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Schweigeminute
dtv Verlagsgesellschaft
EUR 7,90

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Schweigeminute

Ein Sommer in einer Kleinstadt an der Ostsee irgendwann in den sechziger Jahren: Die Englischlehrerin Stella Petersen und ihr Schüler Christian sind ein Liebespaar – bis Stella bei einem Bootsunfall tödlich verunglückt. Während einer Gedenkfeier in der Aula blickt Christian zurück auf diese heimliche Liebesbeziehung, die nur einen Sommer dauerte, ihn aber für sein ganzes Leben verändert.

Pressestimmen zum Buch ‚Schweigeminute‘

»Wir haben … Siegfried Lenz für ein poetisches Buch zu danken. Vielleicht ist es sein schönstes.« Marcel Reich-Ranicki

»Eine der schönsten Liebesgeschichten der deutschen Gegenwartsliteratur.« Münchner Merkur

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, wurde am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren. Nachdem Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft, studierte er Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte in Hamburg, brach jedoch sein Studium ab und arbeitete 1950/51 als Redakteur für die „Welt“.

Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz‘ Werk dadurch aus, daß es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt. Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz‘ größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman „Deutschstunde“, der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden. Der „Deutschstunde“ folgten viele große Romane („Heimatmuseum“, 1978, „Der Verlust“, 1981, „Exerzierplatz“, 1985 oder „Die Auflehnung“, 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der ‚großen‘ deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser stellten.

Sein Werk umfaßt alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater („Zeit der Schuldlosen“, 1961), schrieb Hörspiele („Haußuchung“, 1967) und Essays („Über den Schmerz“, 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der „kleinen Form“. Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie „So zärtlich war Suleyken“ (1955), „Lehmanns Erzählungen“ (1964) und „Der Geist der Mirabelle“ (1975) belegen dies trefflich. Siegfried Lenz wurde für sein ŒEuvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

Lenz zählt seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Am 7. Oktober 2014 ist er im Alter von 88 Jahren gestorben. (Quelle: Webseite des dtv-Verlages)

»zur Webseite über Siegfried Lenz

Interview

Siegfried Lenz im Gespräch mit Hanjo Kesting anläßlich seines 75. Geburtstages 2001 » zum Interview

Auszeichnungen für Siegfried Lenz

Siegfried Lenz erhielt unzählige Preise und Auszeichnungen, darunter u.a.

  • Gerhart-Hauptmann-Preis; 1961
  • Thomas-Mann-Preis, 1984
  • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 1988
  • Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main; 1999
  • Lew-Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte, 2009
  • Nonino-Preis für sein Werk, 2010
  • Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt Elk (früher Lyck), 2011

Amos Oz über Siegfried Lenz

„Siegfried Lenz beurteilt seine Charaktere nicht. Er beschreibt zwar ihre Schwächen, aber ohne auf sie herabzublicken. Er behandelt sie mit einem Feingefühl, das man in der Weltliteratur nur selten findet.“ (Die Welt)

Werke von Siegfried Lenz

Zu den unterstrichenen Werken gibt es eigene Buchseiten, auf die Sie durch ‚Klicken‘ auf den Buchtitel kommen.

Romane

Erzählungen und Novellen

  • 1955 So zärtlich war Suleyken, Kurzgeschichten
  • 1956 Das schönste Fest der Welt
  • 1956 Das Kabinett der Konterbande
  • 1958 Jäger des Spotts. Geschichten aus dieser Zeit, Erzählungen
  • 1958 Lukas, sanftmütiger Knecht, Erzählung (12 Seiten)
  • 1959 Ein Freund der Regierung, Kurzgeschichte
  • 1960 Das Feuerschiff, Erzählungen
  • 1961 Zeit der Schuldlosen, szenisches Werk
  • 1962 Stimmungen der See, Erzählungen
  • 1964 Das Gesicht, szenisches Werk
  • 1964 Lehmanns Erzählungen
  • 1965 Der Spielverderber, Erzählung
  • 1967 Haussuchung, szenisches Werk
  • 1968 Leute von Hamburg, Erzählung
  • 1970 Die Augenbinde, szenisches Werk
  • 1973 Wie bei Gogol, Erzählung
  • 1975 Der Geist der Mirabelle, Erzählung
  • 1975 Einstein überquert die Elbe bei Hamburg, Erzählungen
  • 1980 Drei Stücke, szenisches Werk
  • 1984 Ein Kriegsende, Erzählung
  • 1987 Das serbische Mädchen, Erzählung
  • 1996 Ludmilla, Erzählung
  • 2004 Zaungast, Erzählungen
  • 2006 Die Erzählungen
  • 2008 Schweigeminute, Novelle
  • 2009 Landesbühne, Novelle
  • 2009 Der Ostertisch, Erzählung, Illustration: Jacky Gleich
  • 2011 Die Ferne ist nah genug. Erzählungen
  • 2011 Die Maske. Erzählungen
  • 2011 Harmonie. Die Versuchsperson. Zwei Einakter
  • 2012 Küste im Fernglas. Erzählungen
  • 2013 Die Nacht im Hotel. Illustriert von Joëlle Tourlonias
  • 2013 Eine Liebesgeschichte. Zärtliches aus Suleyken. Illustriert von Franziska Harvey
  • 2014 Leute von Hamburg. Mit Bildern von Klaus Fußmann und einem Vorwort von Helmut Schmidt
  1. „Schweigeminute“ ist eine romantische Liebesgeschichte, die voll Poesie und Melancholie steckt. Siegfried Lenz ist es gelungen, die tiefe Liebe zweier Menschen, in einer wundervollen Art und Weise dem Leser sehr nah zu bringen.

    20. Juli 2014 | 20:04 | Nicole

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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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