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Hausaufgaben

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Hausaufgaben

War er seiner Familie, seinen Schülern nicht immer ein leuchtendes Vorbild? Und nun muss Deutschlehrer Joachim Linde »peinlichstes Privatleben« vor seinen Kollegen ausbreiten, um seine Haut zu retten. Denn alles in seinem Leben scheint die schlimmstmögliche Wendung genommen zu haben.

Mehr zum Inhalt

›Weil es eine lange, komplizierte Geschichte ist und es eine Weile dauern wird, die Zusammenhänge so deutlich zu machen, dass allen Beteiligten Gerechtigkeit widerfährt. Denn wie in den meisten problematischen Situationen gibt es, jedenfalls nach meinem Dafürhalten, auch hier weder Gute noch Böse noch Schuldige, sondern nur Unglückliche. Und natürlich Ungeschickte, auf jeden Fall einen, nämlich mich. Dabei, das dürft ihr mir glauben, verkenne ich nicht den für alle höchst unangenehmen Umstand, dass peinlichstes Privatleben abgehandelt wird. Doch dafür kann ich nichts…‹ Ein Selbstplädoyer: Deutschlehrer Joachim Linde weiß, dass mit seinem Leben und seiner Familie nicht alles in Ordnung ist. Der jüngste Ärger mit den Schülern ist da fast zweitrangig. »Peinlichstes Privatleben« muss er nun vor seinen Kollegen ausbreiten, um seine Haut zu retten. Linde ist entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Es geht um private, es geht aber auch um historische Schuldzuweisung. ›Hausaufgaben‹ handelt von der Verstrickung in Wunschdenken und Halbwahrheiten beim Versuch, mit sich im Reinen zu bleiben.

Pressestimmen

„Jakob Arjouni ist ein Spezialist für deutsche Lebenswirklichkeiten. Dank seiner Erzählkunst ist ›Hausaufgaben‹ in all seiner Schrecklichkeit ein grandioser Roman. Und den liest man mit angehaltenem Atem.“ Sven Boedecker, SonntagsZeitung Zürich

„Jakob Arjouni gelingt etwas ganz Außerordentliches: … Unmerklich geht man einem meisterhaften Autor in die Falle, der heimtückisch ein Spiel mit den Perspektiven und den vermeintlichen Fakten betreibt.“ Stefan Sprang, Stuttgarter Zeitung

„Jakob Arjouni macht ein Klassenzimmer und eine zweifelhafte Lehrerpsyche zum Austragungsort für die deutsche Schuldfrage und ihre Verdrängungs- und Sublimierungspraktiken.“ Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

Über Jakob Arjouni

Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Er war 21 Jahre alt, als sein Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in ›Happy birthday, Türke!‹ zum ersten Mal ermittelte. Es folgten drei weitere Fälle, für ›Ein Mann, ein Mord‹ (dritter Fall) erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimipreis. Seine Romane ›Hausaufgaben‹, ›Chez Max‹ und vor allem der Roman über einen ostdeutschen Nazimitläufer, ›Cherryman jagt Mister White‹, sind mittlerweile Schullektüre. Sein Werk ist in 23 Sprachen erschienen. Er starb am 17. Januar 2013 in Berlin.

Nachruf auf Jakob Arjouni

Rede seines Freundes Christian Seiler bei seiner Beerdigung am 26. Januar 2013; veröffentlicht im Diogenes Magazin

Auszeichnungen

  • 1987: Baden-Württembergischer Autorenpreis für das deutschsprachige Jugendtheater für sein Theaterstück ›Nazim schiebt ab‹.
  • 1992: Deutscher Krimi Preis für ›Ein Mann, ein Mord‹.

Weitere Bücher von Jakob Arjouni

Kayankaya-Krimis

  • Happy Birthday, Türke! Kayankayas erster Fall. (1987) (von Doris Dörrie verfilmt)
  • Mehr Bier. Kayankayas zweiter Fall. (1987)
  • Ein Mann, ein Mord. Kayankayas dritter Fall. (1991)
  • Kismet. Kayankayas vierter Fall. (2001)
  • Bruder Kemal. Ein Kayankaya-Roman (2012)

Theaterstücke

  • Die Garagen. Uraufführung 1988.
  • Nazim schiebt ab. Uraufführung 1990.
  • Edelmanns Tochter (1996)

Romane

Kurzgeschichten

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