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Americanah

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Persönliche Bewertung:
4,1/5 (22)

Eignung für Lesekreise:
4/5 (2)


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Americanah

Die große Liebe von Ifemelu und Obinze beginnt im Nigeria der neunziger Jahre. Dann trennen sich ihre Wege: Während die selbstbewusste Ifemelu in Princeton studiert, strandet Obinze als illegaler Einwanderer in London. Nach Jahren kehrt Ifemelu als bekannte Bloggerin von Heimweh getrieben in die brodelnde Metropole Lagos zurück, wo Obinze mittlerweile mit seiner Frau und Tochter lebt. Sie treffen sich wieder und stehen plötzlich vor einer Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt.

Adichie schreibt bewundernswert einfach, grenzenlos empathisch und mit einem scharfen Blick auf die Gesellschaft. Ihr gelingt ein eindringlicher, moderner und hochpolitischer Roman über Identität und Rassismus in unserer globale Welt.

Pressestimmen

»Dieses Buch ist umwerfend. Es verändert unsere Einstellung zu Schwarzen, zu Afrika, zu dem, was wir kulturelle Vielfalt nennen. … Was für ein Schatzkästchen von einem Buch, das alles hat, was große Literatur braucht.« Elke Heidenreich im Focus Spezial

»Adichie hat einen umwerfenden Roman geschrieben. […] , weil das Buch […] etwas erklärt über die Welt von heute, das man so noch nicht gesehen hat.« Tobias Rüther, Frankfurter Allg. Sonntagszeitung

»Adichie hat wahrhaft einen Weltroman geschrieben, der uns Begriffe einer Menschenkenntnis an die Hand gibt, die überall funktioniert, ohne je schablonenhaft zu sein.« Ijoma Mangold, Die Zeit

»Seine Kraft bezieht es aus der analytischen Schärfe, mit der Adichie die Rituale von Diskriminierung und betonter Liberalität gegenüber den Schwarzen in den USA beschreibt.« Claudia Voigt, Der Spiegel

»gänzlich kitschfreie, schmerzhaft schöne Liebesgeschichte […] macht ›Americanah‹ zu einem nicht nur intellektuell sondern auch sinnlich-emotional überaus lesenswerten Lesegenuss.« Marie-Sophie Adeoso, Frankfurter Rundschau

Mein-Literaturkreis.de über das Buch ‚Americanah‘

Ein dickes Buch, prall gefüllt mit vielen wichtigen Themen. Es handelt von Vorurteilen, Rassen / Rassismus und – vor allem – Identität: Wer sind wir? Wer gibt die Kriterien vor, nach denen wir uns definieren? Ein politischer Roman mit autobiografischen Elementen der Autorin und einer Liebesgeschichte – ein Buch, das begeistert, aber auch zum Nachdenken anregt.

Leseprobe des Buches ‚Americanah‘

Über das Buch

Americanah erschien in den USA 2013; 2014 wurde es in Deutschland unter dem gleichen Namen veröffentlicht.

Auszeichnungen für das Buch ‚Americanah‘

  • 2013 National Book Critics Circle Award
  • 2014 für den Baileys Women’s Prize for Fiction des Jahres 2014 nominiert
  • von den Kritikern des New York Times Book Review zu einem der besten zehn Romanen des Jahres 2013 gewählt
  • 2015 von der BBC-Auswahl der besten 20 Romane von 2000 bis 2014 zu einem der bislang bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts gewählt

Über Chimamanda Ngozi Adichie

Chimamanda Ngozi Adichie ist eine nigerianische Schriftstellerin, die heute teils in Nigeria, teils in den USA lebt und in englischer Sprache schreibt.

Adichie gilt als eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur. Ihre Romane wurden vielfach ausgezeichnet.

Adichie ist unsere Autorin des Monats Juli 2015. Daher haben wir ausführliche Informationen zur Autorin, ihren Werken und Auszeichnungen sowie über ihr Heimatland Nigeria, das in Ihren Büchern eine große Rolle spielt, zusammengestellt: » zur ausführlichen Autorenseite von Adichie

