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Maultierhochzeit

Der Roman spielt im Bordellmilieu. Arabische Geschichte, islamische Mystik und Haschischträume bilden den vielschichtigen Hintergrund, vor dem sich das turbulente Geschehen im Bordell abspielt. Bei aller Kritik an Käuflichkeit und Gewalt, empfindet der Autor Wärme und Zuneigung für seine Protagonisten, die Huren und Zuhälter. Er schildert ihre Intrigen und Prügeleien, Träume und Leidenschaften, Freude und Trauer mit so viel Einfühlungsvermögen und Humor, dass der Leser davon beeindruckt und mitgerissen wird.

»Der Roman, der sich spannend liest, ist Kritik an Käuflichkeit und Gewalt bzw. Korruption im Staat und in der Gesellschaft und zugleich ein Lesestoff, der Einblick in ein sonst kaum beachtetes Milieu gewährt.« Hanspeter Mattes, Wuquf 6/1991, November 1992

 

»Hinter dem vordergründigen Spiel um Macht und Geld, kommt nach und nach die literarische Kraft des Romans zum Vorschein.« Gerhard Pfeisinger, Südwind 10/1991

»Für den uneingeweihten Leser ist dieser Roman sicherlich nicht leicht zu lesen, doch wird er belohnt mit einer Lektüre voll Liebreiz und Tiefsinn.« Donata Kinzelbach, Zeit Punkt, 3/1992

Über den Autor

Tahir Wattar, geboren 1936 im algerischen Sedrata, schreibt – anders als das Gros der maghrebinischen Schriftsteller – in arabischer Sprache. Geprägt durch Koranschule und das Studium an der renommierten religiösen Zaytuniya-Universität in Tunis, schöpft er aus einem reichen sprachlichen und historischen Schatz. Seine aufgeklärten, aber deutlich in der islamisch-arabischen Tradition wurzelnden Romane, Erzählungen und Theaterstücke gelten als die »orientalischsten« unter den wichtigen Werken der algerischen Literatur.
Neben Abdelhamid Benhedouga gehört er zu den bekanntesten in arabischer Sprache publizierenden algerischen Schriftstellern.
Tahir Wattar ist 2010 gestorben.

Weitere Bücher des Autors

Das Erdbeben (1995)

 

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