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Das Geisterhaus
Suhrkamp Verlag
EUR 10,00

* * *    
7 Bewertungen

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Das Geisterhaus

Eine Familiensaga, die zum Welterfolg wurde: Isabel Allende erzählt die wechselhafte Geschichte der Familie des chilenischen Patriarchen Esteban Trueba und seiner hellsichtigen Frau Clara und führt uns mit der ihr eigenen Fabulierkunst durch eine Zeit, in der persönliche Schicksale und politische Gewalt eng miteinander verwoben sind. Der Erfolg dieses Buches verdankt sich dem hinreißenden Erzähltemperament Isabel Allendes: Mit Phantasie, Witz und Zärtlichkeit malt die Autorin das bunte Tableau einer Familie über vier Generationen hinweg.

Pressestimmen

„Isabel Allende ist die Königin der Gefühle!“ El Mundo

„Eine endlose Geschichte von Schmerz, Blut und Liebe.“ Süddeutsche Zeitung

„Isabel Allende ist mit Das Geisterhaus ein erzählerisches Werk von inhaltlicher Breite und einem witzigen, fantasievollen und ironischen Ausdruck gelungen.“ NZZ

Leseprobe ‚Das Geisterhaus‘ von Isabel Allende

Rezension unserer Testleserin Tracy Hildemann

„Aus vielen Ereignissen zusammengesetzt, konnte mich jedoch nicht fesseln.“

Gern wollte ich mal etwas anderes und anspruchsvolleres lesen als immer nur Unterhaltungsliteratur – gehört doch Isabel Allendes Geschichte „Das Geisterhaus“ fast schon zur Weltliteratur.
Ganz unbefangen und ohne viel Vorwissen habe ich mich auf dieses Buch eingelassen.
Nun, im Nachhinein betrachtet, muss ich leider sagen, dass mich dieser Klassiker leider nicht so begeistern konnte, wie ich gehofft habe.
Anfangs fiel es mir schwer in die Geschichte hineinzukommen. Ich wusste eine Zeit lang nicht, wer die Geschichte erzählt, da es gerade zu Beginn auch zu Perspektiv- und somit auch zu einem Erzählerwechsel kam. Zusätzlich begegnen einem sehr viele verschiedene Personen, die man gedanklich erst einmal behalten und zuordnen muss.
Für ein tolles Leseerlebnis erwarte ich einen Spannungsbogen der sich über die Geschichte hin stetig aufbaut – doch dieser war einfach nicht vorhanden.
Stattdessen ist das Geisterhaus eine Aneinanderreihung von den interessantesten Ereignissen, die in 100 Jahren im Hause Esteban Truebas stattfanden. Natürlich ist auch schön, Charaktere und deren nachfolgenden Generationen aufwachsen zu sehen. Aber bitte nicht in dieser Spannungsarmut und ohne richtigen Höhepunkt.
Die Grundstimmung, die anfangs zwar mit einigen Höhen und Tiefen, aber doch recht heiter begann, wird fortschreitend düsterer und auch politischer. Das letzte Viertel konnte mich dann überhaupt nicht mehr überzeugen. Die Ereignisse zogen sich gefühlt ins Unendliche. Gut und gerne könnte man die Geschichte auf zwei Drittel kürzen, ohne dass mir etwas fehlen würde.
Positiv zu bemerken ist, dass die Autorin ihre Charaktere und einige Szenen teilweise sehr  überspitzt und somit auch schon wieder amüsant gezeichnet hat. Gerade Clara bringt viel Leben ins Haus. Nach ihrem Tod, fällt das Buch meiner Meinung nach, leider weiter ab.
Mein Eindruck ist abschließend also nicht der beste, mir fehlt eine Seele und ein bisschen mehr Elan in diesem Buch. Die Grundidee als solche ist nicht die schlechteste, jedoch war mir persönlich die Umsetzung zu träge! Daher kann ich nur 2 von 5 Sternen vergeben.

