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Fundbüro
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Fundbüro

Die Geschichte eines jugendlichen Außenseiters: ein einnehmender, souverän erzählter Roman voll menschlicher Anteilnahme und liebenswertem Witz.

Henry Neff verspürt trotz seiner jugendlichen 24 Jahre keine Lust, auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Attraktive Angebote schlägt er aus und sucht statt dessen Unterschlupf im Fundbüro eines Hauptbahnhofs. Er findet Gefallen an seinem neuen Arbeitsplatz, »man lernt nicht aus, und man hört nicht auf zu staunen«, stellt er zufrieden fest.

Und fürwahr: Jeder Tag beschert ihm Begegnungen mit Menschen, die die unglaublichsten Dinge verlieren und liegenlassen. Mal vermißt ein Messerwerfer sein Handwerkszeug, mal tauchen im Zug zurückgelassene Liegestühle auf, und ein andermal wendet sich eine Schauspielerin hilfesuchend an Henry, weil sie ihr Textbuch nicht mehr findet. Um den »Besitznachweis« zu führen, fordert Henry sie mit dem ihm eigenen Charme auf, Passagen aus dem Theaterstück zu rezitieren … Aber auch sein Fundbüro ist keine Oase der Seligen, wie Henry eines Tages feststellen muß.

Pressestimmen zu Fundbüro

»Ein Buch, an das man sein Herz verlieren kann.« Rheinischer Merkur

»Sehr komisch und voll herzerwärmender Menschlichkeit.« Die Welt

Leseprobe von Fundbüro von Siegfried Lenz

Über Siegfried Lenz

Siegfried Lenz, wurde am 17. März 1926 in Lyck, einer kleinen Stadt im masurischen Ostpreußen geboren. Nachdem Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft, studierte er Philosophie, Anglistik und deutsche Literaturgeschichte in Hamburg, brach jedoch sein Studium ab und arbeitete 1950/51 als Redakteur für die „Welt“.

Seit 1951 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Bereits mit seinem ersten Roman gelang es ihm, die Kritik und die Leser für sich einzunehmen, und bis heute zeichnet sich Lenz‘ Werk dadurch aus, daß es menschliche Schicksale und aktuelle gesellschaftliche Fragen auf eine Weise verknüpft, die literarisch ambitioniert die Bedürfnisse breiter Leserschichten nicht vernachlässigt. Weite Teile des Lenzschen Werkes sind geprägt durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Problemen und mit dem Dritten Reich bzw. seiner Verarbeitung. Zu Lenz‘ größtem Erfolg wurde dabei der 1968 erschienene Roman „Deutschstunde“, der auch internationalen bahnbrechend wurde. Wie der junge Siggi Jepsen darin die Geschichte seines Vaters, eines norddeutschen Polizisten, der es im Nationalsozialismus für seine Pflicht hält, das Malverbot seines Freundes Nansen zu überwachen, erzählt, ist eine bis heute bestechende Demaskierung eines pervertierten Pflichtbegriffs und wurde von vielen als befreiende künstlerische Auseinandersetzung mit diesem Thema verstanden. Der „Deutschstunde“ folgten viele große Romane („Heimatmuseum“, 1978, „Der Verlust“, 1981, „Exerzierplatz“, 1985 oder „Die Auflehnung“, 1994), die Lenz unverrückbar an die Seite der ‚großen‘ deutschen Gegenwartsautoren wie Heinrich Böll, Günter Grass oder Martin Walser stellten.

