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Stoner
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Stoner

›Stoner‹ ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird – es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ.

Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen.

›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Pressestimmen

»Jetzt liegt ›Stoner‹, von Bernhard Robben vorzüglich übersetzt, in einer deutschen Ausgabe vor, die es erlaubt, einen zu Unrecht vergessenen Autor zu entdecken.« Schmidt, Süddeutsche Zeitung

»›Stoner‹ ist ein literarischer Schatz, ein Buch, das von den kleinen Siegen und den großen Niederlagen des Universitätsprofessors William Stoner erzählt.« Andre, spiegel.de

»Es ist ein zutiefst menschliches Buch über einen zutiefst menschlichen Mann.« Elke Heidenreich
»Ein bewegender, trauriger und tröstlicher Roman, publiziert vor fast 50 Jahren und jetzt wiederentdeckt, ein Leseglück!«, Ulrich Greiner, Die Zeit

»Ein Roman, der mich wirklich verblüfft hat.« Denis Scheck, SWR

Leseprobe von ‘Stoner’

Über das Buch ‘Stoner’

›Stoner‹ – Vom Geheimtipp zum Welterfolg
Bis zu seiner Wiederentdeckung 2006 in den USA war ›Stoner‹ einer der großen vergessenen Romane der Weltliteratur. Nur wenige Literaturliebhaber und Schriftsteller wiesen immer wieder auf den außerordentlichen Rang dieses Werks hin, erwarben noch übrige Exemplare antiquarisch, verschenkten sie im Dutzend.

Der Erfolg kam zunächst in den USA, als Edwin Frank der Chef-Lektor der New York Books Classics den lange vergriffenen Roman ›Stoner‹ wieder entdeckte und veröffentlichte. Ad hoc 40.000 verkaufte Exemplare, das war viel für einen Autor, der nicht mehr lebte und den kaum jemand kannte – und es war ein Signal:

Eine erste Übersetzung von ›Stoner‹ ins Französische folgte – durch Anna Gavalda, die eine große Fürsprecherin des Buches wurde und ihm zu großartiger Verbreitung verhalf.

Auch in England, Italien (Mix-Preis 2013 – das beste 2012/13 verkaufte Buch, ausgewählt von den Feltrinelli-Buchhändlern), Israel und Holland – entwickelte sich ›Stoner‹ zum Bestseller mit monatelanger Verweildauer auf den Listen – ein Buch, das Kritik wie Publikum gleichermaßen hinriss und weltweit über eine Million mal verkauft wurde.

Inzwischen entstehen Übersetzungen in mehr als zehn weiteren Sprachen: u. a. Brasilianisch / Portugiesisch, Chinesisch, Dänisch, Katalanisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch und Türkisch.

Artikel (in Englisch) über die Geschichte des Vergessens und der Wiederentdeckung des Buches: www.themillions.com/2013/06/a-forgotten-bestseller-the-saga-of-john-williamss-stoner.html

Interview mit der Lektorin des deutschen Verlags: www.popkulturschock.de/interview-john-williams-sleeper-hit-stoner

Diskussion von ‘Stoner’ im Literaturclub des Schweizer Fernsehens (Video vom 10.9.2013; Dauer ca. 13 Minuten)

Über John Williams

John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Seine Großeltern waren Farmer, seinen Vater kannte er nicht; sein Stiefvater arbeitete im Postamt. Er besuchte zunächst nur ein Jahr das College, arbeitete dann aber für Zeitungen und einen Radiosender.

1942 meldete er sich zur Air Force und verbrachte 2 ½ Jahre in Indien und Burma. Während dieser Zeit entstand die Erstfassung seines ersten Romans.

Nach Kriegsende studierte er englische Literatur an der University of Denver. Bereits während seines Studiums wurden seine ersten beiden Bücher veröffentlicht; ein Roman und ein Gedichtband Anschließend wechselte er an die University of Missouri, wo er einen Lehrauftrag erhielt. 1954 promovierte er dort in Englische Literatur. 1955 kehrte Williams an seine alte Universität zurück, die ihn als Assistenzprofessor einstellte. 1960 erschien sein zweiter Roman Butcher’s Crossing, ein klassischer Western.

