu einem beunruhigenden und vielschichtigen Meisterwerk, das längst zum Kultbuch avanciert ist.

Leseprobe Der Report der Magd

Pressestimmen
»Mit ›Der Report der Magd‹ hat sich Margaret Atwood in die Nachfolge von Aldous Huxley und George Orwell hineingeschrieben.« Der Spiegel

»›Der Report der Magd‹ ist brandaktuell und Atwoods freundliche Warnung so wichtig wie nie: Auf die Annahme ›Das kann uns nie passieren‹ dürfen wir uns nicht verlassen.« Emotion

Verfilmung

Das Buch wurde 1990 von Volker Schlöndorf unter dem Titel ‚Die Geschichte der Dienerin‘ verfilmt. Die Hauptrollen spielten Natasha Richardson (Kate / Offred), Faye Dunaway (Serena Joy), Robert Duvall (Kommandant Fred) und Aidan Quinn (Nick). Die Kritiken waren eher negativ.

Über Margaret Atwood

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit.

Sie studierte Englische Sprache und Literatur und schloss mit einem Master ab. Anschließend unterrichtete sie an verschiedenen Universitäten. Zunächst schrieb Atwood Lyrik und arbeitete als Literaturkritikerin. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1969. Bekannt wurde sie durch ‚Der Report der Magd‘, der 1985 erschien.

Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.

Webseite der Autorin: www.margaretatwood.ca

Auszeichnungen (Auswahl)

  • Arthur C. Clarke Award for best Science Fiction, 1987
  • Canadian Booksellers Association Author of the Year, 1989
  • Booker Prize, 2000
  • Prinz von Asturien Preis, Spanien, 2008
  • Dan David Prize, Israel, 2010
  • Queen Elizabeth II Diamond Jubilee Medal, Canada, 2012
  • Franz Kafka Preis, Tschechische Republik, 2017
  • Friedenspreis des deutschen Buchhandels, 2017

Werke

Atwood schreibt Romane, Essays, Kurzgeschichten und Lyrik.

Romane

  • 1969 (D: 1985): Die eßbare Frau. (The Edible Woman.)
  • 1972 (D: 1978): Der lange Traum. / Strömung. (DDR) (Surfacing.)
  • 1976 (D: 1984): Lady Orakel. (Lady Oracle) (Toronto Book Awards zusammen mit Margaret Gibson)
  • 1979 (D: 1980): Die Unmöglichkeit der Nähe. (Life before Man.)
  • 1981 (D: 1982): Verletzungen. (Bodily Harm.)
  • 1985 (D: 1987): Der Report der Magd. (The Handmaid’s Tale.)
  • 1988 (D: 1990): Katzenauge. (Cat’s Eye.) Toronto Book Awards 1989
  • 1993 (D: 1994): Die Räuberbraut. (The Robber Bride.) Trillium Book Award
  • 1996 (D: 1996): Alias Grace. (Alias Grace.) 1974 schrieb Atwood zum gleichen Thema das Fernsehspiel The Servant Girl (Das Dienstmädchen).
  • 2000 (D: 2000): Der blinde Mörder (The Blind Assassin.)
  • 2003 (D: 2003): Oryx und Crake (Oryx and Crake.)
  • 2005 (D: 2005): Die Penelopiade (The Penelopiad.)
  • 2009 (D: 2009): Das Jahr der Flut. (The Year of the Flood.)
  • 2013 (D: 2014): Die Geschichte von Zeb. (MaddAddam.)
  • 2015 (D: 2017): Das Herz kommt zuletzt. (The Heart Goes Last.)
  • 2016 (D: 2017): Hexensaat. (Hag Seed.)

