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Das Buch als Magazin

Die bisherigen vier Hefte 'Das Buch als Magazin'

Die bisherigen vier Hefte ‚Das Buch als Magazin‘

„Vorne Literatur, hinten Journalismus“ unter diesem Motto gibt es seit Anfang 2013 ‚Das Buch als Magazin‘. Gegründet von den Journalisten Peter Wagner und Joanna Swistowski, beinhaltet das ca. 120 Seiten umfassende Heft im ersten Teil einen Klassiker der Literaturgeschichte, der im zweiten Teil mit thematisch passenden Geschichten aus der Gegenwart ergänzt wird.

Die Idee, Literatur und Journalismus sowie Klassiker mit aktuellen Gedanken zu verknüpfen kommt an: So bemerkte die FAZ: „Darauf hätte man auch schon früher kommen können…“ Und nachdem das erste Heft vom Art Directors Club mit einem ‚bronzenen Nagel‘ ausgezeichnet wurde, erhielt das Konzept im November 2014 von der Jury der Lead Awards den Titel ‚Newcomermagazin des Jahres‘.

‚Das Buch als Magazin‘ erscheint zweimal im Jahr; bisher wurden veröffentlicht ‚Die Verwandlung‘ von Franz Kafka, Büchners ‚Woyzeck‘, ‚Traumnovelle‘ von Arthur Schnitzler und ‚Das Gespenst von Canterville‘ von Oscar Wilde.

Der Preis für das Magazin beträgt 12 Euro – dafür ist es dann auch werbefrei.

Kaufen kann man die Hefte in Bahnhofs- und Flughafenkiosken, einigen (leider wenigen) Buchhandlungen und auf der Webseite www.dasbuchalsmagazin.de; dort gibt es dann auch alle bisher erschienenen Ausgaben.

Gerade für Lesegruppen, die ja oft Diskussionsanregungen über das jeweilige Werk hinaus suchen, ist ‚Das Buch als Magazin‘ ideal. Deshalb haben wir – zusammen mit dem Malus Verlag – drei Pakete mit den bisher erschienenen vier Magazinen an Lesekreise verlost. Gewonnen haben: der Literaturkreis des Bildungswerk Rebland in Baden-Baden, der Lese- und Literaturkreis Königswinter/Rhein und der Literaturkreis der Kirchgemeinde Zürich-Oberstrass aus der Schweiz. Herzlichen Glückwunsch!

5 Fragen an Peter Wagner, einen der Herausgeber von ‚Das Buch als Magazin‘

Peter-Wagner-Das-Buch-als-MagazinWie sind Sie auf die Idee gekommen ‚Das Buch als Magazin‘ herauszugeben?

Bis ins vergangene Jahr habe ich mit meiner Kollegin, der Art Directorin Joanna Mühlbauer bei der Süddeutschen Zeitung das „jetzt“-Magazin betreut. In einer freien Minute sprachen wir darüber, warum man nach der Schulzeit so selten Klassiker wie den Faust oder den Woyzeck in die Hand nimmt? Wir überlegten, wie man die Werke neu aufbereiten könnte. So kam es zu der Idee, die „alte Literatur“ in ein Magazin zu packen und mit journalistischen Stücken neue Bezüge herzustellen.

Wie wählen Sie die Werke für Ihr Magazin aus? Gibt es Kriterien, die ein Werk erfüllen muss? (maximale Länge, Bekanntheit des Autors, Klassiker…)

Eine wichtige Frage. Wir arbeiten zur Zeit noch mit rechtefreien Stücken – wenn der Autor schon mehr als siebzig Jahre tot ist, dürfen wir die Texte guten Gewissens verwenden. Die Satzdaten erwerben wir dann bei Verlagen wie Hanser, dtv oder Anaconda. Ein weiteres Kriterium ist die Länge. Ein 300-Seiten-Buch bekommen wir nur mit viel Mühe im Magazin unter. Uns ist wichtig, dass das Heft in der Balance bleibt. Die journalistischen Texte sollen ähnlich viel Platz wie das Buch bekommen. Im kommenden Frühjahr wagen wir uns an das bisher längste Stück. Das wird eine kleine Herausforderung.

Warum haben Sie sich für Kafkas ‚Die Verwandlung‘ als Buch für die erste Ausgabe Ihres Magazins entschieden?

Ein Grund war, dass der Titel unser Vorhaben so gut beschreibt: Wir verwandeln ein Buch in ein Magazin. Ein anderer Grund: Man merkt dem Stück sein Alter nicht an. Die Geschichte wirkt so modern, als sei sie gestern erst geschrieben worden. Zudem ist sie eindrücklich und bildhaft wie wenige andere. Herr Samsa erwacht als Käfer im eigenen Leben – geplagt von seiner Arbeit und von seinem Vater. Aus meiner Sicht ist das eine der ersten großen Burn-out-Erzählungen der Literaturgeschichte.

Warum sollten Lese- und Literaturkreise Ihr Magazin kaufen?

Drei Gründe:

  • Wir sind ein Rätsel – Jedes Interview, jede Reportage, jedes Essay im zweiten Teil des Heftes bezieht sich auf das Buch im ersten Teil. Wir erklären aber nie, wo wir die Verknüpfung sehen. Der Leser soll die Parallele selbst entdecken oder eigene Verknüpfungen herstellen. Gerade im Lesekreis macht es Freude, die Bezüge der journalistischen Geschichten zur literarischen Geschichte zu entdecken.
  • Wir sind ein Psychologiemagazin – Uns interessieren die Beziehungen in den literarischen Klassikern, die psychologischen Strukturen. Wir suchen mit besonderer Vorliebe Geschichten aus der Gegenwart, in denen sich Beziehungskonflikte wie im „Woyzeck“ finden oder Vater-Sohn-Konflikte wie in der „Verwandlung“. So rücken die Leitmotive der „alten“ Bücher viel näher ans eigene Leben.
  • Wir sind eine Wundertüte – Unser Heft muss man nicht am Stück lesen. Man kann es immer wieder zur Hand nehmen, herzeigen, den Kindern oder Freunden an die Hand geben. Wir glauben, dass jeder darin etwas für sich entdecken kann.

Was ist für Sie persönlich ein gutes Buch?

Wenn es mir auf die großen Fragen des Lebens neue oder zumindest überraschende Antworten gibt.

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    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

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