Die komplette Rezension von Tracy Hildemann lesen Sie hier: Rezension-Allende-Das-Geisterhaus

Über Isabel Allende

Isabel Allende wurde am 2. August 1942 in Lima/Peru geboren. Nach Pinochets Militärputsch am 11. September 1973 ging sie mit ihrem Mann und den zwei Kindern, Paula und Nicholás, ins Exil nach Venezuela. 1981 starb ihr Großvater im Alter von 99 Jahren. Sie begann, ihm einen Brief zu schreiben. Daraus entwickelte sich ihr erster Roman Das Geisterhaus, der 1982 erschien und ein Welterfolg wurde. (Der dänische Regisseur Bille August verfilmte 1993 mit Jeremy Irons, Meryl Streep, Winona Ryder, Glenn Close und Antonio Banderas.) 1988 während eines Besuches in Kalifornien traf sie ihren zweiten und jetzigen Ehemann Willie C. Gordon,  ab dann lebte Isabel Allende in San Rafael/USA. 1990 kehrte sie das erste Mal nach 15 Jahren im Exil in ihre Heimat Chile zurück, um dort einen Literaturpreis entgegenzunehmen. Bevor Allende sich auf die Schriftstellerei konzentrierte, arbeitete sie unter anderem als Fernseh-Moderatorin und war Herausgeberin verschiedener Zeitschriften. 1992 starb ihre Tochter Paula nach mehrmonatigem Koma an einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Der dänische Regisseur Bille August verfilmte 1993 ihren ersten und bekanntesten Roman ‚Das Geisterhaus‘. 1996 gründete sie die ‚Isabel Allende Foundation‘ in Erinnerung an ihre Tochter. Ziel ist die Unterstützung der Rechte von Frauen und Kindern. 2003 wurde Allende us-amerikanische Staatsbürgerin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Kalifornien.

Isabel Allende schrieb bislang rund 20 Bücher. Von ihren Büchern, in 35 Sprachen übersetzt, wurden mehr als 57 Millionen Exemplare verkauft. Wenn sie mit dem Schreiben an einem neuen Buch beginnt, hat sie ein Ritual: Jedes Buch startet sie am 8. Januar; so wie einst ihr erstes und erfolgreichstes Buch ,Das Geisterhaus.

Webseite von Isabel Allende (in Englisch und Spanisch): www.isabelallende.com

Deutsche Webseite von Isabel Allende, betreut von ihrem deutschen Verlag Suhrkamp: www.suhrkamp.de/isabel-allende_939.html

Christiane von Korff besuchte Isabel Allende kurz vor Ihrem 70. Geburtstag 2012 in ihrem Haus in Kalifornien und führte mit ihr ein ausführliches und persönliches Gespräch: Isabel Allende erzählt über ihr Verständnis vom Schreiben, über ihre Bücher und über die Bedeutung, die das Schreiben für sie hat. (Dauer des Videos: 10 Minuten)

Auszeichnungen

Isabel Allende erhielt unzählige Auszeichnungen in mehr als 15 Ländern, darunter u.a.

  • Gabriela Mistral Inter-American Prize for Culture (Chile) 1990
  • Dorothy and Lillian Gish Prize 1998
  • Premio Nacional de Literatura de Chile 2010
  • Hans-Christian-Andersen-Literaturpreis (Dänemark) 2012

Zudem wurden ihr 12 internationale Ehrendoktorwürden verliehen.

