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Der Mensch erscheint im Holozän
Suhrkamp Verlag
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Der Mensch erscheint im Holozän

Mit der phantastischen Wachheit des Einsamen registriert Herr Geiser die kleinen Anzeichen einer denkbaren Katastrophe. Das Tal ist durch Unwetter von der Umwelt abgeschnitten. Gefaßt darauf, daß eines Tages der ganze Berg ins Rutschen kommt und das Dorf verschüttet für alle Zeit, liest Herr Geiser im Lexikon, in der Bibel, in Geschichtsbüchern und schreibt ab, was nicht vergessen werden soll.

Pressestimmen

„sie hat etwas von einem Klassiker an sich […] durch ihre Klarheit und Eleganz der Form, ihre strenge Unpersönlichkeit, ihre Zurückhaltung und ihre Allgemeingültigkeit. […] Diese leuchtende Parabel von unbestimmbarer Bedeutung ist ein Meisterwerk.“ Georg Stade in The New York Times Book Review

„Dieses Buch prunkt keinen Augenblick. Klar und behutsam, aus Liebe lakonisch, beschreibt Frisch ein abgeschiedenes Tal im Tessin […]. Im Tonfall notizenhaft beiläufig, und doch höchst bewußt im Ausspielen von Leitmotiven, Refrains, Resonanzen […], entwickelt er auf diesem kleinen Terrain eine Geschichte, die jenseits ihrer lächerlichen Banalität eine einsame, eisige Größe hat.“ Urs Jenny, Der Spiegel, 1979 » zur Rezension

Weitere Informationen zum Buch

Die Erzählung erschien 1979. Frisch war damals 68 Jahre alt.

Im deutschsprachigen Raum wurde die Erzählung erst spät mit ihrer Thematik von Alter und Tod sowie der sprachlichen Knappheit allgemein anerkannt.

In den USA wurde das Werk als „Meisterwerk“ gefeiert. Vom The New York Times Book Review wurde die Erzählung auf der jährlichen Liste der wichtigsten Bücher, die 1980 in den USA veröffentlicht worden waren, einstimmig zur interessantesten und wichtigsten Erzählung des Jahres 1980 gewählt.

Max Frisch selbst wehrte sich gegen die vermutete Autobiografie. Tatsächlich kannte Frisch die Wanderung, die Herr Geiser unternehme persönlich, doch das eigentliche Vorbild für die Romanfigur sei nicht er selbst gewesen, sondern ein Mann aus dem Tal.

>Ausführlicher Artikel zur Erzählung, veröffentlicht von Prof. Gerhard Kaiser, erschienen in den Schweizer Monatsheften zu Politik, Wirtschaft, Kultur 2002/2003: » zum Artikel

Verfilmung

Holozän – Nach Max Frischs Erzählung von Heinz Bütler und Manfred Eicher, erschienen in der filmedition suhrkamp (DVD, 1992, Dauer: ca. 90 Minuten)

Die Filmautoren haben die Vorlage Max Frischs kongenial adaptiert, sie legen »mit Hilfe von Schnittechnik, Kameraführung und Klangspuren« ihre »assoziativen und zugleich synästhetischen Schichten« frei. Im »verwitterten Gesicht« Erland Josephsons (Szenen einer Ehe, Opfer) »meint man ein Spiegelbild der eindringlichen, uralten Landschaft zu erblicken« (FAZ). Der Film wurde 1992 beim Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Über Max Frisch

Max Frisch wurde 1911 in Zürich geboren. Er studierte Germanistik und Architektur und arbeitete zunächst als Journalist, später als freier Schriftsteller. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde – u.a. mit dem Georg- Büchner-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Max Frisch starb 1991 in Zürich.

Zu Max Frisch haben wir eine ausführliche Autorenseite erstellt, die seine Biografie, Auszeichnungen, Übersicht seiner Werke, etc. enthält. » zur Max Frisch-Autorenseite

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