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Die besten Buchtipps der Auslandskorrespondentinnen vom Magazin Deine Korrespondentin

DEINE KORRESPONDENTIN (schreibt nicht nur – sie liest auch…)

Die Journalistinnen, die für das Frauenmagazin Deine Korrespondentin schreiben, sind weltweit zuhause. Einige von ihnen haben hier die besten Buchtipps zusammengestellt – schließlich kennen sie sich in „ihrem“ Land am besten aus…

19 persönliche Buchtipps aus (zunächst) 6 Ländern: Frankreich, die Niederlande, Russland, Irland, Namibia und Italien.

Darunter sind natürlich viele Romane, ein Krimi und eine Autobiographie, aber auch Sachbücher, ein Reportagebuch, ein Fotobuch und sogar ein Kochbuch!

Mehr Informationen über das interessante Online-Magazin finden Sie in unserem ausführlichen Interview mit Pauline Tillmann, der Gründerin von Deine Korrespondentin.

Carolin Küter, Lyon: Buchempfehlungen Frankreich


Wie später ihre Kinder, Nicolas Mathieu
Hanser Berlin, 24,00 Euro, TB Piper, 12,00 Euro, 448 Seiten

Erzählt schonungslos und einfühlsam zugleich, wie Arbeitersohn Anthony, Bürgertochter Steph und Einwanderersohn Hacine versuchen, den Lebensentwürfen ihrer Eltern zu entkommen. Sie leben in den 90ern in Lothringen, einer ehemaligen Stahlregion, die nun von Arbeitslosigkeit und Stillstand geprägt ist. Das Buch begleitet sie vier unerträglich heiße Sommer lang. Der Roman erhielt 2018 den renommierten Prix Goncourt.

Dann schlaf auch du, Leïla Slimani
Luchterhand Literaturverlag, 20,00 Euro, btb Verlag, 10,00 Euro, 224 Seiten

Tagesmutter Louise hat die ihr anvertrauten Kinder erstochen. Deren Mutter, die Pariser Anwältin Myriam, entdeckt das Blutbad, als sie abends nach Hause kommt. Bis dahin ahnen sie und ihr Mann nichts vom nahenden Albtraum. Sie bauen ihr Leben auf das Funktionieren einer Person auf, die sie kaum kennen, die immer da, aber nie wirklich Teil der Familie ist. Slimani liefert keine Antworten, stellt aber Fragen über Klasse und moderne Elternschaft.


Die Kunst zu verlieren, Alice Zeniter
Berlin Verlag, 25,00 Euro, TB Piper, 12 Euro, 560 Seiten

Erzählt die Geschichte mehrerer Generationen von „Harkis“, jenen Algeriern, die während des Unabhängigkeitskrieges mit der französischen Armee zusammenarbeiteten. Die als Verräter geltende Familie muss nach Frankreich fliehen, wo sie sich in ihr Schicksal als Bürger*innen zweiter Klasse fügt. Es geht um Rassismus und den Kampf um Würde. Todtraurig, aber sehr berührend.

CAROLIN KÜTER (geboren 1984) lebt seit 2014 im französischen Lyon. Als freie Nachrichtenredakteurin beim TV-Sender „euronews“ berichtet sie über internationale Politik. Als Autorin hat sie bisher vor allem für den „Weser-Kurier“ aus Bremen gearbeitet. In ihren Reportagen, Interviews und Analysen berichtet sie, abseits der Hauptstadt Paris, über Themen aus Politik, Gesellschaft und Kultur.

Sarah Tekath, Amsterdam: Buchempfehlungen Niederlande


Das Tagebuch der Anne Frank
Fischer, 10,00 Euro, 368 Seiten

Ihr Versteck gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam und ihr Tagebuch ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Um einen Eindruck zu bekommen, wie das Leben in den von den Nazis besetzten Niederlanden ausgesehen hat, in ständiger Angst, verhaftet zu werden, kann ich jedem Anne Franks Tagebuch nur ans Herz legen.


Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
Rowohlt Taschenbuch, 14,00 Euro, 880 Seiten

Hier muss man schon etwas Zeit mitbringen, das Buch hat nämlich mehr als 800 Seiten. Aber es lohnt sich. Die Geschichte handelt von so vielen Dingen, dass es schwer ist, sie zusammen zu fassen. Es geht um Freundschaft und Liebe, die Nachkriegszeit, Don Juan und Religion. Hier bekommt ihr auf jeden Fall einen super Einblick in die Zeit von 1960 bis 1980.