Diskussionsfragen

  • Das Buch beginnt damit, dass sich die Hauptperson Ifemelu die Haare flechten lässt. Warum hat die Autorin das Buch gerade mit dieser Tätigkeit begonnen?
  • Haare, ihre Farbe, Struktur, Frisuren sind häufig wiederkehrende Themen im Buch. Warum ist Adichie dieses Thema so wichtig?
  • Adichie setzt in ihrem Buch häufig Rückblenden ein. Warum setzt die Autorin diese Rückblenden ein und was bewirken sie beim Leser?
  • Ifemelu betreibt zwei Blogs – einen in den USA zum Thema Rasse / Rassismus, einen weiteren später in Lagos/Nigeria. (Ein Blog – Wortkreuzung aus engl. Web und Log für Logbuch – ist ein auf einer Website geführtes und damit meist öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal, in dem mindestens eine Person, Aufzeichnungen führt, Sachverhalte protokolliert („postet“) oder Gedanken niederschreibt. Oft sind auch Kommentare oder Diskussionen der Leser über einen Artikel möglich.) Warum führt sie diese Blogs und wie wichtig sind diese für sie? Warum sind die Blogs so erfolgreich, werden ihre Beiträge so häufig gelesen und kommentiert?
  • Ifemelu hat eine enge Beziehung zu ihrer Tante Uju. Uju läßt sich von einem verheirateten Mann (dem General) gegen sexuelle Gefälligkeiten finanzieren. Nach dessen Tod zieht sie mit dem gemeinsamen Sohn Dike in die USA. Wie passt sich Uju an das dortige Leben an? Was sind ihre Erfahrungen als Ärztin? Warum geht sie eine Beziehung mit einem Mann ein, den sie nicht liebt?
  • Welchen Effekt hat dies alles auf ihren Sohn Dike? Warum macht er einen Selbstmordversuch?
  • Ifemelu hat in den USA zwei längere Beziehungen – mit Curt und Blaine. Was schätzt Sie an beiden Männern und warum beendet sie die Beziehungen?
  • Was findet sie in Obinze, was ihr die beiden anderen Männer nicht geben konnten? Was bedeutet Ifemelu für Obinze?
  • Wie werden Frauen, wie Männer in diesem Buch porträtiert? Stellt Adichie eine der beiden Gruppen besser dar als die andere? Wenn ja, warum?
  • Wie bewerten Sie das Ende des Buches? Sind Sie überrascht, enttäuscht oder entspricht es Ihren Erwartungen?
  • Das Buch beschreibt die Erfahrungen von Ifemelu und Obinze auf drei Kontinenten (Nigeria/Afrka, USA, Großbritannien/Europa). Wie unterscheiden sich jeweils die Einstellung zum Thema Rasse, kulturelle Unterschiede, Flüchtlinge, Ausländer, etc.? Gibt es Veränderungen in den USA seit das Land einen ‚schwarzen‘ Präsidenten hat?
  • Was bedeuten die USA und Europa für die Nigerianer? Warum möchten so viele von Ihnen dorthin? Was erhoffen sie sich dort und was erwartet sie?
  • Werden Nigeria und die USA von der Autorin eher positiv oder eher negativ dargestellt?
  • ‚Identität‘ ist ein wichtiges Thema des Buches: Wer sind wir und wer gibt die Kriterien vor, nach denen wir uns definieren? Nach welchen Kriterien definieren Sie sich? Geschlecht, Schicht, Hautfarbe, Religion? Wie ist dies davon abhängig, in welchem Land oder in welcher Kultur Sie sich gerade befinden?
  • Ist dies das erste Buch einer afrikanischen Autorin, das Sie gelesen haben? Gibt es Unterschiede zu dem von deutschen oder europäischen Autoren und wenn ja, welche? Werden Sie weitere Bücher afrikanischer AutorInnen lesen?
  • Adichie ist Nigerianerin, dort aufgewachsen, hat in den USA studiert und lebt heute in Nigeria und den USA. Wie wichtig ist die genaue Kenntnis der beiden Kulturen der Autorin für das Buch?
  • Was wussten Sie über Nigeria, bevor Sie das Buch gelesen hatten; was wissen Sie heute?
  • Schauen Sie sich die Rede von Adichie zum Thema ‚single stories‘ auf der Autorenseite an (Dauer: ca. 15 Minuten, in Englisch mit deutschen Untertiteln). Ist es Adichie gelungen, in dem Buch die ‚Gefahren von single stories‘ zu vermeiden? Diskutieren Sie die Gefahren von ‚single stories‘ und vergleichen Sie diese mit Ihren eigenen persönlichen Erfahrungen sowie den Erfahrungen in Ihrem Literaturkreis.
  • Stellen Sie sich die Diskussion in einem Literaturkreis (book club) in den USA vor oder in einer Gruppe in Nigeria. Würden die Diskussionen in anderen Kulturen anders ablaufen, als eine Diskussion in einer deutschen Gruppe? Welchen Einfluss haben der kulturelle Hintergrund oder eine andere Ethnie auf das Verständnis des Buches und eine gemeinsame Diskussion?
  • Das Buch ist mehrfach ausgezeichnet worden. Zudem wurde von der New York Times zu den 10 besten Büchern in 2013 gezählt. Zu Recht? Wenn ja, was zeichnet dieses Buch aus?