Sein dritter Roman mit dem Titel Stoner hat Leben und Karriere eines Professors für Englische Literatur an der University of Missouri zu Thema und erschien 1965. Sein letzter Roman Augustus ist ein historischer Roman über Kaiser Augustus. Das Buch wurde 1973 mit dem renommierten National Book Award für Belletristik ausgezeichnet. Ein fünfter Roman blieb unvollendet.

An der Universität gab er bis zu seiner Emeritierung 1985 Kurse in Creative Writing und lehrte Englische Literatur. John Williams starb 1994 in Fayetteville, Arkansas.

Stimmen über John Williams

»Er war ein Mann mit einem unverschnörkelten Charakter. Sentimentalität und Beschönigungen lehnte er ab. Er pflegte zu sagen, wenn er nicht Schriftsteller geworden wäre, dann vielleicht Klempner.« Nancy Williams, seine vierte Ehefrau, die fünfunddreißig Jahre mit ihm lebte

»Er hatte eine private Seite, die er für sich behielt, ohne dass es seine Freundlichkeit oder Zuvorkommenheit beeinträchtigt hätte. Er hielt sich nicht mit Selbstmitleid auf, selbst als er später mit einem Sauerstoffgerät unterwegs war. Er fühlte sich wohl, wo und wie er war.« Richard Richardson, Autor und langjähriger Kollege