Amsterdam, Ian McEwan
Diogenes, 12 Euro, 224 Seiten

Ein weiterer großer Name der Weltliteratur. Für dieses Werk hat Ian McEwan sogar 1998 den Booker Prize bekommen. Der Protagonist reist nach Amsterdam, um dort einen seiner Freunde zu töten. Zum Krimi dazu gibt es schmale Grachtenhäuser, Brücken, Fahrräder und die typische Atmosphäre, die die Stadt so besonders macht.

SARAH TEKATH (geboren 1986) kommt ursprünglich aus dem Ruhrgebiet, hat zwei Jahre in Prag gelebt und schrieb dort als Freie für die Prager Zeitung und das Landesecho. Im Jahr 2014 zog sie nach Amsterdam, wo sie unter anderem für das journalistische Start-up Blendle arbeitete. Seit 2016 ist sie selbständige Journalistin und kümmert sich, gemeinsam mit Helen Hecker, auch um den Instagram-Kanal bei Deine Korrespondentin.

Pauline Tillmann, Buchempfehlungen Russland


Mein russisches Abenteuer – auf der Suche nach der wahren russischen Seele, Jens Mühling
Dumont, 16,95 Euro, 376 Seiten

Ich habe Jens Mühling vor vielen Jahren über den Berliner Verein n-ost, Netzwerk für Osteuropaberichterstattung, kennengelernt. Seit 2005 arbeitet Mühling beim Tagesspiegel und war bei der Seite Drei und im Sonntagsmagazin. Heute ist er Redakteur der Samstagsbeilage „Mehr Berlin“. Darüber hinaus setzt er immer wieder als Autor große Reportagebücher um. Eines davon heißt „Mein russisches Abenteuer“ und ist 2020 in neuer Auflage erschienen. In dem Buch porträtiert er das „echte“ Russland und reiste dafür ein Jahr lang durch das Land, traf ungewöhnliche Menschen wie eine Einsiedlerin in der Taiga und einen Priester, der in der atomar verseuchten Sperrzone von Tschernobyl predigt. Die Stärke des Buches ist die persönliche Perspektive, die Jens Mühling einnimmt und damit ein Land zum Vorschein bringt, das so ganz anders ist als das was die meisten von uns aus den Nachrichten kennen. 2020 hat er im Übrigen auch ein Reportagebuch veröffentlicht, bei dem er eine Reise um das Schwarze Meer unternommen hat. Zuvor ist er durch die Ukraine gereist und hat seine Eindrücke wiederum literarisch festgehalten.


St. Petersburg Kontraste, Daniel Biskup
Verlag Salz und Silber der Hutter und Donner, 39,50 Euro, 264 Seiten

Ich habe 2011 bis 2015 als freie Auslandskorrespondentin in St. Petersburg gearbeitet – eine Stadt, die mir als Studentin extrem ans Herz gewachsen ist und die ich nach wie vor sehr liebe. Deshalb komme ich nicht umhin, den Fotoband „St. Petersburg Kontraste“ von Daniel Biskup zu empfehlen, weil er ein so facettenreiches Bild dieser Stadt zeichnet wie sonst nur wenige Bücher. Auf 264 Seiten zeigt Biskup bekannte Orte wie den Isaaksplatz, aber auch einen vergammelten Hinterhof oder das Badezimmer in einer Kommunalka. Es sind Fotografien, die sogar mich, die sich seit 16 Jahren intensiv mit Russland und insbesondere St. Petersburg beschäftigt, erstaunt und berührt haben. Daniel Biskup ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Fotografen. Er interessiert sich für Menschen und Politik, nicht zuletzt in Osteuropa. 1988 reiste Biskup das erste Mal in die Sowjetunion, um sich von Gorbatschows Perestroika und Glasnostpolitik selber ein Bild zu machen. Die Wiedervereinigung hat er in zahlreichen Fotografien festgehalten und wurde später als das „Auge der deutschen Einheit“ bezeichnet. Erst kürzlich habe ich entdeckt, dass Biskup und ich – neben der Faszination für Osteuropa – eine weitere Gemeinsamkeit haben: Wir haben beide an der Universität Augsburg studiert. Biskup Geschichte, Politologie und Volkskunde – ich Politologie, Soziologie und Psychologie.


