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Eine Zierde in ihrem Hause: Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell

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Eine Zierde in ihrem Hause: Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell

Ottilie von Faber ist sechzehn Jahre alt, als sie 1893 zur Alleinerbin der Bleistiftfabrik A.W. Faber wird. Sie ist sehr jung, sehr schön, sehr reich. Unter den Bewerbern um ihre Hand ist Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, ebenso liebenswürdig wie ehrgeizig. Das attraktive Paar steht bald im Mittelpunkt glanzvoller Gesellschaften, die von der Lebensgier und der Weltuntergangsstimmung des Fin de siècle geprägt sind. Asta Scheibs Romanbiographie erzählt die Geschichte einer berühmten Dynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Zwänge schließlich die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu leben.

Leseprobe von ‚Eine Zierde in ihrem Hause: die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell‘

Über Asta Scheib

Asta Scheib, geboren am 27. Juli 1939 in Bergneustadt, ist Journalistin und Schriftstellerin und lebt in München. Sie arbeitete als Redakteurin bei verschiedenen Frauenzeitschriften und schrieb Drehbücher für das Fernsehen. Ihre literarische Tätigkeit begann sie mit Kurzgeschichten. 1974 verfilmte Rainer Werner Fassbinder ihre Erzählung «Angst vor der Angst». Großen Erfolg hatte Asta Scheib außerdem mit ihrem Roman «Kinder des Ungehorsams», in dem sie die Geschichte der Katharina von Bora, der Ehefrau Martin Luthers, darstellte. 2003 erhielt sie vom Freistaat Bayern die Pro-Meritis-Auszeichnung für besondere Verdienste in Wissenschaft und Kunst.

»DAS WICHTIGSTE SINNESORGAN sind meine Augen.
Ich sehe täglich die Welt um mich herum.
Spannendes, oft absurdes Theater. Realsatire.
Ich bin süchtig nach Buchstaben, am liebsten würde ich den Tag lesend verbringen.
Zeitungen, Bücher, jeden Tag neu bin ich süchtig danach.« (Asta Scheib)

Webseite von Asta Scheib: www.asta-scheib.de

Auszeichnungen

  • 1993: Ernst-Hoferichter-Preis für den Roman ‚Beschütz mein Herz vor Liebe‘
  • 1997: Bundesverdienstkreuz für Verdienste um die deutsche Sprache
  • 2000: Bayerischer Verdienstorden für Engagement und Verdienste um die deutsche Sprache
  • 1997-2002: Jury-Mitglied der Schillerstiftung Weimar
  • 2003: Pro Meritis Scientiae et Litterarum‘ für das schriftstellerische Werk
  • 2014: Bayerischer Poetentaler

Bücher von Asta Scheib

Asta Scheib hat viele Romane und Biografien geschrieben, aber auch Drehbücher, Essays, Lyrik, etc.

Sonntag in meinem Herzen. Das Leben des Malers Carl Spitzweg (2013)
Streusand. Erzählungen (2009)
Das Schönste, was ich sah: Giovanni Segantinis große Liebe (2009)
Christian Ude. Ein Portrait (2007)
Frost und Sonne. Roman (2007)
Jeder Mensch ist ein Kunstwerk. Begegnungen (2006)
Liebesgeschichten. Lena Christ. (Hrsg. und Nachwort.) (2004)
Der Austernmann. Roman(2004)
In den Gärten des Herzens. Die Leidenschaft der Lena Christ. Roman (2002)
Sei froh, dass du lebst! (2001)
Frau Prinz pfeift nicht mehr (1999)
Eine Zierde in ihrem Haus. Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell (1998)
Agnes unter den Wölfen (1995)
Das zweite Land. Roman (1994)
Friedrich Rückert – Vorläufer einer neuen Zeit (1992)
Beschütz mein Herz vor Liebe. Die Geschichte der Therese Rheinfelder (1992)
Der Höhepunkt der Lust. Frauen und Männer reden über ein Tabu (1992)
Kinder des Ungehorsams. Die Liebesgeschichte des Martin Luther und der Katharina von Bora (1990)
Armer Nanosh. Kriminalroman (1989)
Deine, meine, unsere Kinder. Der 2. Anlauf zum Glück (1989)
Dein wahrhaft sorgfältiger Vater. Briefe an Kinder. Hrsg. mit Gertraud Middelhauve (1988)
Diesseits des Mondes. Roman (1988)
Der zweite Anlauf zum Glück. Risiko und Chance der Stieffamilie (1987)
Kinder des Ungehorsams. Eine Liebesgeschichte (1985)
Schwere Reiter. Roman (1982)
Langsame Tage. Roman (1981)

  1. Das Buch bietet 5oo Seiten Langeweile und Klischees. Ein ungewöhnliches Leben wird versprochen, ein angepasstes präsentiert wo durchweg die Heldin von der Autorin im Kleines-dummes-Mädchen-Modus belassen wird. Zudem findet sie zwar spät den Mut, den egomanen Gatten zu verlassen, stets aber unter langweiligen abgedroschenen Selbstgeißelungen in Form von Sätzen, wie sie von einem fünfjährigen artigen Mädchen stammen könnten, dass den Eltern gefallen möchte. Die Autorin erlaubt ihr nie eine eigene erwachsene Perspektive. Nie, dass sie ihn in die Schranken verweist . Stattdessen überlässt sie in ermüdender Passivität, Heim, Erbe, Firma, Kinder, Ansehen alles nur zu gerne dem gierigen ehebrechenden und primitiven Gemahl. Nur für ihren Grundbedarf erstreitet sie einen lächerlichen Wert vor Gericht. Wie unfreiwillig aktuell. Auch erfahren wir nicht, warum die Großmutter allzu willfährig dem Erbschleicher das Imperium in den Rachen schiebt.
    Dass die Heldin sich nach jahrelangen Demütigungen im Stift den Normen unterordnet, ist nachvollziehbar. Das die Autorin ihr eine Dümmlichkeit nach der anderen in den Mund legt, nicht schmeichelhaft und womöglich erfunden. Die Autorin übernimmt auch für die anderen Frauengestalten machistische Abwertungen (die „fette“ selbstbewusste Freundin, die Bauernjungn mit dem „frechen“ (?)Bauernmädchen, die sich am Regen erfreuen, die zänkisch dargestellten armen Frauen), dass frau sich fragt, warum präsentiert sie uns, den wohlweißlich weiblichen zahlenden Kundinnen so etwas in einer Tour? Wenn sie das Buch in damaliger Zeit geschrieben worden wäre, wäre es öde, aber schlüssig, aber heute? Schade ums Papier und die Lesezeit.

    29. Januar 2017 | 15:30 | Jule

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