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Alles, was folgte
Droemer HC
EUR 19,99

* * * *  
1 Bewertung

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Alles, was folgte

Eine deutsche Familiengeschichte zwischen Zweitem Weltkrieg und Mauerfall.

Mit dem Fall der Mauer gerät auch das Leben der 44-jährigen Hamburgerin Katharina Elbracht ins Wanken: Sie erhält ein Bündel Briefe aus Ostberlin, aus dem hervorgeht, dass die Frau, die sie ihr Leben lang ›Mutter‹ genannt hat, in Wahrheit ihre Tante war. Zutiefst erschüttert beginnt Katharina die Geschichte ihrer Familie zu enthüllen. Dabei stößt sie auf eine junge Liebe, die mit Swing-Musik begann und vom Krieg zerstört wurde, auf zwei Schwestern, die durch die Mauer getrennt wurden und einen lebenslangen, geheimen Pakt schlossen, und auf die Spur ihres Vaters, der 1945 als verschollen galt. Ihre Recherchen führen Katharina durch halb Deutschland und bis nach Irland, wo ihr unbekannter Vater einsam und zurückgezogen leben soll. Eines Tages steht sie vor einem alten Haus und streckt die Hand Richtung Klingel aus …

Schnörkellos und mit einem einfühlsamen Blick auf ihre Figuren erzählt die Hamburger Autorin Renate Ahrens, die teilweise auch in Irland lebt, eine beeindruckende deutsch-deutsche Familiengeschichte.

Über Renate Ahrens

Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Theaterstücke und deutsch-englische Kinderbücher. Heute lebt sie mit ihrem Mann abwechselnd in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Nach ihrem Debüt „Der Wintergarten“, veröffentlichte Renate Ahrens „Zeit der Wahrheit“, „Fremde Schwestern“, „Ferne Tochter“, „Seit jenem Moment“ und „Das gerettete Kind“.

Mein-Literaturkreis.de Rezension
von Literaturkreismitglied Uschi F., Schermbeck

„Es werden Schicksale erzählt. Der Leser steckt mittendrin, er fühlt und leidet mit. …Ich bin mir sicher, dass das Buch viele Anhänger finden wird.“

Bewertung des Buches: ✮ ✮ ✮ ✰ ✰
Bewertung der Eignung zur Diskussion in Literaturkreisen:✮ ✮ ✮ ✮ ✰

Kurz nach dem Mauerfall bekommt Katharina, 44, Kriegsfotografin, Post aus Ostberlin. Der dicke Umschlag enthält ein Bündel Briefe, aus denen hervorgeht, dass die Frau, die sie für ihre Mutter hielt, ihre Tante war, von der sie adoptiert wurde. Katharina ist das uneheliche Kind der Schwester Ingrid, die schon verstorben ist. Ihr Vater ist angeblich im Krieg verschollen.

Für sie beginnt nun die Suche nach ihrer Vergangenheit und dem Vater. Im Laufe der Zeit versteht sie die Beweggründe für ihr schwieriges Verhalten immer besser.

Im Buch wechseln immer wieder die Zeitebenen zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit: Hamburg 1990 und 1943.
In der Gegenwart erfahren wir von den Problemen der allein erziehenden Katharina mit dem 20-jährigen Sohn, dem Lebensgefährten, deren Tochter und ihrem Beruf als Kriegsfotografin. Sie macht Fotos von der Realität und ist der Meinung, der Betrachter sollte mit der grausamen Wahrheit konfrontiert werden (2 Babys werden mit der Schaufel von der Straße in einen LKW geladen).
Die Zeit ab 1943 wird von Oskar ihrem 67-jährigen Vater erzählt. Sein Vater war ein überzeugter Nationalsozialist. Er reflektiert über seine Zeit im Krieg und in der Kriegsgefangenschaft. Während des Krieges lernt der 20-jährige Oskar die 17-jährige Ingrid kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Er führt ein einsames Leben als Lehrer und jetzt als Pensionär in Irland, da er seiner verlorenen Liebe immer noch nachtrauert.

Es werden Schicksale erzählt. Der Leser steckt mittendrin, er fühlt und leidet mit.
Mein persönlicher Eindruck: mir werden zu viele unwahrscheinliche Probleme aneinandergereiht. Das angeblich unvorhersehbare Ende ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich bin aber sicher, dass das Buch viele Anhänger finden wird.

Übrigens: Die Kapitel von ihren Reisen nach Kapstadt (Mandelas Freilassung), Libanon, Afghanistan, Äthiopien und Vietnam waren sehr interessant für mich. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Diskussionsfragen

  • Darf man eine Adoption einem Kind verschweigen?
  • Was ändert sich für einen Erwachsenen, wenn er erfährt, dass er adoptiert wurde, also ein Leben lang belogen wurde?
  • Das Leben vor und nach dem Mauerfall?
  • Das Leben in Kriegsgefangenschaft und im Krieg. Wieviele Männer haben davon erzählt?
  • Darf eine Kriegsfotografin wirklich alle Fotos veröffentlichen? Ist es ihre Pflicht, um auf die Gräueltaten des Krieges hinzuweisen?

Werke

Neben den hier aufgeführten Romanen hat Renate Ahrens auch zahlreiche Kinderbücher und einige Theaterstücke geschrieben.

  • Der Wintergarten. 2001
  • Zeit der Wahrheit. 2003
  • Fremde Schwestern. 2011
  • Ferne Tochter. 2012
  • Seit jenem Moment. 2013
  • Das gerettete Kind. 2016
  • Alles, was folgte. 2017

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  • Unser Autor des Monats September 2018: Ian McEwan

    Unser Autor des Monats:

    Ian McEwan

    Ian McEwan ist einer der wichtigsten zeitgenössischen britischen Autoren.

    Romane wie Abbitte, Am Strand, Kindeswohl und – sein aktuellstes Werk – Nussschale begründen seinen literarischen Ruhm.

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    Wir stellen Ian McEwan ausführlich vor und verlosen zwei Buch-/Filmpakete vom Diogenes Verlag an einen Lesekreis:
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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

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    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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