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Ein ganzes Leben
Goldmann Verlag
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Ein ganzes Leben

Unser Buch des Monats Januar 2016!

Das Buchpaket mit 10 Exemplaren des Buches vom Goldmann Verlag hat der öffentliche Lesekreis der Bücherei Mömbris gewonnen.

Mein-Literaturkreis.de und der Goldmann Verlag wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

Pressestimmen

„Es sind die Außenseiter, denen die Aufmerksamkeit dieses ebenso feinsinnigen wie wortschlauen Schriftstellers gilt, und seine Zuneigung auch.“ Bettina Cosack, Frankfurter Rundschau

„Was für ein wunderbarer Autor, der uns so tief bewegen kann mit einem unvergesslichen Buch.“ Elke Heidenreich, FAZ

„Ich mag diesen Autor. Er hat einen Ton, den ich mag.“ Elke Heidenreich, Literaturclub SRF

„Ein Buch, das einen staunend zurücklässt. … Robert Seethaler braucht nicht viele Worte – und laut tönende schon mal gar nicht. Was und wie er schreibt, kommt sehr still daher, leise, und hat dennoch einen großen Klang. Wer seiner Seele eine Freude machen will, der lese dieses Buch.“ Christine Westermann, WDR 5

„Wie aus der Zeit gefallen nimmt sich dieses schöne und eindrückliche Buch über das Leben eines Knechts, Holzfällers und Seilbahnbauers im 20. Jahrhundert an. Seethaler gelingt das Kunststück, ein vielschichtiges Buch über einen schlichten Menschen zu schreiben.“ Denis Scheck, Das Erste

Leseprobe von ‚Ein ganzes Leben‘ von Robert Seethaler

Diskussion von ‚Ein ganzes Leben‘ im Literaturclub des Schweizer Fernsehens (Video vom 21.10.2014; Dauer ca. 17 Minuten)

Über Robert Seethaler

Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, wurde 2007 für seinen Roman „Die Biene und der Kurt“ mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das „Alfred-Döblin Stipendium“ der Akademie der Künste. Der Film nach seinem Drehbuch „Die zweite Frau“ wurde mehrfach ausgezeichnet und lief auf verschiedenen internationalen Filmfestivals. 2008 erschien sein zweiter Roman „Die weiteren Aussichten“. „Jetzt wirds ernst“ wurde 2010 veröffentlicht, darauf folgte 2012 „Der Trafikant“. Das 2014 erschienene „Ein ganzes Leben“ wurde nicht nur euphorisch von der Presse gefeiert, sondern auch zu einem Bestseller. Robert Seethaler lebt und schreibt in Wien und Berlin.

Webseite von Robert Seethaler: www.robert-seethaler.de

Robert Seethaler über das Schreiben und das Glück

„Ich bin ein fauler Schreiber. Ich arbeite nicht gern und arbeite auch möglichst wenig. Ich zweifele immer. Zweifel eben daran, ob dieser Satz so stimmt. Darum gucke ich ja zehnmal nach. Und dann zweifele ich immer noch.“ „Abwesenheit von Unglück genügt nicht, um Glück zu empfinden. Sondern, im Gegenteil: Das Glück ist die immer wiederkehrende Überwindung des Unglücks. Das heißt im Umkehrschluss: Das Unglück ist nötig, um Glück zu empfinden.“ Quelle: Porträt des Bayerischen Rundfunks (s.u.)

Auszeichnungen

  • 2005: Tankred-Dorst-Drehbuchpreis der Drehbuchwerkstatt München für Heartbreakin’
  • 2007: Debütpreis des Buddenbrookhauses für Die Biene und der Kurt
  • 2008: Alfred-Döblin-Stipendium / Akademie der Künste Berlin
  • 2008: Kulturpreis des Landes Niederösterreich
  • 2008: My Mother, My Bride and I (dt. Die zweite Frau) beim International Toronto Filmfestival
  • 2009: Spreewald Literaturstipendium
  • 2009: Grimme-Preis für Die zweite Frau (Bester Film)
  • 2009: Nominierung für den Europäischen Medienpreis für Integration
  • 2011: Staatsstipendium der österreichischen Bundesregierung
  • 2011: Stipendium des Heinrich-Heine-Hauses der Stadt Lüneburg
  • 2015: Grimmelshausen-Preis für Ein ganzes Leben

Werke

Drehbücher

  • Die zweite Frau, Sperl & Schott Film, 2008
  • Heartbreakin’
  • Harry Stein

Romane

  • Die Biene und der Kurt. 2014
  • Die weiteren Aussichten. 2008
  • Jetzt wird’s ernst. 2010
  • Der Trafikant. 2012
  • Ein ganzes Leben. 2014

Diskussionsfragen

  • Das Leben der Hauptperson, Andreas Egger, wird aus dessen Sicht erzählt. Gelingt es dem Autor, die Sicht eines einfachen Mannes auf sein Leben glaubhaft darzustellen?
  • Die Hauptfigur ist anspruchslos, bescheiden, genügsam. Spricht Seethaler damit in dem Leser vielleicht eine Sehnsucht nach weniger, nach den wirklich wichtigen Dingen im Leben an? Wie erging es Ihnen persönlich beim Lesen des Buches?
  • Sehen Sie Andreas Egger als passiven oder aktiven Menschen? Gestaltet er sein Leben oder lässt er es zu? Schafft er sich im Leben Möglichkeiten?
  • Kann man Andreas Egger als zufriedenen, vielleicht sogar als glücklichen Menschen bezeichnen?
  • In einem Interview sagte Seethaler: „Abwesenheit von Unglück genügt nicht, um Glück zu empfinden. Sondern, im Gegenteil: Das Glück ist die immer wiederkehrende Überwindung des Unglücks. Das heißt im Umkehrschluss: Das Unglück ist nötig, um Glück zu empfinden.” Stimmen Sie ihm zu? Wie passt dies zu der Hauptfigur des Buches?
  • Bei einer Diskussion im Literaturclub des Schweizer Fernsehens sprachen drei der vier Kritiker positiv über das Buch, einer jedoch sieht in der Figur und den Ortsbeschreibungen viele Klischees bedient: „Dieses Buch ist Bambi, Blut und Berge. Dieses Buch ist eine Lawine des Kitsches.“ Was ist Ihre Meinung dazu?
  • Das Buch enthält neben Beschreibungen der Bergwelt der Alpen auch eine Beschreibung des Wandels der Bergdörfer zu Hochburgen des Skitourismus. Haben deren Bewohner davon profitiert? Was haben sie gewonnen, was verloren?
  • Das Buch umfasst nur 160 Seiten. Gelingt es Seethaler ‚Ein ganzes Leben‘ in dieser Kürze aufzuzeigen? Oder fehlt Ihnen etwas?
  • Diskutieren Sie den Sprachstil des Buches. Werden lange Sätze verwendet, komplexe Worte? Oder ist das Buch eher in einem schlichten einfachen Stil geschrieben? Passt der Sprachstil zu der Figur der Hauptperson?
  • Passt der Titel des Buches ‚Ein ganzes Leben‘ zu seinem Inhalt? Könnte der Autor ein „ganzes“ Leben eventuell auch im Sinne eines ganz gebliebenen Lebens verstanden haben?
  • Das Buch erinnert viele LeserInnen an ‚Stoner‘ von John Williams. Sollten Sie dieses Buch ebenfalls gelesen haben, können Sie dem zustimmen? Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?

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