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Finks Krieg

Martin Walser erzählt in seinem Roman Finks Krieg von dem Konflikt um eine Stellenbesetzung in der Hessischen Staatskanzlei, der sich von 1988 bis 1994 tatsächlich zugetragen hat. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht der Leitende Ministerialrat Stefan Fink, der in der Staatskanzlei für die Verbindung zu den Kirchen zuständig ist. Als er im Zuge einer politischen Veränderung, einer Intrige, versetzt werden soll, wehrt er sich und führt, mit der Zeit immer einsamer werdend, einen langen Kampf über viele Instanzen, der Formen eines persönlichen Krieges annimmt. Je länger er diesen Kampf führt, desto mehr muß er erfahren, daß sein Krieg eben nur sein Krieg ist.

Pressestimmen

„Ein exzellent recherchierter Einblick in den oft zermürbenden politischen Alltag, das Psychogramm eines kleinen Beamten, der ins unmenschliche Räderwerk der Parteimaschine gerät, das ist Walser pur. Unbedingt lesenswert!“ Ravi Unger

Hintergrund zum Buch

Walsers Roman basiert auf der sogenannten Affäre Gauland aus den 1980/90er Jahren in Hessen. Der Schriftsteller kannte den Ministerialbeamten Rudolf Wirtz, der ihm das Material zu seinem Fall zur Verfügung stellte. Walser brauchte rund sechs Jahre für den Roman und veröffentlichte ihn 1996. Interessant: Gauland 1996 in einem Spiegel-Interview.

Folgende Anspielungen werden in der Literatur diskutier: Die Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist (Stefan Fink) und (Tronkenburg) sowie die Erzählung ‚Der Doppelgänger‘ von Fjodor Dostojewski.

Über Martin Walser

Martin Walser wurde 1927 am Bodensee geboren. Nach seinem Arbeitsdienst erlebte er das Ende des Zweiten Weltkrieges als Soldat der Wehrmacht. Nach Kriegsende machte er das Abitur und studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie. Mit einer Dissertation zu Franz Kafka wurde er promoviert. Von 1949 bis 57 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. In dieser Zeit unternahm er Reisen für Funk und Fernsehen nach Italien, Frankreich, England, CSSR und Polen und schrieb erste Hörspiele. Seit 1953 wurde Walser regelmäßig zu den Tagungen der Gruppe 47 eingeladen, die ihn 1955 für die Erzählung Templones Ende auszeichnete. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und wurde ein großer Erfolg. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller am Bodensee.

Wir haben zu Martin Walser ausführliche Informationen zu seinem Leben, Werken, Auszeichnungen, Verfilmungen, etc. zusammengestellt: 
» zur Autorenseite von Martin Walser

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