• Die Literaturcommunity für Lese- und Literaturkreise und anspruchsvolle LeserInnen.

    • die besten Buchtipps
    • Tipps zur Gründung, Buchauswahl und Diskussion
    • Infos zu Literatursendungen, -festivals und Auszeichnungen


Der Mensch erscheint im Holozän
Suhrkamp Verlag
EUR 8,00

Kaufen mit einem Klick: » Lieblingsbuchhandlung » bei Amazon kaufen » bei Thalia kaufen » bei Borromedien kaufen

Der Mensch erscheint im Holozän

Mit der phantastischen Wachheit des Einsamen registriert Herr Geiser die kleinen Anzeichen einer denkbaren Katastrophe. Das Tal ist durch Unwetter von der Umwelt abgeschnitten. Gefaßt darauf, daß eines Tages der ganze Berg ins Rutschen kommt und das Dorf verschüttet für alle Zeit, liest Herr Geiser im Lexikon, in der Bibel, in Geschichtsbüchern und schreibt ab, was nicht vergessen werden soll.

Pressestimmen

„sie hat etwas von einem Klassiker an sich […] durch ihre Klarheit und Eleganz der Form, ihre strenge Unpersönlichkeit, ihre Zurückhaltung und ihre Allgemeingültigkeit. […] Diese leuchtende Parabel von unbestimmbarer Bedeutung ist ein Meisterwerk.“ Georg Stade in The New York Times Book Review

„Dieses Buch prunkt keinen Augenblick. Klar und behutsam, aus Liebe lakonisch, beschreibt Frisch ein abgeschiedenes Tal im Tessin […]. Im Tonfall notizenhaft beiläufig, und doch höchst bewußt im Ausspielen von Leitmotiven, Refrains, Resonanzen […], entwickelt er auf diesem kleinen Terrain eine Geschichte, die jenseits ihrer lächerlichen Banalität eine einsame, eisige Größe hat.“ Urs Jenny, Der Spiegel, 1979 » zur Rezension

Weitere Informationen zum Buch

Die Erzählung erschien 1979. Frisch war damals 68 Jahre alt.

Im deutschsprachigen Raum wurde die Erzählung erst spät mit ihrer Thematik von Alter und Tod sowie der sprachlichen Knappheit allgemein anerkannt.

In den USA wurde das Werk als „Meisterwerk“ gefeiert. Vom The New York Times Book Review wurde die Erzählung auf der jährlichen Liste der wichtigsten Bücher, die 1980 in den USA veröffentlicht worden waren, einstimmig zur interessantesten und wichtigsten Erzählung des Jahres 1980 gewählt.

Max Frisch selbst wehrte sich gegen die vermutete Autobiografie. Tatsächlich kannte Frisch die Wanderung, die Herr Geiser unternehme persönlich, doch das eigentliche Vorbild für die Romanfigur sei nicht er selbst gewesen, sondern ein Mann aus dem Tal.

>Ausführlicher Artikel zur Erzählung, veröffentlicht von Prof. Gerhard Kaiser, erschienen in den Schweizer Monatsheften zu Politik, Wirtschaft, Kultur 2002/2003: » zum Artikel

Verfilmung

Holozän – Nach Max Frischs Erzählung von Heinz Bütler und Manfred Eicher, erschienen in der filmedition suhrkamp (DVD, 1992, Dauer: ca. 90 Minuten)

Die Filmautoren haben die Vorlage Max Frischs kongenial adaptiert, sie legen »mit Hilfe von Schnittechnik, Kameraführung und Klangspuren« ihre »assoziativen und zugleich synästhetischen Schichten« frei. Im »verwitterten Gesicht« Erland Josephsons (Szenen einer Ehe, Opfer) »meint man ein Spiegelbild der eindringlichen, uralten Landschaft zu erblicken« (FAZ). Der Film wurde 1992 beim Internationalen Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

Über Max Frisch

Max Frisch wurde 1911 in Zürich geboren. Er studierte Germanistik und Architektur und arbeitete zunächst als Journalist, später als freier Schriftsteller. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde – u.a. mit dem Georg- Büchner-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Max Frisch starb 1991 in Zürich.

Zu Max Frisch haben wir eine ausführliche Autorenseite erstellt, die seine Biografie, Auszeichnungen, Übersicht seiner Werke, etc. enthält. » zur Max Frisch-Autorenseite

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*

  • Umfrage

    FÜR LESEKREISMITGLIEDER: Wie viele Bücher lesen Sie persönlich im Jahr? (inklusive der Bücher, die Sie für Ihren Lesekreis lesen)

    » Ergebnisse anzeigen

  • » hier geht’s zu weiteren Fragen unserer Umfrage für Lesekreise

  • Unser Buch des Monats März 2018: Das etruskische Lächeln von José Luis Sampedro

    Unser Buch des Monats:

    ‚Das etruskische Lächeln‘ von José Luis Sampedro

    Kinostart: 12. April!

    Sampedro erzählt die bewegende Geschichte eines grantigen alten Mannes, der sich aus gesundheitlichen Gründen vom Land auf den Weg in die Stadt zu seinem Sohn macht. Sie hatten sich über die Jahre entfremdet und zunächst fällt es beiden schwer einen Zugang zueinander zu finden.

    José Luis Sampedro wurde 1917 in Spanien geboren und starb 2013. ‚Das etruskische Lächeln‘ war sein bekanntester Roman.

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor und verlosen ein Buch-/Filmpaket an einen Lesekreis:
    » zum Buch

  • Unsere Neuentdeckung des Monats März 2018: Ikarien von Uwe Timm

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Ikarien von Uwe Timm

    Uwe Timm wendet sich in seinem neuen Roman wieder einem historischen Thema von aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz zu: Er beschreibt den intellektuellen Werdegang und wissenschaftlichen Forschungsweg des Eugenikers Alfred Ploetz.

    Einem internationalen Publikum bekannt wurde Timm mit seiner Novelle ‚Die Entdeckung der Currywurst‘.
    Übrigens: Von wenigen Autoren empfehlen wir auf unserer Webseite so viele Bücher wie von Uwe Timm.

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
    » zum Buch

  • Unser Autor des Monats März 2018: Heinrich Böll

    Unser Autor des Monats:

    Heinrich Böll

    Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. In seinen Werken setzte er sich vor allem mit der jungen Bundesrepublik auseinander.

    1972 erhielt Böll den Literaturnobelpreis. Letzten Dezember hätte er seinen 100. Geburtstag gefeiert.

    Wir stellen Heinrich Böll ausführlich vor und verlosen mehrere Buchpakete vom dtv-Verlag an Lesekreise:
    » zum Autor

  • UNSER FACEBOOK-LESECLUB

    Im APRIL diskutieren:

    +++ ADRESSAT UNBEKANNT VON KRESSMANN TAYLOR +++

    Im MAI diskutieren:

    +++ WAS ICH EUCH NICHT ERZÄHLTE VON CELESTE NG +++

    Jeden Monat ein neues Buch diskutieren.

    >> Zur Anmeldung