Sein Werk umfaßt alle literarische Gattungen: Lenz arbeitete für das Theater („Zeit der Schuldlosen“, 1961), schrieb Hörspiele („Haußuchung“, 1967) und Essays („Über den Schmerz“, 1997), und für viele Leser ist er nicht zuletzt ein Meister der „kleinen Form“. Seine oft humoristisch grundierten Erzählbände wie „So zärtlich war Suleyken“ (1955), „Lehmanns Erzählungen“ (1964) und „Der Geist der Mirabelle“ (1975) belegen dies trefflich. Siegfried Lenz wurde für sein ŒEuvre mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

Lenz zählt seit langem zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Am 7. Oktober 2014 ist er im Alter von 88 Jahren gestorben. (Quelle: Webseite des dtv-Verlages)

»zur Webseite über Siegfried Lenz

Interview

Siegfried Lenz im Gespräch mit Hanjo Kesting anläßlich seines 75. Geburtstages 2001 » zum Interview

Auszeichnungen für Siegfried Lenz

Siegfried Lenz erhielt unzählige Preise und Auszeichnungen, darunter u.a.

  • Gerhart-Hauptmann-Preis; 1961
  • Thomas-Mann-Preis, 1984
  • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, 1988
  • Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main; 1999
  • Lew-Kopelew Preis für Frieden und Menschenrechte, 2009
  • Nonino-Preis für sein Werk, 2010
  • Ehrenbürgerwürde seiner Geburtsstadt Elk (früher Lyck), 2011

Amos Oz über Siegfried Lenz

„Siegfried Lenz beurteilt seine Charaktere nicht. Er beschreibt zwar ihre Schwächen, aber ohne auf sie herabzublicken. Er behandelt sie mit einem Feingefühl, das man in der Weltliteratur nur selten findet.“ (Die Welt)

Werke von Siegfried Lenz

Zu den unterstrichenen Werken gibt es eigene Buchseiten, auf die Sie durch ‚Klicken‘ auf den Buchtitel kommen.

Romane

Erzählungen und Novellen

  • 1955 So zärtlich war Suleyken, Kurzgeschichten
  • 1956 Das schönste Fest der Welt
  • 1956 Das Kabinett der Konterbande
  • 1958 Jäger des Spotts. Geschichten aus dieser Zeit, Erzählungen
  • 1958 Lukas, sanftmütiger Knecht, Erzählung (12 Seiten)
  • 1959 Ein Freund der Regierung, Kurzgeschichte
  • 1960 Das Feuerschiff, Erzählungen
  • 1961 Zeit der Schuldlosen, szenisches Werk
  • 1962 Stimmungen der See, Erzählungen
  • 1964 Das Gesicht, szenisches Werk
  • 1964 Lehmanns Erzählungen
  • 1965 Der Spielverderber, Erzählung
  • 1967 Haussuchung, szenisches Werk
  • 1968 Leute von Hamburg, Erzählung
  • 1970 Die Augenbinde, szenisches Werk
  • 1973 Wie bei Gogol, Erzählung
  • 1975 Der Geist der Mirabelle, Erzählung
  • 1975 Einstein überquert die Elbe bei Hamburg, Erzählungen
  • 1980 Drei Stücke, szenisches Werk
  • 1984 Ein Kriegsende, Erzählung
  • 1987 Das serbische Mädchen, Erzählung
  • 1996 Ludmilla, Erzählung
  • 2004 Zaungast, Erzählungen
  • 2006 Die Erzählungen
  • 2008 Schweigeminute, Novelle
  • 2009 Landesbühne, Novelle
  • 2009 Der Ostertisch, Erzählung, Illustration: Jacky Gleich
  • 2011 Die Ferne ist nah genug. Erzählungen
  • 2011 Die Maske. Erzählungen
  • 2011 Harmonie. Die Versuchsperson. Zwei Einakter
  • 2012 Küste im Fernglas. Erzählungen
  • 2013 Die Nacht im Hotel. Illustriert von Joëlle Tourlonias
  • 2013 Eine Liebesgeschichte. Zärtliches aus Suleyken. Illustriert von Franziska Harvey
  • 2014 Leute von Hamburg. Mit Bildern von Klaus Fußmann und einem Vorwort von Helmut Schmidt

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    Neuentdeckung des Monats:

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    Gaarders neuer Roman: originell, witzig und phantasievoll. „Ein treuer Freund“ ist ein philosophischer Schelmenroman  und gleichzeitig eine herrlich schräge Liebesgeschichte.

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