Diskussionsfragen

  • Buchtitel: Wie gefällt Dir der Buchtitel ‚Der Report der Magd‘? Hast Du das Buch als einen ‚Report‘ empfunden?
    Der Originaltitel lautet ‚Handmaid’s Tale‘; tale im Englischen bezeichnet eine Geschichte. Wäre das eine bessere Bezeichnung gewesen?
  • Dem Roman sind drei Zitate vorangestellt. Was bedeuten sie im Hinblick auf das Buch? Warum hat Margaret Atwood sie ausgewählt?
  • Tanten, Ehefrauen wie Serena Joy, Marthas, Mägde, Unfrauen, Prostituierte / Jesebels, … unterschiedliche Frauengruppen. Wie passen sie in die Hierarchie von Gilead? Warum hat der Staat diese verschiedenen Gruppen zusammengestellt?
  • Welche Rolle hat Moira, die langjährige Freundin der Erzählerin, im Roman? Ändert sich diese Rolle und der Charakter Moiras Bedeutung im Laufe des Buches?
  • Warum ist es in dieser Gesellschaft Frauen verboten zu lesen? Warum ist lesen so wichtig? Kennst Du andere Beispiele aus der Literatur oder der Geschichte, wo lesen (bzw. schreiben) verboten ist?
  • Ist der Kommandant eine sympathische Person, ein Monster oder beides?
  • Die strengen Regeln des Staates werden immer wieder gebrochen. So sucht der Kommandant den Kontakt zu Desfred über den reinen sexuellen Kontakt hinaus und nimmt sie zu einer ‚Party‘ mit; Serena Joy macht Desfred den Vorschlag, mit Nick intim zu werden, um ein Baby zu zeugen, ein Arzt bietet zum gleichen Thema seine ‚Hilfe‘ an, in der Untergrundorganisation Mayday versuchen Menschen, die Regeln zu unterlaufen. Warum machen die Menschen dies, obwohl ein Regelverstoß den Tod bedeuten könnte?
  • Warum wollen alle ein Baby haben? Gibt verschiedene Gruppen bzw. Personen unterschiedliche Beweggründe?
  • Das Ende: Welche Bedeutung haben die ‚historischen Anmerkungen‘ am Ende des Buches? Hätte ohne sie etwas gefehlt? Wenn ja, was?
    Was aus der Erzählerin geworden ist, bleibt offen. Was ist Deine Meinung dazu? Hat sie überlebt, hat sie ihre Tochter wiedergefunden?
  • Wie nutzt der Staat Gilead Sprache? Inwiefern kreiert Gilead neue Worte oder nutzt bestehende, um seinen totalitären Staat zu bezeichnen?
  • Welche Struktur hat der Staat Gilead? Welche Regeln gibt es und warum?
  • In der Bibel, Genesis, 1. Buch Mose, Kapitel 29 und 30, wird die Geschichte von Jakob, seinen Frauen Lea und Rahel und den Dienerinnen Silpa und Bilha erzählt. Lese sie und vergleiche sie mit dem Roman. (z.B. online auf www.die-bibel.de/bibeln/online-bibeln)
  • Einige Hinweise im Roman lassen den Schluss zu, dass er in Cambridge, Massachusetts, in den USA spielt. Die Stadt ist heute Standort der renommierten Harvard Universität und war historisch der Ort, an dem sich die religiös intoleranten puritanischen Zuwanderer im 17. Jahrhundert niederließen. Warum hat Margaret Atwood gerade diesen Ort als Schauplatz ihres Romans gewählt? Warum die USA, obwohl sie Kanadierin ist?
  • Angenommen, die Geschichte wäre von der männlichen Unfruchtbarkeit, nicht der weiblichen, ausgegangen. Was hätte sich geändert?
  • Ist das Buch ein feministischer Roman oder kritisiert er den Feminismus?
  • Glaubst Du, Atwoods Vision einer Zukunft ist realistisch? Welche Beispiele aus damaliger Zeit (das Buch erschien 1985) oder heutiger Zeit fallen Dir ein, die dem ‚Report‘ Glaubwürdigkeit verleihen könnten?
  • Die ‚Geschichte‘ wird aus der Sicht von Desfred erzählt, die nicht wissen kann, ob und wann jemand ihre Aufzeichnungen finden wird. Kennst Du ähnliche Bücher, egal, ob Roman oder tatsächliche Erlebnisse?
  • Verfilmung: 1990 wurde der Roman von Volker Schlöndorff verfilmt. Wie hat Dir die Verfilmung gefallen? Gelingt dem Regisseur eine gute Umsetzung der Romanvorlage?
  • Fernsehserie: Fall jemand bereits die 2017 erschienene Fernsehserie gesehen hat, wie vergleicht sich diese mit dem Roman von Margaret Atwood? Oder mit der Verfilmung von 1990?
  • Unsere Neuentdeckung des Monats: Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

    Cape Haven, eine Kleinstadt in Kalifornien. Walk, Vincent, Martha und Star waren als Teenager enge Freunde. Doch ein Fehler ändert alles.

    30 Jahre später kommt Vincent aus dem Gefängnis. Walk, inzwischen der örtliche Polizist, kümmert sich um seinen Jugendfreund und um Star, die zwar zwei Kinder, aber ihr Leben nicht im Griff hat. Ihre Tochter Duchess ist 13 Jahre alt und versucht verzweifelt, die kleine Familie zusammenzuhalten.

    Doch die Vergangenheit ist nicht vergessen und die Zukunft bringt weitere tragische Ereignisse.

    Wir stellen den Roman und den Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zusammengestellt.

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    Meinen Hass bekommt ihr nicht (ab 10.11.)

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    Taschenbuch des Monats:

    Das entschwundene Land von Astrid Lindgren

    „Es gibt ja kein Alter, in dem man alles so irrsinnig intensiv erlebt wie in der Kindheit. Wir Großen, die doch selbst einmal Kinder gewesen sind, sollten uns daran erinnern, wie das war.“ Dieses Zitat ist von der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorin Astrid Lindgren, die am 28. Januar vor 20 Jahren gestorben ist.

    In ihrer Autobiografie ‚Das entschwundene Land‘ beschreibt sie ihre Kindheit in Schweden.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor, inklusive Themen für eine gute Diskussion in Ihrem Lesekreis.

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