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Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen

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Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen

Israelische und deutsche Autoren schreiben über das andere Land und erzählen von der gemeinsamen Gegenwart.

Vor 50 Jahren nahmen die Staaten Israel und Deutschland ihre diplomatischen Beziehungen auf. Ging es früher vorrangig um Vergangenheitsbewältigung, um die Auseinandersetzung mit historischer oder familiärer Schuld, so sind heute auch freundschaftliche Begegnungen und kulturelle Verbundenheit Realität. Politik, Literatur, Party – wie erlebt dies die dritte Generation vor dem Hintergrund der Geschichte? Davon erzählen die hier versammelten Erzählungen aus beiden Ländern.

Über das Buch

Der deutsche Autor und Journalist Norbert Kron und Amichai Shalev, Autor und Journalist aus Israel sind die Herausgeber dieses interessanten und vielseitigen Buches: 19 Autoren aus Deutschland und Israel schreiben über ihre gemeinsame Gegenwart.

Mit Erzählungen von Yiftach Aloni, Yiftach Ashkenazy, Yair Asulin, Sarah Blau, Galit Dahan Carlibach, Anat Einhar, Liat Elkayam, Idit Elnathan, Assaf Gavron, Amichai Shalev sowie Katharina Hacker, Norbert Kron, Marko Martin, Eva Menasse, Rainer Merkel, Albert Ostermaier, Moritz Rinke, Jochen Schmidt und Sarah Stricker.

Webseite zum Buch: www.dontforgetdance.com

Webseite zum Thema ’50 Jahre Aufnahme diplomatischer Beziehungen Deutschland – Israel‘: www.de50il.org/de

Leseprobe von ‚Wir vergessen nicht, wir gehen tanzen‘

Pressestimmen

»bietet einen sehr genauen Einblick in die Untiefen des deutsch-israelischen Verhältnisses.« Ulrich Gutmair, taz

Über die Herausgeber

Norbert Kron, geboren 1965, lebt als Schriftsteller und Journalist in Berlin.

Amichai Shalev, geboren 1973, lebt als Schriftsteller in Herzliya. Er hat bereits drei Romane veröffentlicht und arbeitet als Lektor, Kritiker und Dozent. Sein letzter Roman, ›Girl‹, fand viel Beachtung in der Presse. Für das zuvor erschienene Buch, ›The Mentals‹, wurde er für den Sapir Prize nominiert, das israelische Äquivalent des Booker Prize. Shalev war Redakteur für Literatur bei ›Ynet‹, Israels größter Nachrichtenwebsite, und hat auch für ›Ha’artz‹ geschrieben. Derzeit arbeitet er als Lektor bei Am Publishing und unterrichtet Kreatives Schreiben an verschiedenen israelischen Universitäten. 2012 erhielt Amichai Shalev für seine literarische Arbeit den Prime Mininster’s Award.

Über die Autoren
(Quelle: www.dontforgetdance.com/the-writers/)

Yiftach Aloni wurde 1955 im Kibbutz Gvulot geboren und wuchs dort auf. Er ist Schriftsteller, Lyriker, Publizist, Architekt und Unternehmer. Außerdem ist er der Begründer des „Block Magazins“ und des „Maaboret Literaturmagazins“ und produzierte die TV-Serie „Geschichte aus dem Kino“. Er erhielt den Israel Museum Preis und das Britische Konsularstipendium.

Yiftach Ashkenazy, geboren 1980 in Carmiel, lebt heute in Jerusalem. Er ist Schriftsteller und Literaturkritiker bei „Haaretz“ und arbeitet im Yad Vashem Institut. Er veröffentlichte den Roman „Die Geschichte vom Tod meiner Stadt“, der 2007 auch auf Deutsch erschien, und den Erzählungsband „Mein erster Krieg“ (deutsch 2008). Er nahm am „Yangiero Projekt“ teil und publiziert immer wieder Kolumnen im deutschen Radio und in deutschen Zeitungen.

Yair Asulin, geboren 1986, ist Schriftsteller und Lyriker. Für seinen ersten Roman „Drive“ erhielt er 2012 den Sapir Preis für den besten Debütroman sowie die Auszeichnung des Kulturministeriums. 2012 erschien sein Gedichtband „München (Du kannst es Erinnerung nennen)“ so wie sein zweiter Roman „Die Dinge an sich“. Er schreibt regelmäßig für „Haaretz“ und unterrichtet an verschiedenen Orten Kreatives Schreiben.

