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Paulo Coelho

Unser Autor des Monats August 2017!

Das Buchpaket mit verschiedenen seiner Werke hat der Lesekreis der Literaturkate in Rheine gewonnen.

 

Photo: Christian Alminana

Paulo Coelho, geboren 1947 in Rio de Janeiro, lebt heute mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf. Alle seine Romane (insbesondere ›Der Alchimist‹, ›Veronika beschließt zu sterben‹, ›Elf Minuten‹, ›Untreue‹ und zuletzt ›Die Spionin‹) sind Weltbestseller, wurden in 81 Sprachen übersetzt und über 215 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher und seine Reflexionen regen weltweit Leser zum Nachdenken an und dazu, ihren eigenen Weg zu suchen.

Paulo Coelhos Leben war von Beginn an religiös geprägt. Er studierte Rechtswissenschaften, unterbrach 1970 jedoch sein Studium, um als Hippie eine zweijährige Weltreise durch Südamerika, Nordafrika und Europa zu unternehmen.

Coelhos anschließende Tätigkeit als Theater- und Drehbuchautor sowie sein Drogenkonsum wurden von seinen streng katholischen und konservativen Eltern scharf verurteilt. Sein rebellisches Aufbegehren gegen die Vorstellungen und Ziele seiner Eltern ließ diese glauben, ihr Sohn sei geistesgestört. Insgesamt drei Mal ließen sie ihn in eine psychiatrische Anstalt einweisen, wo er auch mit Elektrokrampftherapie behandelt wurde. Die Erfahrung stationärer psychiatrischer Behandlung schilderte er später in seinem Roman ‚Veronika beschließt zu sterben‘.

In den siebziger Jahren schrieb er (populäre) Songtexte und interessierte sich für die unterschiedlichsten alternativen Lebensmodelle und Anschauungen, so unter anderem für die Ideen und Riten der Hare Krishna. Ein Jahr versuchte er sich (erfolglos) als Schriftsteller in London.

Auf einer Reise durch Europa besuchte Coelho mit seiner späteren zweiten Frau, der Malerin Christina Oiticica, unter anderem das Konzentrationslager von Dachau. Er berichtete, dort eine Vision gehabt zu haben, bei der ihm ein Mann erschienen sei, der ihm zwei Monate später in in Amsterdam begegnete. Dieser überzeugte ihn, zum katholischen Glauben zurückzufinden und sich auf den Pilgerweg nach Santiago de Compostela zu begeben. Von 1980 bis 1985 lebte Coelho nach eigener Darstellung zurückgezogen in einem spanischen alten Orden, um die christliche Symbolsprache zu studieren. 1986 geht er den Jakobsweg, eine Erfahrung, die er als Wendepunkt seines Lebens versteht und in einem ersten Buch verarbeitet.

1988 folgte ein zweites Buch mit dem Titel ‚Der Alchimist‘. Hier verarbeitete er die elf Jahre lang betriebenen alchimistischen Studien in Form eines symbolischen Textes, eines Gleichnisses. Von der Erstauflage wurden allerdings nur neunhundert Exemplare verkauft, woraufhin sich der Verlag von ihm trennte.

Coelho verfolgte weiterhin hartnäckig sein Ziel, als Schriftsteller Erfolg zu haben. 1990 erschien ‚Brida‘, fand bei der Presse große Aufmerksamkeit und verhalf dadurch auch den beiden anderen Büchern an die Spitze der Bestsellerlisten. Der Alchimist wurde ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen, da es in Brasilien die Verkaufszahlen sprengte.

Coelhos Bücher waren von da an auch international erfolgreich und erreichten weltweit hohe Verkaufszahlen. Zudem erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.

Einen Teil seines Vermögens spendete er in seine selbst gegründete Stiftung „Instituto Paulo Coelho“. Coelho hilft Favelas, hilfsbedürftigen Kindern sowie alten Menschen und unterstützt die Übersetzung brasilianischer Literatur in andere Sprachen. 2007 wurde er zum UN-Friedensbotschafter berufen.

(Eigene Bearbeitung nach Wikipedia.de)

Mit über 10 Millionen Followern auf Twitter und über 26 Millionen Gefällt mir-Angaben auf Facebook ist Coelho der Schriftsteller mit der grössten Fangemeinde in den sozialen Netzwerken.

Webseite von Paulo Coelho (Englisch): www.paulocoelhoblog.com
Coelho auf Facebook (Englisch): https://www.facebook.com/paulocoelho
Coelho auf Twitter (Englisch): https://twitter.com/paulocoelho

Pressestimmen

»Coelho berührt mit seiner einfachen, schnörkellosen Sprache, die ungeheuer fesseln und begeistern kann, Menschen in ihrem Innersten.« Britta Bingmann / Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen

»Paulo Coelho erzählt von elementaren Erfahrungen, und die Leser erkennen sich darin wieder: mit ihren Schwächen und Ängsten ebenso wie mit ihren Sehnsüchten und Träumen.« Rainer Traub / Der Spiegel, Hamburg

Weitere Informationen

Der Diogenes Verlag gibt jedes Jahr zwei Kalender mit Zitaten von Paulo Coelho heraus:

  • einen Wandkalender mit monatlich einem Kalenderblatt mit Zitat des Autors: » zum Wandkalender
  • einen Buchkalender mit vielen Zitaten von Coelho und farbintensiven Illustrationen der kolumbianischen Künstlerin Catalina Estrada » zum Buchkalender

Auszeichnungen

Coelho erhielt zahlreiche Auszeichnungen in vielen Ländern.

