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Kain

Das Vermächtnis des Nobelpreisträgers

José Saramago war bekennender Atheist und eckte regelmäßig bei der katholischen Kirche an. In seinem letzten Roman schreibt er die Bibel kurzerhand um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. Mit Phantasie, Ironie und einem Schuss Boshaftigkeit führt der große Romancier die göttliche Allmacht ad absurdum.

„Die Geschichte der Menschheit ist die Geschichte ihrer Uneinigkeit mit Gott, weder versteht er uns, noch verstehen wir ihn“, heißt es in Saramagos Kain, und es könnte das Motto des Buches sein. Saramago schickt seinen Kain an die unterschiedlichsten Schauplätze des Alten Testaments und lässt ihn aktiv an den biblischen Episoden teilhaben. So ist Kain dabei, als Abraham aufgefordert wird, seinen Sohn Isaak zu opfern, wobei er ihm überzeugend die Unsinnigkeit dieses Unternehmens vor Augen führt und Schlimmeres abwendet. Er interpretiert auf seine Weise die Zerstörung von Sodom und Gomorrha, ist fassungslos angesichts der Babel’schen Sprachverwirrung und findet sich am Ende auf der Arche Noah wieder. „Portugals bedeutendster Romancier“ (Die Zeit) hat mit Kain ein kraftvolles, provozierendes letztes Werk geschrieben.

Pressestimmen

„… ein kluger, kleiner philosophischer Roman …“ WDR 3

„Kains Brudermord ist ein schwerer, bedeutungsvoller Stoff, den Saramago mit einer virtuosen, anstrengungslosen Lässigkeit bewältigt, wie sie nur ganz großen Autoren vorbehalten ist.“ SZ

„Stetig die Stilregister wechselnd, die Grenzbereiche von Ernst und Humor […] auslotend, erreicht Saramago eine fragile Heiterkeit, die sich stets des drohenden Abgrunds bewusst ist.“ FAZ

„Kain‘ ist eine mit leichter Hand geschriebene Geschichte, die brillante ironische Passagen aufweist und sich mit großer Souveränität durch die Bibel bewegt.“ Die Welt

Über José Saramago

Wir haben ausführliche Informationen zum Leben, Auszeichnungen und Werken des Literaturnobelpreisträgers zusammengestellt: »Zur Autorenseite von José Saramago

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  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2017: ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Neuentdeckung des Monats:

    ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Er gilt als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Man schätzte seinen Intelligenzquotienten auf über 250. Mit 6 Monaten kann er sprechen, mit 18 Monaten bereits eine Zeitung lesen. Mit 6 Jahren beherrscht er 10 Sprachen. Der Amerikaner William Sidis war um 1900 ein Wunderkind.

    Trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Das wird sich hoffentlich nun ändern, denn der dänische Autor und Historiker Morten Brask erzählt in seinem Debütroman das Leben dieses außergewöhnlichen Genies.

    Mit großem Einfühlungsvermögen fühlt er sich dabei in die Psyche seines Protagonisten hinein. Es entsteht das Bild eines einzigartigen Menschen.

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  • Unser Buch des Monats September 2017: ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Buch des Monats:

    ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen.

    Lily Brett, geboren 1946, ist eine australisch-amerikanische Autorin. Mit diesem Buch, erschienen 1995, wurde sie bekannt.

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