Diskussionsfragen zu ‚Stoner‘ von John Williams

  • Bereits auf der ersten Seite des Romans wird das gesamte Leben von William Stoner zusammengefasst. Wie gefällt Ihnen diese Art des Buchanfangs? Hatten Sie dennoch Lust das Buch zu lesen? Haben Sie sich beim Lesen des Buches an die Informationen, die Ihnen bereits zu Anfang gegeben wurden, erinnert und hat dies Ihren Eindruck des Buches beeinflusst?
  • Wie ist Stoners Beziehung zu seinen Eltern? Wie unterscheidet sich diese von der Beziehung, die seine Tochter Grace später zu ihm und ihrer Mutter Edith hat?
  • Ist das Buch (teilweise) autobiografisch? Lesen Sie dazu den Abschnitt ‚Über John Williams‘ auf dieser Seite. Vergleichen Sie beispielsweise den Namen vom Protagonisten Stoner mit dem des Autors, den familiären Hintergrund, Studienfach und Berufswahl.
  • Wie ist die Beziehung zwischen Stoner und seiner Frau Edith? Wie entwickelt sie sich vom ersten Kennenlernen bis zu seinem Tod? Kurz vor seinem Tod fanden sie Frieden: „Sie hatten sich das Leid vergeben, das sie einander zugefügt hatten, und betrachteten selbstversunken, was aus ihrem gemeinsamen Leben hätte werden können.“ … „Wäre ich stärker gewesen, dachte er, hätte ich mehr gewusst, hätte ich mehr begriffen. … Hätte ich sie nur mehr geliebt.“ (Taschenbuch, S. 342). Können Sie seine Gedanken nachvollziehen? Wer hatte ‚Schuld‘ an den Schwierigkeiten in ihrer Beziehung?
  • Wie sehen Sie Edith? Wie entwickelt sie sich im Laufe des Romans? Welchen Einfluss auf ihre Persönlichkeit haben ihre einsame, unglückliche Kindheit (Taschenbuch, S. 70-73) und die Beziehung zu ihrem Vater? Als Ediths Vater Selbstmord begeht, sagt ihre Mutter „Sie standen sich sehr nahe. … Weit näher, als es den Anschein hatte.“ Was meint sie damit? Nach der Beerdigung entledigt sich Edith aller Erinnerungen an ihren Vater: „ … der andere Haufen enthielt all das, was ihr Vater ihr gegeben hatte, sowie Dinge, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit ihm standen. … Methodisch und mit einem ausdruckslosen Gesicht, das weder Wut noch Freude verriet, nahm sie diese Dinge und vernichtete sie eines nach dem anderen.“ (Taschenbuch, S. 148) Was ist der Grund dafür?
  • Ist Stoner seiner Tochter Grace ein guter Vater? Was macht einen guten oder einen weniger guten Vater aus?
  • Sind Sie der Meinung, dass einer der Elternteile mehr ‚Schuld‘ an der frühen Schwangerschaft und dem Alkoholismus von Grace hatte oder hatten beide einen gleichen Anteil daran?
  • Stoner gestaltet sein Arbeitszimmer und schafft sich dadurch „ein Bild, das vermeintlich einen Ort zeigte, aber eigentlich ihn selbst darstellte.“ (Taschenbuch, S. 129) Inwiefern definiert er sich durch dieses Zimmer. Gibt es für Sie Orte, die für Sie wichtig und Teil Ihrer Persönlichkeit sind?
  • Warum hält Stoner an seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Studenten Charles Walker fest? Warum ist ihm seine Entscheidung so wichtig? Sind ihm die Konsequenzen für seine eigene Person bewusst? Hat er mit seiner Entscheidung Recht oder ist er einfach nur stur?
  • Charles Walker ist körperlich beeinträchtigt, wie auch Dr. Hollis Lomax, Stoners Kollege und späterer Gegenspieler an der Universität. Hat der Autor Ihrer Meinung nach dies bewusst so gewählt und wenn ja, warum?
  • Warum läuft Stoner mit seiner Geliebten Katherine nicht weg? Sind Sie der Meinung, er hätte es machen sollen? Wenn ja, warum? Was wäre passiert?
  • Im Buch gibt es mehrere Zeitpunkte, an denen Stoner eine Entscheidung hätte treffen können. Hatte er die Kontrolle über sein Leben oder war er eher träge und hat den Dingen ihren Lauf gelassen?
  • Das Schicksal der Charaktere in diesem Buch scheint sehr von ihrer jeweiligen Kindheit beeinflusst worden zu sein. Inwiefern sind Menschen frei darin, ihrer Erziehung zu entfliehen? Stoner, Edith Grace – nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand oder werden sie durch ihre Erziehung bestimmt?
  • „Was hast Du denn erwartet?, dachte er wieder. Eine Art Freude überkam ihn, kam wie auf einer Sommerbrise. Undeutlich erinnerte er sich, ans Scheitern gedacht zu haben – als wäre das wichtig. Jetzt fand er solche Gedanken kleinlich, fand sie unwürdig angesichts dessen, was sein Leben gewesen war.“ (Taschenbuch, S. 347) Glauben Sie, dass Stoner am Ende seines Lebens bedauert, wie er sein Leben gelebt hat?
  • War die Zeit, in der das Buch spielte, wichtig für die Erzählung?
  • John Williams sagte in einem Interview, dass seiner Meinung nach William Stoner ein richtiger Held sei. Er ging davon aus, dass viele Leute, die das Buch lesen würden, der Meinung wären, Stoner hätte ein trauriges und schlechtes Leben gelebt. Der Autor war jedoch der Meinung, dass Stoner ein sehr gutes Leben gelebt hatte. Stimmen Sie dem zu? Inwiefern ist Stoners Leben erfolgreich und heroisch?
  • Warum hat, Ihrer Meinung nach, das Buch eine so geringe Aufmerksamkeit erhalten, als es 1965 veröffentlicht wurde? Warum ist es jetzt – in vielen Ländern – so erfolgreich?

(Ein Teil der Fragen basiert auf dem Reading Group Guide der nyrb classics.)

Werke von John Williams

Romane
Nothing But the Night, 1948
Butcher’s Crossing, 1960
Stoner, 1965
Augustus, 1972

Lyrik
The Broken Landscape, 1949
The Necessary Lie, 1965

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