Werke

Nicht auf deutsch erschienen:

  • 1984: O Manifesto de Krig-há
  • 1984: Teatro da Educação
  • 1982: Arquivos do Inferno. Eigenverlag.
  • 1986: O Manual Prático do Vampirismo.
  • 1987: O Diário de um Mago (ab 1991 auf deutsch: Auf dem Jakobsweg – Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela)
  • 1988: O Alquimista (ab 1991 auf deutsch: Der Alchimist)
  • 1990: Brida (deutsch: 2008, Brida)
  • 1991: O Dom Supremo. nicht auf deutsch erschienen.
  • 1992: As Valkírias (deutsch: Schutzengel)
  • 1994: Na margem do Rio Piedra eu sentei e chorei (deutsch: 1997, Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte)
  • 1994: Maktub (Kolumnen) (deutsch: 1998, Der Wanderer: Geschichten und Gedanken)
  • 1996: O Monte Cinco (deutsch: 1998, Der fünfte Berg)
  • 1997: Letras do amor de um profeta. nicht auf deutsch erschienen.
  • 1997: Manual do guerreiro da luz (deutsch: 2001, Handbuch des Kriegers des Lichts)
  • 1998: Palavras essenciais. nicht auf deutsch erschienen
  • 1998 Veronika decide morrer (deutsch: 2000, Veronika beschließt zu sterben)
  • 2000: O Demônio e a Srta Prym (deutsch: 2001, Der Dämon und Fräulein Prym)
  • 2003: Onze minutos (deutsch: 2003, Elf Minuten)
  • 2005: O Zahir (deutsch: 2005, Der Zahir)
  • 2006: Ser Como o Rio que Flui. Relatos (1998–2005) (deutsch: 2006, Sei wie ein Fluss, der still die Nacht durchströmt. Neue Geschichten und Gedanken 1998–2005)
  • 2006: A bruxa de Portobello. (deutsch: 2007, Die Hexe von Portobello)
  • 2008: Vencedor está só (deutsch, 2009, Der Sieger bleibt allein)
  • 2010: O Aleph (deutsch: 2012, Aleph)
  • 2012: Manuscrito Encontrado em Accra (deutsch, 2013, Die Schriften von Accra)
  • 2013: Adultério (deutsch: 2014, Untreue)
  • 2016: A Espiã (deutsch, 2016, Die Spionin Diogenes)

Verfilmungen

Coelhos Roman ‚Veronika beschließt zu sterben‘ wurde als US-amerikanischer Spielfilm von der Regisseurin Emily Young 2009 verfilmt. Die Hauptrollen spielten Sarah Michelle Gellar (Veronika) und Jonathan Tucker (Edward).

  • Unser Thema des Monats: Die besten Buchtipps der Auslandskorrespondentinnen vom Magazin Deine Korrespondentin

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Lady Churchill von Marie Benedict

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Lady Churchill von Marie Benedict

    In dem biographischen Roman, der unterhaltsam und interessant geschrieben ist, lernt man die Lebensgeschichte der emanzipierten und einflussreichen, aber weitgehend unbeachteten Ehefrau von Winston Churchill, Clementine, kennen.

    Mit Hilfe eines genauen Studiums von Sachbüchern über Clementine ist es Benedict gelungen, ein fiktionales, jedoch Fakten verarbeitendes Werk zu verfassen.

    Die Autorin wurde 1973 in den USA geboren. Ihre Bücher über starke Frauen der Weltgeschichte haben Bestsellerstatus. Ihr Roman »Frau Einstein« verkaufte sich über 70.000 Mal allein in Deutschland.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

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  • Unser Taschenbuch des Monats: Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Taschenbuch des Monats:

    Zwei Fremde im Zug von Patricia Highsmith

    Der ‚perfekte Mord‘: zwei Personen, die scheinbar in keiner Verbindung zueinander stehen, sollen für den jeweils anderen einen Mord begehen. Gleich dieser Debütroman wurde 1951 von Alfred Hitchcock verfilmt und machte Highsmith im Alter von 29 Jahren weltweit bekannt.

    Highsmith schrieb vor allem Kriminal- sowie zeitgenössische Romane. Im Mittelpunkt ihrer oft psychologischen Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände und Motive, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen ins Verbrechen treiben.

    Übrigens hätte sie in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Wir stellen Buch und Autorin ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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