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Sungs Laden
C.H.Beck
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Sungs Laden

Unsere Neuentdeckung des Monats März 2016!

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.

Pressestimmen

“Für mich das schönste Buch des Jahres.” Christiane Pfau, Münchner Feuilleton, Dezember 2015

“Ein beeindruckender Debütroman, poetisch wie pragmatisch, detailreich und tiefgründig ausgearbeitet, fest in der Wirklichkeit verankert und dennoch von visionären Traumbildern durchsetzt.“ Rowena Körber, Buchkultur, Oktober 2015

“Karin Kalisa beschreibt mit Charme, Witz und ganz ohne erhobenen Zeigefinger, wie bereichernd das Miteinander der Kulturen ist. Stefan Kühner, Neues Deutschland, 2. September 2015

“Nicht nur ein äußerst unterhaltsamer, sondern zudem ein ungemein wichtiges Buch.“ Joachim Leitner, Tiroler Zeitung, 7. August 2015

“So leicht und beschwingt erzählt; so wohltuend warmherzig, dass man sich fragt, warum es eigentlich nicht häufiger solche wunderbaren kleinen Bücher gibt.“ Jan Ehlert, NDR Kultur, 23. Juli 2015

Leseprobe von ‘Sungs Laden’

Interview mit Karin Kalisa im Radio (WDR 5, Dauer: ca. 11 Minuten, 16.1.2016)

Karin Kalisa liest aus ‘Sungs Laden’ (10 Seiten, Dauer: 5 1/2 Minuten)

Buchtrailer zu ‘Sungs Laden’ (Dauer: ca. 3 1/2 Minuten)

https://vimeo.com/134708229

Über Karin Kalisa

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. „Sungs Laden“ ist ihr erster Roman.

Webseite der Autorin: www.karinkalisa.de

Weitere Informationen zu Themen im Buch

Wie Vietnamesen in Berlin leben (Artikel des Berliner Tagesspiegels): www.tagesspiegel.de/berlin/stille-community-wie-vietnamesen-in-berlin-leben/8799898.html

Hintergrund zu Vietnamesen in Deutschland: https://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamesen_in_Deutschland

Hanoi Water Puppets - Fairy Dance (3695189852)
(C) Greg Willis

Informationen zum vietamesischen Wasserpuppentheater: https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserpuppentheater

Zur ausführlichen Beschäftigung mit dem Thema der Identitätssuche der Vietnamesen zweiter Generation in Deutschland empfiehlt Karin Kalisa die Diplomarbeit von Charlotte Baumann: www.dienhong.de/wp-content/uploads/2011/03/Diplomarbeit-Baumann.pdf

Diskussionsfragen

  • Sung führt einen kleinen Gemischtwarenladen am im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Hier treffen sich die Menschen des ‚Kiezes‘ zum Einkaufen und Plaudern. Gibt es in Ihrem Ort / Stadt / Stadtteil einen vergleichbaren Ort? Falls nein, bedauern Sie dies?
  • Wenn Sie Sungs Mutter Hien auf eine Tasse Tee treffen würden, was würden Sie sie fragen?
  • Mit dem Bau von Affenbrücken verbinden Dinh und seine deutschen Kollegen Gebäude. Hat die Autorin – Ihrer Meinung nach – diese Bauwerke als Zeichen der Überbrückung von kulturellen Differenzen gewählt oder war dies ein Zufall?
  • Einer der Hauptfiguren im Roman ist Sung, ein in Deutschland geborener Sohn vietnamesischer Eltern. Seine gelungene Integration hat jedoch gleichzeitig zu einem Verlust seiner vietnamesischen Wurzeln geführt. Integration und gleichzeitig Bewahrung der kulturellen Wurzeln – ist das möglich oder bedingt das Eine immer den Verlust des Anderen?
  • Im Buch erkennen selbst alteingesessene Berliner, dass ihnen durch das Vorhandensein einer zusätzlichen Kultur in ihrem Stadtteil nichts genommen wird, sondern stattdessen etwas Neues und Aufregendes dazu kommt. Ist dies wirklich möglich oder doch eine schöne Utopie, ein Multi-Kulti-Märchen?
  • Die Autorin Karin Kalisa hat „sich als Wissenschaftlerin mit asiatischen Sprachen, Philosophie und ethnologischen (Anmerkung: völkerkundlichen) Beschreibungen beschäftigt“. Merkt man das beim Lesen des Buches? Inwiefern? Hätte der Roman Ihrer Meinung nach auch ohne diesen Hintergrund geschrieben werden können?
  • Was wussten Sie vor der Lektüre des Buches über Vietnam und über das Leben der Vietnamesen in Deutschland? Was wissen Sie jetzt?
  • Im Buch inspiriert die Kontakt zur vietnamesischen Kultur Berliner zur Reise nach Vietnam. Könnten Sie sich eine Reise nach Asien und Vietnam vorstellen? Wenn ja, hat das Buch – oder andere Büchern – einen Anteil daran?
  • Stellen Sie sich vor, die Autorin hätte statt Vietnamesen Mitglieder der türkischen Gemeinden gewählt. Hätte sich beim Verständnis des Buches beim Leser etwas geändert?
  • Wenn Ihr Kind aufgefordert werden würde, ein Kulturgut der Heimat in die Schule mitzubringen, welches würden Sie ihr/ihm mitgeben?
  • Ist Berlin-Prenzlauer Berg weit weg oder könnten Sie sich eine ähnliche Geschichte auch in Ihrer Nähe vorstellen?
  • Wie gefällt Ihnen das Titelbild des Buches? Welche Elemente der Geschichte nimmt es auf?
  1. Möchte mich zu der Buchverlosung anmelden…

    28. März 2016 | 13:43 | Lenny
    • Sehr gerne. Oben steht, wie es geht. Allerdings können nur Lese- / Literaturkreise teilnehmen. Viel Glück!

      30. März 2016 | 10:13 | MeinLiteraturkreis

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