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Tigermann
OSTASIEN Verlag
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Tigermann

Ein dörfliches Wohngebiet am Rand einer Kleinstadt an Javas Südküste: Jeder kennt jeden, Alteingesessene leben neben neu Zugezogenen, die einen recht gutgestellt, die anderen mühsam um Arbeit und ein Auskommen kämpfend. Die Erzählung beginnt mit der Nachricht von einem brutalen Mord. Margio, ein stiller Junge, zwanzig Jahre alt, als Treiber bei der Wildschweinjagd allseits geschätzt, hat überraschend seinen Nachbarn getötet, nicht mit einer Waffe – er hat ihm vielmehr die Kehle durchgebissen. Der Roman kreist um die Hintergründe der Tat. Sprachlich präzise, dicht und mit ungewöhnlichen Metaphern lässt Eka Kurniawan Margios Welt entstehen: schwierige Familienverhältnisse, die Beziehungen zwischen den Nachbarn, die Bindung an die Großeltern, Margios Geschick bei der Jagd, die Unsicherheiten der ersten Liebe. Der Roman bietet eine überzeugende soziale und psychologische Darstellung, wobei der Rekurs auf den Tigermythos ein magisches Element einflicht und mit deren Grenzen spielt.

Pressestimmen

„«Tigermann» (… ist) nachdrücklich zur Lektüre empfohlen: Der Roman hat historische Tiefenschärfe, ist klug komponiert und passagenweise grotesk witzig erzählt, was auch die sprachgewandte Übersetzung von Martina Heinschke herrlich vermittelt. Der Roman ist ein Meisterwerk, das sich in einem kleinen Verlag versteckt, aber unbedingt entdeckt werden sollte.“ Neue Züricher Zeitung, NZZ

Leseprobe und Nachwort der Übersetzerin

Artikel zum Buch in der NZZ

Über Eka Kurniawan

Eka Kurniawan, geb. 1975 in einem Dorf im Südosten Westjavas, Indonesien, ist einer der ideenreichsten und sprachgewandtesten zeitgenössischen Erzähler Indonesiens. Tigermann aus dem Jahr 2004 ist beispielhaft für seinen eleganten Erzählstil und zeigt ihn als Meister der Beobachtung und psychologischen Deutung. Der Roman wurde bereits ins Englische, Französische, Italienische und Koreanische übersetzt.

Eka Kurniawan schreibt Romane, Kurzgeschichten, Essays und journalistische Kommentare. Auch betreibt er eine Website mit eigenem Blog, beschäftigt sich mit Grafik-Design und zeichnet gern Comics.

Sein Studium an der philosophischen Fakultät der Universität Gajah Mada in Yogyakarta schloss er mit einer Arbeit über Pramoedya Ananta Toer (1925-2006) ab, einen der bekanntesten indonesischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts (Pramoedya Ananta Toer dan sastra realisme sosialis. Jakarta: Yayasan Aksara Indonesia, 1999).

2002 gelang Eka Kurniawan mit dem Roman Cantik itu luka (Schönheit ist eine Wunde) der literarische Durchbruch.

Webseite des Autors: www.ekakurniawan.com

Werke

Kurniawans Werk umfasst mehrere Romane und Kurzgeschichten. Ins Deutsche übersetzt wurde bislang nur ‚Tigermann‘ (englisch Man Tiger).

Auszeichnungen

  • 2015 Foreign Policy’s Global Thinkers of 2015 „for pinning Indonesian literature on the map.“
  • 2015 IKAPI (id)’s Book of the Year for Man Tiger.
  • 2015: Ausgewählt und vorgestellt auf der Litprom-Bestenliste Weltempfänger
  • 2016 World Readers‘ Award (Winner) for Beauty Is a Wound.
  • 2016 The Man Booker International Prize (Longlist) for Man Tiger.
  • 2016 Best Translated Book Award (Fiction Longlist) for Beauty Is a Wound.
  • 2016 Financial Times/OppenheimerFunds Emerging Voices (Winner for Fiction Category) for Man Tiger.

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  • Unser Buch des Monats September 2018: Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Unser Buch des Monats:

    Der Weg des Falken von Jamil Ahmad

    Das Leben des Tor Baz, der schwarze Falke, ist das verbindende Element der neun Kurzgeschichten, die uns in eine uns fremde Welt der Nomaden in das pakistanisch-afghanisch-iranische Grenzland führen. Sie erzählen von Stammesriten, dem Kampf ums Überleben und kargen Landschaften.

    Die Geschichte des Buches könnte ungewöhlicher nicht sein:
    Jamil Ahmad, geboren 1931, war pakistanischer Staatsbeamter in der Grenzregion. Anfang der 70er Jahre schrieb er den knapp 200-seitigen Text. Doch kein Verlag interessierte sich für das Manuskript. 35 Jahre später erzählt ihm sein Bruder von einem Literaturwettbewerb. Der Text erregt Aufmerksamkeit, findet einen Verleger in London. Das Buch wird für renommierte Literaturpreise nominiert und in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 erscheint es auf Deutsch. 2014 stirbt der Ahmad.

     

    Wir stellen das Buch und den Autor ausführlich vor:
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  • Unsere Neuentdeckung des Monats September 2018: Ein gutes Buch kommt selten allein – Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Unsere Neuentdeckung des Monats:

    Das große Lesekreis-Handbuch von Kerstin Hämke

    Was ist schöner als eine gute Geschichte? Eine gute Geschichte, die man mit jemandem teilen kann!

    Immer mehr Menschen treffen sich in Lesekreisen, um neue Literatur kennenzulernen und sich über ihre Lektüre auszutauschen. Kerstin Hämke zeigt, wie man selbst einen Lesekreis gründen kann und wie bestehende Gruppen für Abwechslung sorgen können.

    Ergänzt wird der Ratgeber durch 50 Buchtipps mit ausführlichen Diskussionsvorschlägen.

    Kerstin Hämke ist Gründerin von Mein-Literaturkreis.de, der größten Ratgeber- und Empfehlungsplattform für Lesekreise im deutschsprachigen Raum.

    Wir stellen das Buch und die Autorin ausführlich vor:
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