Ritas Leute – eine deutsche Familiengeschichte, Ulla Lachauer
Rowohlt Verlag, 12,00 Euro, 440 Seiten

Dieses Buch ist schon etwas älter, aber ich habe es seinerzeit mit großem Gewinn gelesen. Es handelt sich um die lebenslustige Rita Pauls, eine selbstbewusste Frau, barocker Statur und schöner Gesangsstimme. Sie selber hat ihren Lebensmittelpunkt in Mannheim, ihre Familie dagegen ist weit verstreut. Denn: Rita stammt aus Kasachstan und ist 1989 nach Deutschland emigriert. Damit gehört sie zu 2,5 Millionen Russlanddeutschen. Es stößt immer wieder auf Unverständnis, warum viele Russlanddeutsche die AfD wählen und Putin gut finden. Deshalb ist es sinnvoll, sich an der einen oder anderen Stelle intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Die ZEIT hat es so zusammengefasst: „Das Buch steckt voller Geschichten, eine fremde Welt öffnet sich.“ Wer noch mehr über Erinnerungen, Identitäten und Migrationsgeschichten erfahren möchte, dem oder der sei das „Russlanddeutsche Dilemma“ von den geschätzten Kolleg*innen von „Dekoder“ empfohlen: https://nemcy.dekoder.org/de. Dort gelingt es, sich dem Thema auf visuell anschauliche Weise zu nähern und neben Fakten auch eine ganze Reihe persönlicher, eindrücklicher Geschichten zu vermitteln.

Berlin – Moskau – Eine Reise zu Fuß, Wolfgang Büscher
Rowohlt Taschenbuch, 10,00 Euro, 240 Seiten

Der Autor Wolfgang Büscher gehört, meiner Meinung nach, zu den besten seiner Zunft. Er arbeitet bei der Tageszeitung DIE WELT und nimmt sich immer wieder Auszeiten, um Bücher zu schreiben wie zuletzt für „Heimkehr“, das 2019 im Rowohlt-Verlag erschienen ist. In den vergangenen Jahren reiste er quer durch Deutschland und verbrachte einen „Frühling in Jerusalem“. Die Reise von Berlin nach Moskau gehört zu seinen Frühwerken – ist inzwischen ein Klassiker – und schildert die Eindrücke, die er gesammelt hat, als er 2003 allein drei Monate lang zu Fuß unterwegs war. SPIEGEL-Redakteur Hauke Goos empfahl das Buch beim Reporter-Forum als Lektüre-Tipp für Reporter*innen mit den Worten: „Das Wunderbare: Büscher findet Worte für die Veränderung, die spürt, wer weiter und immer weiter nach Osten vordringt – den Wechsel der Farben, der Geräusche, der Gerüche; der Atmosphäre.“ Besser kann man es nicht zusammenfassen.

PAULINE TILLMANN (geboren 1983) ist Gründerin und Chefredakteurin von „Deine Korrespondentin“. 2011 bis 2015 war sie freie Auslandskorrespondentin in St. Petersburg und hat für den ARD Hörfunk über Russland / Ukraine berichtet. Zuvor hat sie beim Bayerischen Rundfunk volontiert. 2013 hat sie das iPad-Buch „Frei arbeiten im Ausland“ geschrieben, 2015 das eBook „10 Trends für Journalisten von heute“ und 2020 am Handbuch für digitale Medien-Entrepreneure (DW Akademie) mitgewirkt.

Mareike Graepel, Dublin: Buchempfehlungen Irland


Für immer Rabbit Hayes, Anna McPartlin
rororo, 12 Euro, 512 Seiten

Das zweite Buch, das sich um den verrückten und liebenswerten Familien- und Freundeskreis von Rabbit Hayes dreht, setzt da an, wo „Die letzten Tage der Rabbit Hayes“ endeten: Mit ihrem Tod. Trotz des Themas Brustkrebs ist das Buch oft sehr humorvoll (ich habe es in einem Dubliner Restaurant, in dem ich allein gegessen habe, angefangen und habe richtig laut gelacht und laut geweint – ich glaube, da darf ich nicht mehr hin…) und man hört die irische Bodenständigkeit und den rau-herzlichen Umgang der Leute aus jeder Zeile sprechen. Anna McPartlin war mal Comedian – das merkt man. Sie schreibt Charaktere, die einem so nah kommen, dass man denkt, man müsse eine geliebte Nachbarschaft verlassen, wenn man ihre Bücher zuklappt.

The Nothing Man, Catherine Ryan Howard
rororo, 12 Euro (erscheint am 20. Juli), 448 Seiten

Irische Frauen schreiben die besten Krimis. Und Catherine Ryan Howard ganz besonders – sie liefert eine perfide ausgeklügelte Struktur, großartig(-krasse) Figuren, die einen ebenso faszinieren wie abstoßen. In „The Nothing Man“ gelingt es ihr, dass die Leser*innen sich ebenso sehr mit den Opfern fürchten wie mit dem Täter planen – es sei garantiert: Nach diesem Buch werden alle Türen, Fenster und Vorhänge kontrolliert!