Sarah Blau, geboren 1973, wuchs in einer orthodoxen religiösen Familie in Bnei Brak auf. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren im Konzentrationslager Auschwitz inhaftiert, ihr Großvater väterlicherseits wurde im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Sie ist Schriftstellerin und veröffentlichte Romane und Theaterstücke. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Rekonstruktion von jüdischen Symbolen. Sie begründete die Alternativen Holocaust-Zeremonien in Israel und arbeitete als Lehrerin am Institut für Holocaust-Studien.

Galit Dahan Carlibach, geboren 1981 in Sderot, veröffentlichte die Romane „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, meine Braut“ und „Rand“ und erhielt dafür den Prime Minister Award für Literatur und das Pardes-Stipendium der Nationalbibliothek. Für die Jugendfantasie „Arpileya“ erhielt sie den Acum- und den Dvora-Omer-Preis. Sie lebt in Jerusalem, unterrichtet Kreatives Schreiben und arbeitet als Touristenführerin.

Anat Einhar, geboren 1970 in Petach Tikva, lebt als Schriftstellerin, Designerin uund Comiczeichnerin in Tel Aviv. Für „Feinde des Sommers“ erhielt sie 2010 sowohl den Sapir-Preis wie auch den Vinner-Preis. Außerdem veröffentlichte sie das Kinderbuch „Der Elefant reißt aus“.

Liat Elkayam, geboren 1975 in Tel Aviv, arbeitet seit dem achtzehnten Lebensjahr als Journalistin. Sie schloss ein Kunststudium in New York ab und erlangte einen B.A. in Film- und Rechtswissenschaft an der Universität Tel Aviv. Sie lebt in Tel Aviv als Autorin und Redakteurin von „Haaretz“ und unterrichtet außerdem am Sapir College. Sie veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten in Magazinen und Anthologien.

Idit Elnatan, geboren 1970 in Petach Tikva, lebt als Schriftstellerin, Redakteurin und Journalistin in Jaffa. Sie hat einen B.A. in Englischer Linguistik und Hebräisch und einen M.A. in Kognitiver Sprachwissenschaft. Sie veröffentlichte den Roman „Gegen die Gebrauchsanweisung“ und arbeitet heute beim National Geographic Magazin.

Assaf Gavron, geboren 1968 in der Nähe von Jerusalem, ist einer der erfolgreichsten jüngeren Autoren Israels und lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Tel Aviv. Er veröffentlichte fünf Romane, die in zehn Sprachen übersetzt wurden, davon ins Deutsche u.a. „Ein schönes Attentat“ (2008), „Auf fremdem Land“ (2013). Neben zahlreichen Auszeichnungen, u.a. dem Bernstein-Preis, dem Prime Minister’s Creative Award sowie dem Prix Courrier International in Frankreich, erhielt er 2010 einjähriges DAAD-Stipendium für Berlin. Derzeit hat er eine Gastprofessur in den USA.

Katharina Hacker, geboren 1967 in Frankfurt am Main, studierte ab 1986 Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Universität Freiburg. 1990 wechselte sie an die Hebräische Universität Jerusalem. Seit 1996 lebt sie als freie Autorin in Berlin. 1997 debütierte sie mit „Tel Aviv. Eine Stadterzählung“. Für ihren Roman „Die Habenichtse“ erhielt sie 2006 den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschien von ihr „Eine Dorfgeschichte“.

Norbert Kron, geboren 1965, lebt als Schriftsteller und ARD-Fernsehjournalist in Berlin und reist regelmäßig nach Israel. Viele Veröffentlichungen, u.a. die Romane „Autopilot“ (2002), „Der Begleiter“ (2008). Seine TV-Beitrage, u.a. in „titel thesen temperamente“, behandeln oft Themen der deutschen Geschichte. Er erhielt zahlreiche Stipendien (u.a. in Lion Feuchtwangers Villa Aurora, Los Angeles) sowie das Stipendium des Deutschen Literaturfonds für seinen in Arbeit befindlichen Israel-Roman.

