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Der gerettete Zirkus

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Der gerettete Zirkus

Ein Romalager am Rande der Stadt. Verlassene Fabriken, Hochstraßen, Gewerbegebiete. Eine eigene Sprache, eigene Regeln, von außen kommen höchstens Polizisten, Sozialarbeiter oder Notärzte. Als Branko der Ungar auftaucht, empfängt man ihn kühl und weist ihm einen Platz am schlammigen Rand des Lagers zu. Doch die Kinder sind von ihm fasziniert, vor allem von der großen Truhe, die er mitgebracht hat. Und so erzählt Branko den Kindern, zusammengekauert vor seiner rostigen Baracke, an den Abenden seine Geschichte.
Sein Großvater wurde in Ungarn während des Zweiten Weltkriegs von einem falschen Freund verraten und mit der ganzen Familie im KZ ermordet. Brankos Vater, der einzige Überlebende, hat seine Herkunft stets geheim gehalten. Aber im Zirkus schlummert eine ganz eigene Saat, und sie ist jetzt bereit aufzugehen…
Die Stimme des Erzählers, Brankos sanfte Stimme, ist die Stimme eines Toten. Denn Branko wird gleich zu Beginn des Romans ermordet. Doch er kann sich dem Tod nicht überlassen, bevor die Kinder nicht die Kraft der Fantasie und die Stärke des Lebens begriffen haben.

Pressestimmen

»… Dieses poetische und zugleich sehr traurige Märchen ist ein Appell an die Menschlichkeit.« Sonja Baude, Aviva

»… eine ernste Geschichte, die mit sanfter, fast poetischer Stimme erzählt wird.«
Emily Walton, Buchkultur Wien

»… Erzählt auf spielerische Weise von den Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs und vom heutigen tristen Leben der Sinti und Roma.«
Grete Götze, Berliner Zeitung

»Der Roman gleicht einem Prosagedicht, in dem Verzauberung und Alltag zu Freude und Kummer des Lesers ständig abwechseln.«
La Repubblica

Über Milena Magnani

Magnani, 1964 in Bologna geboren, hat Sozial- und Politikwissenschaften studiert und als Lehrerin in der Psychiatrie gearbeitet sowie als Journalistin und Dramaturgin. Der gerettete Zirkus ist ihr dritter Roman.

  1. Rezension zu „Der gerettete Zirkus“
    Inhalt:
    Das Buch erzählt von dem Leben der Sinti und Roma während des zweiten Weltkriegs. Sie wurden genauso verfolgt und ermordet wie die jüdische Bevölkerung. Es ist eine grausame Zeit, die zahlreiche Opfer gefordert hat. Der Protagonist Branko wird ermordet und trotzdem lässt er sein Leben noch einmal Revue passieren. Er erzählt, wie er eines Tages mit Kisten beladen in ein Romadorf kommt. In diesen Kisten befindet sich ein Zirkus und die Kinder des Dorfes fragen sich, wie der Zirkus in die Kisten gekommen ist. Niemals werden sie der Fragerei müde, denn ihr Wissensdurst ist immens.
    Meine Meinung:
    Die Geschichte um Branko lässt niemanden kalt, es sei denn man hat anstatt eines Herzens einen Stein in der Brust. Ich hätte mir allerdings ob der vielen Fremdwörter einen erklärenden Anhang gewünscht. Denn so ist dieses Buch teilweise nicht so einfach zu verstehen.
    Fazit:
    Wer tiefgründige Erzählungen mag, ist mit diesem Buch bestens bedient. Die Autorin schreibt in einem flüssigen Stil, der keine Langeweile aufkommen lässt. Bei einer evtl. Fortsetzung sollte aber auf jeden Fall eine Übersetzung der Fremdwörter Inhalt des Buches sein.
    Autorenportrait:
    Milena Magnani, 1964 in Bologna geboren, hat Sozial- und Politikwissenschaften studiert und als Lehrerin in der Psychiatrie gearbeitet sowie als Journalistin und Dramaturgin. Der gerettete Zirkus ist ihr dritter Roman.

    1. September 2014 | 18:44 | Lesemaus

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