Botschaften an mich selbst, Emilie Pine
btb Verlag, 20,00 Euro, 224 Seiten

Ein Buch, das man in die Hand nimmt und nicht mehr weglegt: Am Frauentag am 8. März 2021 ist Emilie Pines Bestseller auf Deutsch erschienen. Wie passend! Die junge Irin hat Essays geschrieben, die den aktuellen Frauen-Generationen aus der Seele sprechen. Es geht um Geburt, Tod, Gewalt, Schmerz, Trauer und Infertilität. Um einen alkoholkranken Vater, um Tabus des weiblichen Körpers. Aber auch um Freude, Befriedigung, Mut und Glück. Ein Traum von Buch!

MAREIKE GRAEPEL (geboren 1977) ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin und Mutter von zwei Töchtern. Sie schreibt seit ihrer Jugend für lokale, regionale und überregionale Tageszeitungen und Magazine in Irland und Deutschland – zunächst als freie Mitarbeiterin, dann als Redakteurin. Seit 2017 ist sie selbstständig. Ihre Themen drehen sich meist um Gesellschaft, Umwelt, Familie, Gesundheit und Kultur.

Lisa Ossenbrink, Windhuk: Buchempfehlungen Namibia


Sehnsuchtsland Namibia: Reiseerlebnisse einer Afrikakennerin, Hannah Schreckenbach
Palmato Publishing, 18,99 Euro, 346 Seiten

Hannah Schreckenbach hat Namibia mehr als zehnmal besucht. Sie hat die Entwicklung der jungen Nation über 20 Jahre lang hinweg beobachtet, Land und Leute somit eingehend kennengelernt. Reiseberichte werden oft von AutorInnen geschrieben, die zum ersten Mal an einen Ort reisen und nicht wirklich ein Gefühl für die Kultur und Geschichte ihrer Destinationen haben. Deswegen möchte ich Sehnsuchtsland Namibia empfehlen, weil es mit Feingefühl und Einsicht über meine zweite Heimat berichtet.

Kalungas Kind: Meine unglaubliche Reise ins Leben, Stefanie Aukongo mit Peter Hilliges
Selbstverlag, 12,84 Euro, 262 Seiten

Mein zweiter Lesetipp ist Kalungas Kind von Stefanie Aukongo. Es handelt sich hierbei um eine Autobiografie: Und was für eine Geschichte Stefanie zu erzählen hat! Das Buch geht auf den namibischen Befreiungskrieg und die namibischen DDR-Kinder ein – zwei historische Fakten, über die viel zu wenig gesprochen wird. Zum einen handelt es sich also um eine persönliche, packende Erzählung, zum anderen kann der oder die Leser*in wirklich viel über Namibias Geschichte lernen.

Licht und Schatten in Namibia: Alltag in einem Traumland, Anna Mandus
Palmato Publishing, 15,99 Euro, 208 Seiten

Für Anna Mandus ist Namibia, genauso wie für mich, zur zweiten Heimat geworden. Sie berichtet mit viel Humor und Verständnis über die Traditionen und Kulturen der hier ansässigen Menschen. Dabei ist es ihr wichtig zu zeigen, dass Namibia nicht nur aus Safari-Touren und teuren Lodges besteht. Licht und Schatten zeigt alle Seiten dieses vielfältigen und facettenreichen Landes.

LISA OSSENBRINK (geboren 1993) berichtet als freie Korrespondentin aus Namibia. Sie schreibt über Menschen, Macht und internationale Beziehungen zwischen Europa und Sub-Sahara Afrika. Zu ihren Schwerpunktthemen zählen insbesondere Frauen- und digitale Rechte. Sie hat in Köln und Paris Philosophie sowie in Arhaus und Amsterdam Journalistik, Politik und Globale Studien studiert.