Americanah im Literaturclub des Schweizer Fernsehens

Vier Kritiker des Literaturclub im Schweizer Fernsehen (u.a. Elke Heidenreich und Rüdiger Safranski) diskutieren das Buch ‚Americanah‘ (Dauer: ca. 18 Minuten)

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  • Unser Buch des Monats: Die militante Madonna von Irene Dische

    Unser Buch des Monats:

    Die militante Madonna von Irene Dische

    Chevalier d’Éon (1728-1810) lebte in Frankreich und England. Er war Diplomat, Spion, Fechter, Soldat, Schriftsteller – und lebte viele Jahre in Frauenkleidern. Eine schillernde, historische Persönlichkeit, die Irene Dische in ihrem Roman porträtiert. Dabei hat sie einen interessanten Schreibstil gewählt, denn d’Éon spricht im Roman die Leser*innen direkt aus seiner Zeit heraus an.

    Irene Dische, 1952 in den USA geboren, lebt seit über 40 Jahren in Deutschland. Erst 1993 erschien ihr erster Roman. Sie ist vielseitig – sie hat neben mehreren Romanen Kinder- und Jugendbücher und einen Kriminalroman veröffentlicht und für mehrere Opern Texte geschrieben.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis und Verlosung eines Buchpaketes:

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  • Unser Thema des Monats: Das Lieblingsbuch der Unabhängigen Buchhandlungen

    Unser Thema des Monats:

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    Seit 2015 küren die unabhängigen Buchhandlungen ihr Lieblingsbuch. Dafür nominieren die Buchhändler*innen ihren Lieblingsroman aus dem laufenden Jahr und stimmen dann ab, welcher ihr Lieblingstitel ist.

    Bekannt gegeben wird das Lieblingsbuch 2021 der Unabhängigen am 21. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse. 2020 haben über 800 Buchhandlungen mitgemacht!

    Wir haben alle bisherigen Gewinner und die 5 Romane der Shortlist für jedes Jahr zusammengestellt – insgesamt 30 Buchtipps!

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  • Unsere Entdeckung des Monats: Die Anderen von Laila Lalami

    Unsere Entdeckung des Monats:

    Die Anderen von Laila Lalami

    Driss, ein Einwanderer aus Marokko, wird in einer amerikanischen Kleinstadt vor seinem Diner-Restaurant angefahren und stirbt. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Das Buch ist nicht nur eine Familiengeschichte und ein Kriminalroman, sondern vor allem eine Sozialstudie, deren Themen wie Migration, Intoleranz und Heimat auch für uns Europäer aktuell sind. Dabei hat Lalami einen interessanten Schreibstil gewählt, denn sie erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.

    Laila Lalami wurde 1968 in Marokko geboren und hat in den USA promoviert. Ihr dritter Roman, The Other Americans, war erfolgreich und wurde als erster von Lalamis Romanen ins Deutsche übersetzt.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor – inklusive Themen für eine Diskussion im Lesekreis:

    » zum Buch

  • Unser Taschenbuch des Monats: Die Parade von Dave Eggers

    Taschenbuch des Monats:

    Die Parade von Dave Eggers

    Zwei Männer werden von ihrer Firma in ein Land geschickt, um dort eine Straße fertigzustellen. Das Land erholt sich von einem Bürgerkrieg und die Straße soll den reichen Norden mit dem armen Süden verbinden.

    Die Männer könnten unterschiedlicher nicht sein – während der eine nur seinen Auftrag erledigen will, ist der andere eher an den Menschen und interessanten Erlebnissen interessiert. Doch beide Männer werden ihre jeweiligen Positionen in Frage stellen müssen, wie auch die Konsequenzen ihrer Arbeit.

    ‚Ein Hologramm für den König‘ und ‚Der Circle‘ haben Dave Eggers nicht nur weltweit bekannt, sondern seine Romane auch zur oft diskutierten Lektüre in Lesekreisen gemacht. In seinen Werken greift er oftmals aktuelle gesellschaftlich relevante Themen auf.

    Wir stellen Buch und Autor ausführlich vor und haben Diskussionsfragen zum Roman zusammengestellt:

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