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Die Vegetarierin
Aufbau Verlag
EUR 18,95

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8 Bewertungen

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Die Vegetarierin

Yeong-Hye und ihr Ehemann sind ganz gewöhnliche Leute. Er geht beflissen seinem Bürojob nach und hegt keinerlei Ambitionen. Sie ist eine zwar leidenschaftslose, aber pflichtbewusste Hausfrau. Die angenehme Eintönigkeit ihrer Ehe wird jäh gefährdet, als Yeong-Hye beschließt, sich fortan ausschließlich vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. »Ich hatte einen Traum«, so ihre einzige Erklärung. Ein kleiner Akt der Unabhängigkeit, aber ein fataler, denn in einem Land wie Südkorea, in dem strenge soziale Normen herrschen, gilt der Vegetarismus als subversiv. Doch damit nicht genug. Bald nimmt Yeong-Hyes passive Rebellion immer groteskere Ausmaße an. Sie, die niemals gerne einen BH getragen hat, fängt an, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen und von einem Leben als Pflanze zu träumen. Bis sich ihre gesamte Familie gegen sie wendet.

»Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie für nichts Besonderes. Bei unserer ersten Begegnung fand ich sie nicht einmal attraktiv. Mittelgroß, ein Topfschnitt, irgendwo zwischen kurz und lang, gelbliche unreine Haut, Schlupflider und dominante Wangenknochen. So fühlte ich mich weder von ihr angezogen noch abgestoßen und sah daher keinen Grund, sie nicht zu heiraten.«

Die Vegetarierin ist eine kafkaeske Geschichte in drei Akten über Scham und Begierde, Macht und Obsession sowie unsere zum Scheitern verurteilten Versuche, den Anderen zu verstehen, der ja doch, wie man selbst, Gefangener im eigenen Leib ist. Der Roman wurde mit dem Man Booker International Prize 2016 ausgezeichnet.

Pressestimmen

» Es ist ein Buch wie kein anderes. « SRF Schweizer Radio und Fernsehen

» Ein Buch wie ein Mahl: gehaltvoll, überaus sättigend, mit bitterem Abgang. « Münchner Merkur

» Die Geschichte der Antiheldin Yeong-Hye ist die Geschichte einer Verweigerung. « Süddeutsche Zeitung

» So ein sonderbares Buch. […] Han Kangs verstörendes Buch hat eine leise, revolutionäre Kraft. « Volker Weidermann, Literatur Spiegel

» […] eine bizarre Geschichte über Selbstbestimmung, Unterdrückung und Subversion im modernen Südkorea. «, aviva berlin

» Die Vegetarierin ist ein Meisterwerk. « Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

» So etwas Intensives und Aufwühlendes wie Die Vegetarierin hat man lange nicht gelesen. « NDR Kultur

Leseprobe von ‚Die Vegetarierin‘

Artikel (Spiegel Online) zum Buch

Über Han Kang

Han Kang wurde in Gwangju, Südkorea, geboren. 1993 debütierte sie als Dichterin, ihr erster Roman erschien 1994. Für ihr literarisches Schreiben wurde sie mit dem Yi- Sang-Literaturpreis, dem Today’s Young Artist Award und dem Manhae Literaturpreis ausgezeichnet. Derzeit lehrt sie kreatives Schreiben am Kulturinstitut Seoul.

Webseite von Han Kang (englisch): www.writerhankang.com/eng/

Werke

Han Kangs Werk umfasst mehrere Bücher. Ins Deutsche übersetzt wurden:

  • Die Früchte meiner Frau, in: Koreanische Erzählungen. Hrsg. von Sylvia Bräsel und Lie Kwang-Sook. 2005 (erschienen in Korea: 2000)
  • Die Vegetarierin, Roman. 2016 (erschienen in Korea: 2007)

Auszeichnungen

  • 1995: Hankook Ilbo Preis für hervorragende Romanschriftsteller
  • 1999: Koreanischer Roman-Preis
  • 2000: Preis für junge Künstler von heute des Ministeriums für Kultur und Tourismus
  • 2005: Yi-Sang-Literaturpreis
  • 2010: Tongni-Literaturpreis
  • 2016: Man Booker International Prize für The Vegetarian (Die Vegetarierin)
  • 2016: Ausgewählt und vorgestellt auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger
  • Nominiert für den LiBeraturpreis 2017

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  • Unser Buch des Monats März 2018: Das etruskische Lächeln von José Luis Sampedro

    Unser Buch des Monats:

    ‚Das etruskische Lächeln‘ von José Luis Sampedro

    Kinostart: 12. April!

    Sampedro erzählt die bewegende Geschichte eines grantigen alten Mannes, der sich aus gesundheitlichen Gründen vom Land auf den Weg in die Stadt zu seinem Sohn macht. Sie hatten sich über die Jahre entfremdet und zunächst fällt es beiden schwer einen Zugang zueinander zu finden.

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats März 2018: Ikarien von Uwe Timm

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Ikarien von Uwe Timm

    Uwe Timm wendet sich in seinem neuen Roman wieder einem historischen Thema von aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz zu: Er beschreibt den intellektuellen Werdegang und wissenschaftlichen Forschungsweg des Eugenikers Alfred Ploetz.

    Einem internationalen Publikum bekannt wurde Timm mit seiner Novelle ‚Die Entdeckung der Currywurst‘.
    Übrigens: Von wenigen Autoren empfehlen wir auf unserer Webseite so viele Bücher wie von Uwe Timm.

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  • Unser Autor des Monats März 2018: Heinrich Böll

    Unser Autor des Monats:

    Heinrich Böll

    Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit der jungen Bundesrepublik auseinander.

    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

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