Helen Hecker, Palermo: Buchempfehlungen Italien


Die Löwen von Sizilien: Die Geschichte einer Familie, Stefania Auci, Judith Schwaab
Goldmann Verlag, 15,99 €, 640 Seiten

Dieses Buch empfehle ich schon seit einiger Zeit, der italienische Titel bedeutet eigentlich „Die Kunst der Freude“, aber hierzulande läuft es unter „Die Löwen von Sizilien“. Es ist die Geschichte von zwei Brüdern der Familie Florio, die „es“ in Palermo schaffen wollen, irgendwie. Sie sind mutig und willensstark und es gelingt ihnen tatsächlich, aus einem Gewürzladen ein erfolgreiches Unternehmen zu machen. Als einer der beiden, Paolo, stirbt, liegt das Schicksal der Familie in der Hand seines Sohnes Vincenzo. Familienstreitigkeiten und Schicksalsschläge folgen, die Florios zu Fall zu bringen könnten…

Meine geniale Freundin (Neapolitanische Saga, Teil 1), Elena Ferrante
Suhrkamp Verlag, 11,00 Euro, 488 Seiten

In diesem ersten der vier Bücher der Neapolitanischen Saga geht es um die Kindheit und Jugend von Lila und Elena. Sie wachsen in Neapel auf, in einem Viertel, in dem derbes Fluchen, Familienfehden und Schießereien zumindest nicht ungewöhnlich sind. Die eine ist draufgängerisch, die andere schüchtern, beide wollen einander beweisen, dass sie besser sind als die andere. Trotzdem sind sie Freundinnen und aufmerksam, was die Sorgen und Nöte der anderen betrifft. Ich würde alle vier empfehlen, und unbedingt mit diesem ersten einsteigen.

Sizilien in meiner Küche, Cettina Vicenzino
Dorling Kindersley Verlag, 28,00 Euro, 240 Seiten

Meine Mutter hat mir zu Weihnachten ein sizilianisches Kochbuch geschenkt, von einer echten Sizilianerin, das richtig toll ist. Ich bin da ja sonst eher skeptisch. Ich habe mir aber diese Rezepte angeschaut – viel zu oft sind es in vielen Kochbüchern ja nur billige Ableger der sizilianischen Küche. Aber Cettina Vicenzino hat alles so super recherchiert und wirklich Insiderköche auf ganz Sizilien besucht, um bei ihnen die besten Rezepte zu sammeln. Daraus ist eine Fusion aus traditionellen Gerichten mit zeitgenössischen Varianten und jede Menge Background-Infos zu Herkunft, Anbau und Verarbeitung der Lebensmittel entstanden.

HELEN HECKER (geboren 1986) berichtet als freie Redakteurin und Fotografin für Online, Print und TV. Sie ist unsere Community Managerin und kümmert sich darüber hinaus um unseren Instagram-Kanal. Nach ihrem Studium zur Sprach- und Politikwissenschaftlerin in Bamberg zog es sie 2008 nach Sizilien. Dort war sie lange Zeit für die nationale Dokumentarfilm-Akademie tätig und spezialisiert sich in ihrer Auslandkorrespondenz auf Italien.

  • Unser Thema des Monats: Die besten Buchtipps der Auslandskorrespondentinnen vom Magazin Deine Korrespondentin

    Unser Thema des Monats:

    Buchtipps von Auslands-Korrespondentinnen

    Die Journalistinnen, die für das Frauenmagazin Deine Korrespondentin schreiben, sind weltweit zuhause.

    Für MeinLiteraturkreis haben einige von ihnen ihre persönlichen Buchtipps zusammengestellt – schließlich kennen sie sich in „ihrem“ Land am besten aus…

    Zusammen gekommen sind 19 Buchempfehlungen aus 6 Ländern: Frankreich, die Niederlande, Russland, Irland, Namibia und Italien.

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Scham von Inés Bayard

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Scham von Inés Bayard

    Marie ist glücklich verheiratet mit Laurent, beide wünschen sich ein Kind. Doch eines Abends wird Marie vergewaltigt. Doch die junge Frau schweigt. Nur wir als Leser werden Zeugen ihrer verletzten Seele und ihrer Scham. Aber Marie kann mit dem Schweigen nicht leben; ihr nahezu perfektes Leben gerät aus den Fugen und steuert auf eine Katastrophe zu.

    Autorin ist die Französin Bayard, geboren 1992. Scham ist ihr erster Roman und stand auf der Longlist für den Prix Goncourt 2018.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Die Pest von Albert Camus

    Taschenbuch des Monats:

    Die Pest von Albert Camus

    Der Klassiker ist in Corona-Zeiten der Roman der Stunde – in vielen Ländern ist die Nachfrage riesengroß. Warum wollen so viele dieses Buch gerade jetzt lesen?

    Camus wurde 1913 im damaligen Französisch-Nordafrika, dem heutigen Algerien, geboren. Später zog er nach Paris. Gleich seine ersten Werke, Der Mythos des Sisyphos und Der Fremde machten ihn bekannt. 1957 erhielt Camus den Nobelpreis für Literatur. 1960 starb er, mit nur 46 Jahren.

    Wir stellen Buch und Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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