Werke von Isabel Allende

  • Das Geisterhaus, 1982 (La casa de los espíritus)
  • La gorda de porcelana, 1984 (nicht in Deutschland erschienen)
  • Von Liebe und Schatten, 1984 (De amor y de sombra)
  • Eva Luna, 1987 (Eva Luna)
  • Die Geschichten der Eva Luna, 1989 (Cuentos de Eva Luna)
  • Der unendliche Plan, 1991 (El plan infínito)
  • Paula, 1994 (Paula)
  • Aphrodite. Eine Feier der Sinne, 1997 (Afrodita. Cuentos, recetas y otros afrodisiacos)
  • Fortunas Tochter, 1998 (Hija de la fortuna)
  • Porträt in Sepia, 2000 (Retrato en sepia)
  • Die Stadt der wilden Götter, 2002 (La ciudad de las bestias)
  • Mein erfundenes Land, 2003 (Mi país inventado)
  • Im Reich des Goldenen Drachen, 2003 (El reino del dragón de oro)
  • Im Bann der Masken, 2004 (El bosque de los pigmeos)
  • Zorro, 2005 (Zorro)
  • Inés meines Herzens, 2006 (Inés del alma mia)
  • Das Siegel der Tage, 2007 (La suma de los días)
  • Die Insel unter dem Meer, 2009 (La isla bajo el mar)
  • Ein diskretes Wunder, 2010
  • Mayas Tagebuch, 2012 (El cuaderno de Maya)
  • El juego de Ripper, 2014

Weiterführende Literatur

Isabel Allende von Martina Mauritz, erschienen in der Suhrkamp Reihe Basisbiographien

  1. Als erstes möchte ich mich für das Buch bedanken, welches ich mir unter grosser Erwartung ausgesucht habe.
    Ich war positiv überrascht , mein Buch hat ganz andere Aufmachung bzw. Umschlag. Sehr geheimnisvoll( passend zum Titel!) aufwendig ausgestattet ganz in schwarz mit Klappenbroschur und geprägten roten Metallschrift. Das Buch hat über 500 Seiten, die kompakt durch etwas kleinere Schrift und sehr dünnes Papier gedruckt wurde.DAS FAND ICH KLASSE!
    Die Geschichte wird abwechselnd von zwei Personen erzählt, was ich die ersten 60 Seiten sehr verwirrend fand. So war ich ab Seite 61 gefesselt, und dann kam auch alles ein zu anderem zusammen, ab da fängt die eigentliche Saga an. Zum Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, gute Geschichte mit vielen positiven wie negativen Ereignissen, oft sehr detailliert beschrieben…. Und irgendwann spielt die eigene Phantasie verrückt, und man stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht doch ein Leben nach dem Tod??????

    16. Februar 2015 | 18:49 | Marina
    • Liebe Marina, wie viele Sternchen (von maximal 5) würden Sie dem Buch als Gesamtbewertung geben?

      16. Februar 2015 | 23:54 | MeinLiteraturkreis
  2. Oh das hab ich ganz vergessen, von mir bekommt das Buch 5 Sterne!!!

    17. Februar 2015 | 10:22 | Marina

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    Neuentdeckung des Monats:

    ‚Das perfekte Leben des William Sidis‘ von Morten Brask

    Er gilt als einer der intelligentesten Menschen aller Zeiten. Man schätzte seinen Intelligenzquotienten auf über 250. Mit 6 Monaten kann er sprechen, mit 18 Monaten bereits eine Zeitung lesen. Mit 6 Jahren beherrscht er 10 Sprachen. Der Amerikaner William Sidis war um 1900 ein Wunderkind.

    Trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Das wird sich hoffentlich nun ändern, denn der dänische Autor und Historiker Morten Brask erzählt in seinem Debütroman das Leben dieses außergewöhnlichen Genies.

    Mit großem Einfühlungsvermögen fühlt er sich dabei in die Psyche seines Protagonisten hinein. Es entsteht das Bild eines einzigartigen Menschen.

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  • Unser Buch des Monats September 2017: ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Buch des Monats:

    ‚Einfach so‘ von Lily Brett

    Einfach so erzählt die Geschichte einer Frau, die in New York zu Hause ist. Sie schreibt Nachrufe für eine Zeitung, lebt mit ihrem Ehemann, einem Künstler, in einem weitläufigen Loft, hat drei aufmüpfige, aber wohlgeratene Kinder, und wenig Außergewöhnliches drängt sich in den Ablauf ihrer Tage. Das Außergewöhnliche liegt in ihr selbst, in ihrer Art, die Umwelt wahrzunehmen.

    Lily Brett, geboren 1946, ist eine australisch-amerikanische Autorin. Mit diesem Buch, erschienen 1995, wurde sie bekannt.

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