Marko Martin, geboren 1970, lebt, sofern er sich nicht gerade in Tel Aviv aufhält, als freier Schriftsteller in Berlin. 2012 erschien sein Essayband „Kosmos Tel Aviv“ mit literarischen Portraits der Stadt. Zuletzt erschienen 2013 in der Anderen Bibliothek die Erzählbände „Schlafende Hunde“ und „Die Nacht von San Salvador“.

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin beim österreichischen Nachrichtenmagazin Profil. Als Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begleitete sie den Prozess um den Holocaust-Leugner David Irving in London. Nach Aufenthalten in Prag und Wien lebt sie seit 2003 als Publizistin und Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman »Vienna« sowie ihr Erzählungsband »Lässliche Todsünden« waren große Erfolge. Für ihren Roman »Quasikristalle« wurde sie mit dem Gerty-Spies-Preis und dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet. 2015 ist sie Stipendiatin der Villa Massimo in Rom.

Rainer Merkel, geboren 1964 in Köln, lebt in Berlin. Er veröffentlichte mehrere Romane und lebte u.a. in den USA, in Irland und in Liberia, wo er ein Jahr als Psychologe für eine NGO arbeitete. Dies inspirierte seine literarischen Reportagen „Das Unglück der Anderen“ (2012) und seinen Roman „Bo“ (2013). Nach einem Stipendium in Beirut besuchte er mehrfach den Libanon und bereiste zuletzt Israel und das Westjordanland.

Albert Ostermaier, 1967 geboren, lebt in München. Seine Theaterstücke wurden von namhaften Regisseuren inszeniert. 2013 erschien sein jüngster Roman „Seine Zeit zu sterben“, 2014 die Lyrikbände „Flügelwechsel – Fußballoden“ und „Außer mir“. Er erhielt viele Auszeichnungen, u.a. Kleist-Preis, Bertolt-Brecht-Preis sowie den „Welt“-Literaturpreis für sein literarisches Gesamtwerk. Seit 2010 ist er mit der Schriftstellerin Zeruya Shalev befreundet. Für die Nibelungenfestspiele 2015 in Worms verpflichtete ihn Nico Hofmann als Autor.

Moritz Rinke, 1967 geboren, zählt zu den erfolgreichsten Dramatikern Deutschlands. Seine Stücke wurden mehrfach ausgezeichnet und verfilmt (u.a. „Republik Vineta“). „September“, seine erste Filmarbeit, bei der er auch als Schauspieler debütierte, wurde 2003 zu den Filmfestspielen nach Cannes eingeladen. 2010 erschien sein erster Roman-Bestseller „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“. Sein neuestes Stück „Wir lieben und wissen nichts“ wird an über 40 Bühnen national und international gespielt.

Jochen Schmidt wurde 1970 in Ost-Berlin geboren, wo er immer noch lebt. Er studierte Romanistik in Berlin und Brest. 1999 gründete er die Leseshow „Chaussee der Enthusiasten“, bei der er seitdem wöchentlich auftritt. Wichtige Veröffentlichungen waren „Schmidt liest Proust“, „Meine wichtigsten Körperfunktionen“, „Gebrauchsanweisung für Rumänien“, „Schneckenmühle“. 2004 erhielt er den Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.

Amichai Shalev, geboren 1973 in Holon, lebt als Schriftsteller, Lektor, Herausgeber und Kritiker in Herzliya. Er veröffentlichte die Romane „Tage des Pop“, „Die Übergeschnappten“, „Großes Mädchen“ sowie den Essay „Über Subversion“ und gab mehrere Anthologien heraus. Er arbeitet als Verlagslektor beim Am Oved Verlag, unterrichtet Kreatives Schreiben an verschiedenen Universitäten und erhielt 2012 den Prime Minister Award für Literatur.

Sarah Stricker, geboren 1980 in Speyer, studierte deutsche, französische und englische Literaturwissenschaften und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Nach Jahren als Redakteurin (u.a. für Vanity Fair) verliebte sie sich 2009 während eines Israel-Aufenthalts in das Land und lebt seither in Tel Aviv, wo sie für deutsche und israelische Medien schreibt. 2013 erschien ihr hoch gelobter Roman „Fünf Kopeken“ im Eichborn Verlag, für den sie unter anderem den Mara-Cassens-Preis erhielt.

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